Déjà vu in Beirut

5 Mrz

Obwohl im gesellschaftlich zerrissenen Libanon eine kleine Homo-Szene blüht, darf man sich als Schwuler dort nicht allzu sicher fühlen. Denn die Polizei des Landes verschwendet gewaltige Ressourcen in ihrer Dämlichkeit, erwachsene Menschen vom Geschlechtsverkehr abzuhalten. Nun ja, „Geschlechtsverkehr“ stimmt nicht ganz, der Casus Knacktus heißt nämlich „Penetration“:

Die libanesische Homo-Gruppe HELEM [h]at in der Hauptstadt Beirut eine Demonstration gegen Polizei-Willkür organisiert. […]

Libanon, das als tolerantester arabischer Staat gilt, verbietet derzeit in Paragraf 534 des Strafgesetzbuches „sexuelle Beziehungen gegen die Gesetze der Natur“. Schwule und Unverheiratete können mit bis zu einem Jahr Gefängnis rechnen – lesbische[r] Sex ist dagegen straffrei, weil keine Penetration stattfindet.

Was Antiwestler jedweder Coleur befürchten, scheint sich nun also auch im Libanon anzubahnen: eine Entwicklung hin zu Selbstbestimmung und individueller Freiheit.

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