Warum kultureller Pluralismus bei der britischen Polizei nicht erwünscht ist

28 Nov

Die schwule Lobby hat wieder zugeschlagen, dieses Mal in Großbritannien. Dort wurde ein Polizist vom Dienst suspendiert, weil ihm offensichtlich nicht ganz bewusst war, dass er britisches Recht und nicht die Gesetze seiner Kirche durchzusetzen hat:

The complaints against PC Cogman stem back to 1995 when a gay colleague sent emails round to staff encouraging them to support Gay History Month by wearing a pink ribbon.

Auszeit! Was um alles in der Welt ist ein „Gay History Month„?

Lesbian Gay Bisexual Trans History Month takes place every year in February. It celebrates the lives and achievements of the LGBT community. We are committed to celebrate its diversity and that of the society as a whole. We encourage everyone to see diversity and cultural pluralism as the positive forces that they are and endeavour to reflect this in all we do.

Klingt ja recht interessant, würde aber noch überzeugender rüberkommen, wenn „jederman“ ermutigt würde, anstatt „kulturellen Pluralismus“, die individuelle Freiheit als positive Kraft anzuerkennen. Zum kulturellen Pluralismus gehört nämlich auch das da. Und so etwas muss man nicht unbedingt feiern. Das nur so nebenbei. Zurück zu unserem Polizisten:

In response to this the Constable circulated emails quoting the Bible, suggesting homosexual sex was sinful.

Womit er eindeutig klar gemacht hat, dass er das Konzept des LGBT History Month nicht – wie etwa Adrian – für verbesserungswürdig hält, sondern grundsätzlich ablehnt, weil es irgendwie mit Homos und damit irgendwie mit homosexuellem Sex zu tun hat, der irgendwie sündhaft sei. Dummerweise für unseren Polizisten, ging sein kultureller Pluralismus, den Vorgesetzten irgendwie zu weit:

He was sent to a disciplinary tribunal who fined him 13 days pay and barred him from using the internal messaging system.

Doch der Constable gab den Kulturkampf noch nicht verloren. Wäre ja noch schöner:

Despite the ban, PC Cogman posted a link to an American Christian helpline.

When he was interviewed by bosses about it he said he had posted the link as he was trying to help people struggling with their sexuality.

The link was to Christian helpline that PC Cogman said had helped a friend who was struggling with their sexuality.

Nun hat der schwule Kollege von Cogman, nie auch nur andeutungsweise verlauten lassen, dass er mit seiner Sexualität hadere. Egal: Er steckt seinen Schwanz nicht in Vaginen, also muss wohl irgendwas mit ihm nicht stimmen. Und wer kennt sich besser mit primären Geschlechtsorganen und deren richtiger Gebrauchsweise aus, als die evangelikalen Christen aus Übersee? Genau!

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2 Antworten to “Warum kultureller Pluralismus bei der britischen Polizei nicht erwünscht ist”

  1. TheGayDissenter 30. November 2008 um 19:19 #

    Wenn ich die Meldungen aus UK recht verstehe, hat man den Polizisten nicht vom Dienst suspendiert, sondern aus dem Polizeidienst entlassen.

    Den – mittlerweile schon traditionellen – Gay Historie Month halte ich, abgesehen von dem von Dir zu recht beanstandeten ‚cultural pluralism‘, für eine sehr gute Sache, weil dort abseits von Pride- und Galaveranstaltungen versucht wird, das Leben schwuler Menschen mit all seinen Aspekten und Bezügen zur ‚Gesamtgesellschaft‘ nachhaltig (weil über einen Monatszeitraum und regelmäßig wiederkehrend) sichtbar zu machen.

Trackbacks/Pingbacks

  1. Familienzerstörende Schwule « The Gay Dissenter - 14. Dezember 2008

    […] Warum kultureller Pluralismus bei der britischen Polizei nicht erwünscht ist […]

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