Evangelikale der Welt – Sprengt die schwulen Ketten!

25 Sep

Im Vereinigten Königreich arbeitet die Evangelikale Allianz seit langem daran, Homosexuellen die Gleichberechtigung innerhalb der britischen Gesellschaft zu verwehren. Das hindert aber eine regierungsnahe Kommission, damit beauftragt Menschenrechte und Gleichberechtigung auf den Britischen Inseln zu verwirklichen, nicht daran, ausgerechnet ein Mitglied eben dieser Allianz in die Kommission zu berufen. Was genau den furchtlosen Evangelikalen Joel Edwards für diesen Posten qualifiziert, lässt sich nur vermuten. Wahrscheinlich die unter fundamentalistischen Christen weit verbreitete Larmoyanz, dass in der modernen liberalen Gesellschaft, Christen besonders umfassend diskriminiert würden:

The general director of the Evangelical Alliance, he has spoken of the „huge challenge for Christians“ living in a liberal democracy.

Diese Herausforderungen für evangelikale Christen sind im dekadenten Westen naturgemäß besonders groß und zu der klassischen Trias ihrer Sorgen gehören im Allgemeinen: Abtreibung, Evolution und Homosexualität. Gerade letztere hat sich in den letzten Jahren zu einer immensen Bedrohung evangelikalen Lebens gemausert. Denn früher, in der guten alten Zeit, wäre es garantiert nicht vorgekommen, dass Homos es sich erlauben, wackeren christlichen Streitern die Deutungshoheit über gleichgeschlechtliche Liebe streitig zu machen. Schlimmer noch, bezeichnen Homos die evangelikale Lehre über Homosexualität gar als „hasserfüllt“, „unmoralisch“ oder „pervers“. Und das wo doch in der Bibel eindeutig festgehalten sei, dass auf Homosexualität die Todesstrafe stehe. Was bitte schön soll der Evangelikale denn da machen? Selbst wenn er Homosexualität an und für sich gar nicht so schlimm finden würde; die heilige Schrift lässt ihm nun mal keine andere Wahl, als zu verdammen…

Aber danken es die Homos den Evangelikalen etwa, dass sie von den in der heiligen Schrift festgehaltenen Strafen ein wenig abgerückt sind und sich statt dessen darauf spezialisiert haben, die „armen Sünder“ umzupolen um sie so vor der ewigen Verdammnis zu bewahren? Nein. Stattdessen werden die humanistischen Angebote dieser wahren Christen mit Hohn und Spott, Verachtung und Ablehnung quittiert. Und bald schon wird niemand mehr sagen dürfen, was zur Rettung der Menschheit gesagt werden muss:

„There seems to be an incredible inability to hear an alternative world view about human sexuality without calling it homophobia, anything which is not from the gay position is by definition homophobic, whereas in a liberal democracy that is really freedom of speech“

Vermutlich war es also die Diskriminierung der Evangelikalen durch die Homos, welche die britische Gleichberechtigungskommission zu dem Schritt veranlasste endlich auch einem Evangelikalen Gehör zu schenken. Denn die Anliegen von Schwulen und Schwulenhassern unterscheiden sich ja nur graduell und sollten endlich, im Sinne der Vielfalt und der gelebten Toleranz, gleichermaßen Gehör finden.

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