Sommerloch im Herbst?

23 Sept

Kann mir mal bitte einer erklären, was die Intention dieses Textes im „Tagesspiegel“ sein soll?

Im Großen und Ganzen war mein Coming-out eine positive Erfahrung. Meine Eltern haben sehr cool reagiert, und mein Freundeskreis hat es auch sehr gut aufgenommen, dass ich jetzt schwul bin. Bloß meine Freundin hat mit mir Schluss gemacht.

Dieses Miststück. Ich hätte nie gedacht, dass die homophob ist. Wir wollten doch irgendwann mal heiraten. Das hätten wir auch jetzt noch tun können, wo es doch endlich die Homoehe gibt. Wie kann sie wegen so einer Sache Schluss machen, die doch eigentlich meine Privatangelegenheit ist? […]

Sie fehlt mir so. Das Klo müsste auch mal sauber gemacht werden. Und die leeren Bierflaschen stapeln sich in der Küche. Ich trinke also meist in irgendwelchen Discos oder Bars, was ganz schön ins Geld geht. Ich lasse mich auch nur noch abschleppen. In die versiffte Bude kann ich ja niemanden mitnehmen. Also wache ich jeden Morgen bei einer anderen Frau auf. Irgendwie sind Männer mit Liebeskummer scheinbar attraktiv. Und Schwule wohl doppelt. Mit ein bisschen Pech bin ich in neun Monaten siebenfacher Vater. Vielleicht habe ich mich ja auch angesteckt. Aids oder so. Na bravo, das ist ja wie im Klischee. Schwuler mit Aids vom ungeschützten Verkehr. Und das, wo ich doch bloß meine Freundin zurückwill. Aber das Fräulein ist sich ja zu fein dazu, mit einem Schwulen zusammenzuleben. […]

Vorhin hat mein Chef angerufen und gesagt, ich muss wieder auf Arbeit kommen. Also ab morgen wieder Tretmühle. Ich darf den Zeitplan nicht gefährden, in einem Monat starten wir. Der hat Sorgen, mein Chef. Ich mache den Job sowieso bloß wegen der Kohle. Astronaut. Das passt doch gar nicht zu mir, Astronaut. Aber ich kann nicht aussteigen, schließlich haben die extra für mich einen rosa Raumanzug angefertigt, als die von meinem Coming-out erfahren haben. Die Süßen.

3 Antworten zu “Sommerloch im Herbst?”

  1. DocTimo 23. September 2008 um 11:42 #

    Lieber Adrian,

    deine Reaktion offenbart einmal mehr, dass Du immer noch nicht bereit bist, Sexualität performativ aufzuweisen und Du Dich immer noch an starre Grenzen glaubst, die selbstredend längst obsolet sind.
    Hier im Text ist der Körper voll von Gewicht und bei den Geschlechtern macht sich großes Unbehagen breit, der Diskurs entsteht wiederum von den Rändern her und macht radikale Kritik an den Mechanismen imperialistischer Kontrollgelüste deutlich.

    Warum bist Du nur so starrköpfig?

  2. Adrian 23. September 2008 um 12:34 #

    Ich bin eben altmodisch 🙂

  3. Kim 23. September 2008 um 13:25 #

    Misslungener Versuch einer Satire… ist noch das Beste, was mir einfällt *shrug*

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

Diese Seite verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden..

%d Bloggern gefällt das: