Merkels Mut

1 Apr

Meine Güte, BILD! Was für eine Schlagzeile! Wie stehen wir denn damit vor der Welt? Die Banken fallen reihenweise und Deutschland hat wirklich keine anderen Probleme?

Die Kanzlerin der Kitzler

Angie, wir lieben Dich! Mit und ohne Joachim!

Jetzt ist es also öffentlich. Unsere Kanzlerin liebt Frauen. Vor allem eine. Alice, heißt sie, und wir haben uns schon lange so gewundert über das innige Verhältnis.

Wir bei GayWest wundern uns überhaupt nicht mehr. Was haben Sie denn erwartet bei Merkels früher so intimem Verhältnis zu Westerwelle? Die Zeiten, als Schwule und Lesben getrennt marschierten, sind doch längst vorbei. Und dann die Herzlichkeit von Angie mit dem Udo Walz…

Aber was ist eigentlich mit Merkels Mann? Joachim Sauer in der BILD:

Ich bin froh, dass „es“ endlich raus ist. Das Versteckspiel war schon anstrengend.

Sauer will jetzt eine Selbsthilfegruppe der mit Lesben verheirateten Männer gründen. GayWest wünscht viel Erfolg!

Merkel zeigte sich darüber hinaus verwundert darüber, dass die Öffentlichkeit sich

so lange hinters Licht habe führen lassen.

Die Kanzlerin:

Spätestens als wir im Bundestagswahlkampf mit „Angie“ von den Stones kamen, dachte ich, jetzt wüßten es alle. Das Stück ist schließlich Alices Lieblingslied.

Potentieller Kritik an dem Ort der Veröffentlichung ihres Outings entgegnete Merkel, Schwarzer habe sich von

diesem engen Antisexistensprech doch längst gelöst, als sie selbst für die BILD als Model auftrat.

Merkel sympathisch:

Moderne Frauen, ob lesbisch oder nicht, wissen um ihre Stärke und freuen sich über Verbündete in der Männerwelt.

Ob diese schwul seien oder hetero, sei

das Letzte, was mich interessiert.

Überhaupt sei

identitätsbasierte Politik in einer globalisierten Welt einfach nicht mehr zielführend.

Zugleich wollte Merkel ihr Outing als nachträgliche Wiedergutmachung für ihre zuvor bei einer Veranstaltung der Katholischen Akademie Berlin getätigten – und offenbar falsch zitierten – Äußerungen verstanden wissen. Am 24. März diesen Jahres hatte sie dort erklärt:

„Die Familie ist die Keimzelle der Gesellschaft.“ Sie werde sich „mit aller Kraft“ dagegen wenden, dass diese besondere Stellung zur Disposition gestellt werde. Für andere Lebensgemeinschaften habe sie Respekt, dies sei aber „nicht gleichbedeutend mit Gleichstellung. „Das „C“ in der CDU sei nach wie vor wegweisend für ihre Sozial-, Integrations- und Familienpolitik.

Unter Bezugnahme auf das CDU-Programm für die diesjährige Bundestagswahl stellte die Kanzlerin nun fest:

„Nicht umsonst haben wir als CDU den Spruch geprägt, ‚Wo Kinder sind, da ist Familie‘. Das gilt selbstverständlich für hetero- wie für homosexuelle Eltern.“

Manchmal braucht es offenbar den Mut, ganz zu sich selbst zu stehen, um auch gesellschaftlich mit gutem Beispiel voran zu gehen.

Eine Antwort zu “Merkels Mut”

  1. GDmaster 1. April 2009 um 22:30 #

    öhm… 1.April??

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