Warum die Trennung von Staat und Kirche ein Segen ist

11 Jan

In den Niederlanden hat eine christliche Stiftung, die Homosexuelle „kurieren“ will, nach heftigen Protesten ihre staatlichen Fördermittel verloren. Derartige Aktivitäten der evangelischen Stiftung „Onze Weg“ würden gegen die Gleichberechtigungspolitik verstoßen, erklärte der zuständige Bildungs- und Kulturminister Ronald Plasterk.

Zumal die „christliche“ Stiftung die Finanzzusage offenbar nur aufgrund von falschen Angaben erhalten hatte:

Fördermittel in Höhe von 50.000 Euro seien „Onze Weg“ in der Annahme gewährt worden, dass die Stiftung sich „für eine offenere Diskussion über Homosexualität von Christen in der Kirche“ einsetzen wolle. Wie die Zeitung „Trouw“ berichtete, bietet die Stiftung stattdessen schwulen Christen Hilfe an, die sich gegen ihre Homosexualität zur Wehr setzen wollen. Ihnen sei erklärt worden, dass „Genesung“ durch „das Zurückdrängen homosexueller Gefühle“ sowie eine „Veränderung hin zur Heterosexualität“ möglich sei.

Was das für ein Unsinn ist, ist in den Niederlanden auch beim zuständigen Minister bekannt, der daher erklärte:

Eine solche Vorstellung sei nicht hinnehmbar.

Weil sie nicht wissenschaftlich nachgewiesen ist und auch nicht anzustreben, weshalb Plasterk feststellte, es werde eine Grenze überschritten,

wenn versucht wird, Menschen von ihrer Homosexualität zu heilen.

Manche Grenzen sind einfach aus ethischen Gründen einzuhalten. Auch wenn das manche „Christen“ anders sehen.

Eine Antwort zu “Warum die Trennung von Staat und Kirche ein Segen ist”

  1. ondamaris 11. Januar 2009 um 16:51 #

    für mich ist die trennung von staat und kirche nicht nur ein „segen“ (ein gelungener sprachwitz), sondern eine der wesentlichen grundlagen für eine freiheitliche und demokratische gesellschaft
    wobei theorie und praxis da ja echt weit auseinander klaffen können, leider. auch hierzulande …

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