Saddams Schwulenparadies

2 Apr

Eine britische Homo-Gruppe von Exil-Irakern erklärte, dass der Irak die Hinrichtung von schwulen Männern wegen deren sexueller Orientierung angeordnet hat.

Und wer ist schuld daran? Genau: Der Ami. Der hatte  zwar nach der Befreiung, die von der queer.de-Redaktion „Besatzung“ genannt wird, die Todesstrafe außer Kraft gesetzt, wie auch queer.de nicht umhin kommt, festzustellen, aber von der irakischen Regierung wurde sie rasch wieder eingeführt. Ein Leser merkt hierzu spöttisch an:

Sind die Amis nicht damals in den Irak einmaschiert, um denen Demokratie und Menschenrechte zu bringen?

Weshalb man ihnen jetzt entweder vorwirft, sie hätten nicht gründlich genug aufgeräumt oder sie wären besser gleich zu Hause geblieben – als wäre der Irak unter Saddam Hussein ein Schwulenparadies gewesen.

Eine Antwort zu “Saddams Schwulenparadies”

  1. Steven 2. April 2009 um 21:46 #

    Wenn man sich in einer schwierigen Situation befindet, erinnert man sich gerne an die ‚gute alte Zeit‘, auch wenn die gar nicht so gut war. Deshalb kann ich durchaus verstehen, dass die schwulen Jungs im Irak die Amerikaner für ihre Lage verantwortlich machen. Darüber hinaus ist es sicher einfacher, eine ‚fremde Macht‘ verantwortlich zu machen, als das eigene Volk (und die höchst fragwürdig agierende USA macht es ihren Kritikern sehr einfach).

    Von den im Trocken sitzenden erwarte ich allerdings etwas weniger verkürzte Sichtweisen.

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