Zeit zum Heulen

10 Nov

Da ich ein lernfähiger Mensch bin, berücksichtige ich die Ratschläge diverser meiner Mitmenschen. Markusoliver – der fest in seiner Heimat verwurzelte, bekennende Hetero mit seinen schwulen Freunden – legt mir nahe, mich auszuheulen, weil er mich augenscheinlich argumentativ besiegt hat, was er daran festmacht, dass ich ihn kritisiert habe. So schreibt er:

Sorry, aber ich kann nichts dafür, dass es so ist wie es ist. Es mag Dir schwerfallen das zu akzeptieren, aber Schwule sind weder bessere Heteros, noch gescheiterte Frauen.

Adrian blinzelt, kratzt sich am Kopf, schaut ratlos auf und wendet sich schließlich an seinen Assistenten Rafael:

„Süßer, schau noch mal nach. Habe ich das irgendwo behauptet?“

Die Finger von Rafael – dessen Schönheit der ultimative Beweis für die Existenz Gottes ist – fliegen über die Computertastatur und rufen den Beitrag seines Chefs Adrian auf. Er liest und vermeldet dann, mit seiner männlichen markanten, aber durchaus melodischen, honigartigen Stimme:

„Ganz bestimmt nicht, Boss!“

Du wirst Dich damit abfinden müssen, dass “Mann” über vermeintliche Tunten lacht.

Oh bitte, bekennender Hetero. Erzähl Du mir nicht, womit ich mich abzufinden habe.

Ich habe auch kein Problem damit, dass Du von unterdrückten heterosexuellen Phantasien ausgehst, denn neben mir sitzt gerade ein langjähriger Freund von mir und zudem viele Jahre bekennender Homosexueller und lacht. Da ist wohl eher der Wunsch der Vater des Gedanken.

Natürlich, denn wie wir alle wissen, denken Heteros bei Frauen nie an Sex. Heterosexualität ist Liebe, Liebe und nochmals Liebe und höchstens noch ein bisschen Fortpflanzung. Der ganze Sexkram dagegen gehört ans andere Ufer.

All’ das, was ich über das Verhältnis von Schwulen und ihre “Südländern” geschrieben habe, sowie der zunehmende Neid der Homos gegenüber den “Metros” lässt sich auch in diversen Schwulenmagazinen nachlesen.

Was wohl erklärt, warum ich so blind durch die Welt gehe. Ich lese eben keine Schwulenmagazine.

Nicht umsonst ist es in letzter Zeit modern geworden als schwuler Mann mal Sex mit einer Frau zu haben, ganz nach dem Motto: Wenn “Die” in unseren Jagdgründen jagen, dann werden “Wir” mal in “Deren” Jagdgründen jagen.

Dass die schwulen Freunde von markusoliver nun anfangen in anderen „Jagdgründen“ zu wildern, sollte einen nicht überraschen. Ihrem Sexualverhalten zufolge (über tausend Kontakte im Alter von achtzehn Jahren) ist nämlich kein Mann mehr übrig, den man noch besteigen könnte. Dann nimmt man dann schon mal ne Frau.

Und jetzt heul’ Dich erstmal aus

Gib einer Tunte etwas Zeit, markusoliver. Ich bin ja schon dabei…

2 Antworten zu “Zeit zum Heulen”

  1. TheGayDissenter 10. November 2008 um 20:46 #

    @ Adrian:

    Hast Du Dir mal die About-Seite von diesem markusoliver angeschaut? Du korrespondierst mit einem … [Anstand und Höflichkeit veranlassen mich, das Gemeinte nur durch drei Punkte anzudeuten.]

    Allerdings machst Du selbst das in bewundernswerter Art und Weise.

  2. Adrian 10. November 2008 um 21:14 #

    Ich hab mir die Seite angeschaut. Klingt nach einem Günter Rohrmoser für Arme 😀

    „Allerdings machst Du selbst das in bewundernswerter Art und Weise.“

    Nicht doch… 😳

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