Arme, kleine Heten

26 Nov

Heplev schäumt:

Was treibt die Homosexuellen-Szene eigentlich dazu, immer wieder Persönlichkeiten der Geschichte für sich und ihre sexuelle Ausrichtung zu reklamieren? Abraham Lincoln wurde schon Homosexualität angedichtet, jetzt ist es König Ludwig II. von Bayern. Haben die Schwulen derart wenig Selbstvertrauen, dass sie sich mit Gewalt (s. Kalifornien) und Geschichtsrevision stark machen müssen? Oder haben die Recht, die behaupten, sie wollten die Dominanz der Heterosexuellen mit aller Macht? [Links im Original, A.]

Gegenfrage: Wie kommt es eigentlich, dass die Heterosexuellen-Szene immer wieder den Schwanz einzieht, wenn gemutmaßt wird, eine Person der Zeitgeschichte könnte nicht ihre sexuelle Orientierung geteilt haben? Haben die Heteros derart wenig Selbstvertrauen, dass sie Gewalt gegen Homos verüben und ihre Abwehr gegen alles als homosexuell deklarierte, stets und ständig betonen müssen? Haben die Recht, die behaupten, Heterosexuelle seien nichts weiter als ein Häuflein unsicherer Würstchen, die, weil sie sonst nichts im Leben haben, vor Stolz und Arroganz ob ihrer „höherwertigen Sexualität“ geradezu platzen?

7 Antworten to “Arme, kleine Heten”

  1. Nothingman 26. November 2008 um 20:15 #

    Wo hat denn heplev Gewalt gegen Homos verübt? Du drehst in letzter Zeit auch ein wenig am Rad. Mach mal Urlaub, denn oft haste ja auch Recht und es wird Zeit, dass das wieder öfters der Fall ist. 😉

  2. Adrian 26. November 2008 um 20:34 #

    Setz mal Deine Lesebrille auf und lies den Beitrag noch mal ganz langsam und von vorne bis hinten.

  3. Nothingman 26. November 2008 um 21:28 #

    Ich habe Dein Stilmittel des Sarkasmus schon verstanden und … ok, Du hast heplev keine Gewalt unterstellt, da war ich vielleicht wirklich etwas vorschnell und habe das was reininterpretiert was Du nicht so gesagt hast. Mea culpa also. Nichtsdestotrotz wirkst Du in letzter Zeit oft recht dünnhäutig und ein wenig hysterisch. Habe Dich schon souveräner erlebt. Man muss nicht jeden Scheiß kommentieren, zumal heplevs Steckenpferd mit Sicherheit nicht die Schwulen sind.

    Deswegen noch einmal: Mach mal Urlaub oder trink ne Tasse Melissentee. Kannst es aber auch sein lassen.

  4. heplev 26. November 2008 um 23:17 #

    Sehr gut: Statt Fragen zu beantworten, wird eben mal umgedichtet.
    Derzeit sehe ich in westlichen, liberalen Demokratien keine Trupps an Heteros durch die Gegend ziehen und Gewalt gegen Homos verüben.
    Ich sehe auch keine Kampagnen, mit denen bekannte Homosexuelle der Geschichte als gar nicht homo-, sondern in Wahrheit heteorsexuell hingestellt werden.
    Wie wäre es also, denen in den Arm zu fallen, die Mormonen-Tempel angreifen?
    Wie wäre es also, wenn die Fragen mal beantwortet werden, statt abzulenken?
    Wie wäre es, mal Kritik zu ertragen und dafür zu sorgen, dass sie nicht weiter geübt werden braucht?
    Sorry, aber wer Kritik ausweicht, der trägt nichts dazu bei Vorurteile zu entkräften. Pflege schön weiter deine Feindbilder.
    Und übrigens: Wenn ich schäume, dann stelle ich keine Fragen mehr.

  5. Adrian 26. November 2008 um 23:38 #

    Kritik? Sorry, wen kritisierst Du eigentlich? Ich erkenne keine Kritik. Ich erkenne nur einen stolzen Hetero, der sich wahnsinnig aufregt, weil gemutmaßt wird, Bayerns verstorbener König könnte ein Homo sein, dies munter mit Gewalttaten (die ich ablehne, schau mal einer an) von Homos gegen bigotte religiöse Jammerlappen in den USA vermengt und offenbar den Tag der rosa Machtergreifung am Horizont dämmern sieht.
    Wenn es nicht so traurig wäre, müsste man darüber lachen.

  6. heplev 27. November 2008 um 02:07 #

    Schubladen sind schön, nicht wahr?

  7. Damien 27. November 2008 um 08:29 #

    @heplev:“Derzeit sehe ich in westlichen, liberalen Demokratien keine Trupps an Heteros durch die Gegend ziehen und Gewalt gegen Homos verüben.“
    Was glaubst Du denn, von wem die zunehmenden gewalttätigen Übergriffe gegen Schwule in westlichen, liberalen Demokratien ausgehen? Von Schwulen?
    „Ich sehe auch keine Kampagnen, mit denen bekannte Homosexuelle der Geschichte als gar nicht homo-, sondern in Wahrheit heteorsexuell hingestellt werden.“
    Bist Du echt so naiv? Von solchen Kampagnen hat niemand gesprochen. Es geht um die alltäglich Heteronormativität, in der Menschen stets erst einmal für hetero gehalten werden. Und das gilt selbstredend auch für historische Persönlichkeiten. Für eine Kampagne, wie von Dir unterstellt, müßte es zuvor ja erstmal bekannt gewesen sein, dass einer homosexuell war. Aus eben diesem Grund gibt es z. B. Queer Nations, die versuchen, diesen, freundlich formuliert, „blinden Fleck“, z. B. in der Geschichtswissenschaft aufzuarbeiten.
    Das mit Ludwig II. ist übrigens ein alter Hut.
    Und wer ist eigentlich „die Homosexuellen-Szene“? In welcher Schublade steckt die bei Dir? Vor allem: Gibt es auch eine Heterosexuellen-Szene? Gehörst Du dazu? Oder dichte ich Dir da etwas an?

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