Euer Mitleid brauch ich nicht!

13 Dez

Ach herrje, wie konnte das nur passieren? Hat man der Katholischen Kirche etwa Unrecht getan, als man sie bezichtigte, ihr Einwand gegen eine Resolution der Europäischen Union zur weltweiten Abschaffung der Strafbarkeit der Homosexualität, sei den Menschenrechten abträglich? „Allerdings“, schallt es aus Rom, denn wieder einmal haben eifernde Homos etwas grundsätzlich missverstanden:

Laut Vatikan-Sprecher Federico Lombardi ist die katholische Kirche gegen jede Kriminalisierung von Homosexualität. Diese Position stehe überhaupt nicht zur Debatte […]

Nun, das ist nett von Dir, Vatikan, wir wissen das zu schätzen. Ehrlich! Man ist ja bescheiden. Und wir gestehen Dir auch zu, dass Du nicht ganz Unrecht hast wenn Du feststellst:

Es sei eine Sache, sich gegen eine Kriminalisierung und Diskriminierung von Homosexuellen zu wenden, und eine andere, homosexuelle und heterosexuelle Kontakte auf die gleiche Stufe zu stellen […]

Warum der Vatikan sich allerdings weigert „homosexuelle und heterosexuelle Kontakte“ auf die gleiche Stufen zu stellen, dass weiß – wenn überhaupt – nur Gott. Und bitte komme mir jetzt hier keiner mit Fortpflanzung und so. Das hatten wir schon mal.

Halten wir uns das Grundproblem des Vatikan mit Homosexualität, noch einmal vor Augen:

Die katholische Kirche unterscheidet in ihrer Lehre zwischen Personen mit homosexueller Veranlagung einerseits und homosexuellen Akten andererseits. Während der Katechismus festhält, dass homosexuell veranlagten Menschen „mit Achtung, Mitleid und Takt“ zu begegnen sei, bezeichnet er zugleich sexuelle Akte zwischen Personen des gleichen Geschlechts als „schlimme Abirrung“. Diese „verstoßen gegen das natürliche Gesetz“ und seien „in keinem Fall zu billigen“. Homosexuelle Menschen seien dementsprechend „zur Keuschheit berufen“, hält der Katechismus fest. Das bedeutet nach der Lehre der Kirche sexuelle Enthaltsamkeit bei unverheirateten und ein treues eheliches Verhältnis bei verheirateten Menschen.

Der größte Witz ist allerdings, dass Rom uns diesen gequirlten Käse noch als humanistische Sichtweise verkaufen will. Klar, besser als im Namen einer Religion gehängt zu werden ist es allemal. Dennoch ist es ziemlich beschissen, durchs Leben gehen zu müssen mit dem Wissen, dass es da draußen Typen gibt, die einem Menschen der fähig ist zu lieben, „Mitleid“ entgegenbringen. Die Bezeichnung von einvernehmlicher Sexualität als „Abirrung“ ist gegen eine derart inhumane Sichtweise, ja noch vergleichsweise harmlos.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: