Freiheit ist immer die Freiheit des Heterosexuellen

5 Feb

Nennt sich ein Blog „Freie Welt“, ist davon auszugehen, dass es sich dem üblichen Amerika- und Israel-Bashing verweigert, Islamisierungstendenzen skandalisiert und sich dem Sozialismus schon gar nicht andient. Weniger Sicherheit hat der Leser bezüglich der Frage, wie man es in der „Freien Welt“ mit den Homosexuellen hält. Zu befürchten ist stets, dass man dort – ähnlich wie der Eine oder Andere sich für liberal haltende – zwar immer dafür eintritt, dass man Homosexuelle ja wohl noch kritisieren dürfe, wobei in der Regel ablehnen gemeint ist, die umgekehrte Veranstaltung jedoch keineswegs positiv konnotiert wird, die Kritiker resp. Feinde der Homosexualität also keineswegs damit rechnen müssen, von Homosexuellen kritisiert zu werden, da Freiheit immer – und ausschließlich – die Freiheit des Heterosexuellen ist. Und genau so verhält es sich auch in der „Freien Welt“:

Das Europäische Parlament hat in seiner Plenarsitzung am 14. Januar 2009 eine Entschließung verabschiedet, die eine Gleichbehandlung von Paaren jeglicher sexuellen Orientierung fordert. Damit wird der Ehe implizit ihr besonderer Status genommen und eine Bewegung unterstützt, die einen kultur- und sozialgeschichtlich einzigartigen Paradigmenwechsel herbeiführen will und die Gesellschaft durch inneren Zerfall bedroht.

Und einzigartig heißt wirklich einzigartig, denn gegen das Vorhaben des Europäischen Parlaments ist der Untergang Roms überhaupt nichts:

Einen solchen kultur- und sozialgeschichtlich einzigartigen Paradigmenwechsel hat es nicht einmal in der schlimmsten Verfallszeit des Römischen Reiches gegeben.

Schließlich geht es bei der parlamentarischen Entschließung um die Ermöglichung der Eheschließung von Menschen mit Hunden oder so ähnlich:

Die auf der bipolar und komplementär angelegten Wesensart von Mann und Frau beruhende Sozialstruktur von Ehe und Familie wird nach Vorstellung der Gender- und Schwulen-Ideologie durch ganz beliebige Lebensformen ersetzt, deren Variabilität und Gleichwertigkeit mit „selbstbestimmter“, so genannter „sexueller Orientierung“ und einem vermeintlichem Anspruch auf Gleichwertigkeit und Gleichbehandlung begründet wird.

Kaum einer der Verantwortlichen kann noch klar denken, längst sind die meisten infiziert:

Die Vorstellung, dass allerlei Lebensformen „gleichzustellen“ seien und dass Verschiedenes nach gleichem Muster gestanzt werden müsse, hat die Köpfe vieler Verantwortungsträger bald schlimmer ergriffen als jede Pandemie und sie hat das differenzierende, kritisch-selbstkritische Nachdenken geradezu lahmgelegt. Aus der Forderung, abweichende Lebensformen neben der Norm zu tolerieren, wird nun ein Diktat, das Abweichungen in den Status gleichwertiger Norm erhebt. Kritischer Diskurs und Opposition gegen diesen Prozess werden obendrein noch juristisch unterdrückt.

Und erst wenn Homosexualität zur Pflicht geworden ist und ihre Kritik verboten wird, werdet Ihr feststellen, dass Homosexuelle keine Kinder zeugen. Na gut, sie könnten schon, sie wollen auch, aber angesichts des repressiven Charakters des gemeinen Homosexuellen sei da der Herrgott vor:

Die repressiven Züge dieser Entwicklung sind in vielen gleichartigen Prozessen im In- und Ausland erkennbar. So hat der österreichische Bischof Andreas Laun in einem Artikel im „kath.net“ vom 12.01.09 kritisch beleuchtet, dass die Aktivisten der Schwulen-Lobby sogar Homosexuellen das Recht verweigern, ihre sexuelle Orientierung in Richtung Heterosexualität zu verändern.

So weit ist es also gekommen in unserer „Demokratie“, dass eine Minderheit einer Minderheit verweigert, zur Mehrheit zu gehören.

Bischof Laun schildert einen skandalösen Vorfall in Graz, bei dem ein hoch qualifizierter Fachmann massiv angegriffen worden sei, nur weil er im Rahmen eines wissenschaftlichen Kongresses einen Workshop zur Frage abhalten wollte, ob eine Veränderung der sexuellen Orientierung möglich sei!

Der hoch qualifizierte Fachmann war, GayWest-Leser der ersten Stunde erinnern sich, ein nicht qualifizierter Laie des evangelikalen Vereins „Wüstenstrom“, der keine Frage stellen, sondern einzig eine Antwort geben wollte, die nämlich, dass Homosexualität veränderbar sei, während von Heterosexualität ausschließlich als Ziel der Veränderung die Rede war. Und wo Wüstenstrom im Spiel ist, ist auch die Christl nicht fern:

Dr. Christl Vonholdt, Leiterin des Deutschen Instituts für Jugend und Gesellschaft, hat diesen Prozess treffend als Dekonstruktion der Geschlechter und der Generationen analysiert.

Nun weiß man nicht, ob die Vonholdt mittlerweile so verwirrt ist, dass sie die Dekonstruktion der Geschlechter und die Gleichstellung von Homo- und Heterosexuellen nicht auseinanderhalten kann oder ob das unpassende Zitat der „Freien Welt“ zu verdanken ist und ihrem mangelnden Durchblick. In jedem Fall hat man Angst bei den Verteidigern des christlichen Abendlands, denn wo soll das alles enden, wenn nicht beim Untergang desselben? Weshalb es beim Schlußwort in der „Freien Welt“ auch nicht unter dem Zitat eines aufrechten Kämpfers gegen den Nationalsozialismus geht:

Die letzte verantwortliche Frage ist nicht, wie ich mich heroisch aus der Affäre ziehe, sondern wie die nächste Generation weiterleben soll.

Homosexuelle also sind, so scheint es, mitnichten Teil der nächsten Generation. Angesichts der in der „Freien Welt“ angepriesenen Lösungen

Im Interesse der kommenden Generationen unseres Landes und Europas sind geistige Unvoreingenommenheit, kritischer Weitblick, verantwortungsbewußte Zivilcourage und tatkräftige Initiative gefragt, um dieser verhängnisvollen Entwicklung wirkungsvoll zu begegnen.

kann man den Verantwortlichen nur versprechen, dass die internationale Homo-Lobby – tatkräftig und zivil-couragiert – alles Notwendige dafür tun wird, ihresgleichen das Handwerk zu legen.

Eine Antwort zu “Freiheit ist immer die Freiheit des Heterosexuellen”

Trackbacks/Pingbacks

  1. Christliche Freiheit « The Gay Dissenter - 6. Februar 2009

    […] Freiheit ist immer die Freiheit des Heterosexuellen auf GayWest […]

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