Die gute Nachricht

29 Mrz

Der Bischof der Diözese Bozen-Brixen

Karl Golser hat sich in einem Interview mit der Monatszeitschrift „Jesus“ für den „rechtlichen Schutz gleichgeschlechtlicher Paare“ ausgesprochen.

Die Begründung läßt aufhorchen:

Die Liebe äußert sich in unterschiedlichen Formen.

Allerdings bestehe

ein Unterschied zwischen der Liebe zwischen Mann und Frau, aus der Kinder hervorgehen können und jener zwischen gleichgeschlechtlichen Paaren

weshalb die Eheschließung zwischen homosexuellen Paaren weiterhin verboten bleiben solle.

Rechtlicher Schutz sei jedoch zu gewähren und zwar bei Erbfragen, Patientenbesuchen und dergleichen mehr. Seine Forderung stützte Golser im Interview auf das Naturgesetz aus der Sicht der Kirche. „Wir beziehen uns darin auf die Natur des Menschen. Damit ist nicht die evolutionäre, biologische oder medizinische Natur gemeint, sondern der Mensch an sich, sein Anspruch als freie Person wahrgenommen zu werden, die unveräußerliche Rechte genießt.“

Der Verein „Centaurus – Schwul-lesbische Initiative Südtirols“ bezeichnete die Stellungnahme des Bischof als „historisch“. Sicherlich dauert es nicht lange, bis die ersten Kritiker von der Schwulenfeindlichkeit der katholischen Kirche sprechen, die auch mit dieser Äußerung wieder deutlich werde, da Golser sich schließlich für die Aufrechterhaltung von Diskriminierung ausspricht. Wer positiver gesinnt ist, wird aber den Fortschritt in der Aussage erkennen und auch den Mut, den es braucht, eine solche als Hauptamtlicher in diesem Verein zu treffen.

2 Antworten zu “Die gute Nachricht”

  1. Steven 29. März 2009 um 21:14 #

    Nach all den verbalen Fehlgriffen der letzten Zeit, gerade aus dem Raum Österreich und Italien, der rk Kirche ist das wirklich eine gute Nachricht.

  2. Martin 29. März 2009 um 22:37 #

    Hört, hört! Sind auf gutem Wege. Wird zwar noch einige Jahre/Jahrzehnte dauern, aber irgendwann wird auch Homosexualität völlig akzeptiert sein, auch in der Kirche. Dann können auch viele gefahrlos aus dem Schrank. Diesen kirchlichen Text aus Österreich fand ich auch bemerkenswert (immerhin von ziemlich weit oben): http://www.dioezese-linz.at/redaktion/index.php?action_new=Lesen&Article_ID=47814

    „Ehe“ muss nicht sein, es kann durchaus unterscheidbar bleiben m.E. Es reicht, wenn zu den schon vorhandenen Pflichten auch die zugehörigen Rechte eingeräumt werden.

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