Schwule Kanzler, schwules Fernsehen

25 Apr

Der LSVD hat wohl schon Sommerpause und deswegen nicht besseres zu tun, als den Kandidaten einer Show zu promomten, welches das Zwangsgebührenfernsehen ZDF aus Kananda geklaut hat: „Ich kann Kanzler“ – heißt die Show im feinsten Migrantendeutsch. Das Ziel dieser Sendung ist es, die deutschen Wähler zu frustieren, indem ihnen suggeriert wird, sie könnten, jenseits von Parteienstreit und Listenklüngel, ihren Chef der Exekutive selbst wählen – so wie in den USA.

Jörg Steinert heißt der Favorit des LSVD, schwuler Sozialarbeiter aus Berlin: Warum gerade er? Wahrscheinlich weil er der Grünen nahesteht, was für mich schon alleine Grund wäre, ihn nicht zu wählen. Wichtiger scheint aber zu sein, dass Herr Steinert es sich fernsehshowmäßig zum Ziel gesetzt hat, das Gleichheitsgebot der sexuellen Idendität in den Grundrechtekatalog des Grundgesetzes zu schreiben.

Natürlich könnte ich jetzt lang und breit nörgeln, was für ein Quatsch und welche Verschwendung von GEZ-Gebühren diese ganze Show ist. Das es vollkommen irrelevant ist, für Homos das Grundgesetz zu ändern, weil man parlamentarisch ja nicht mal die Mehrheiten für die Gleichstellung der Homo-Ehe zusammen bekommt. Dass die Show ablenkt von der eigentlichen Wahl im September. Dass dieses Land den Bach runter geht und wir statt dessen Kindergarten spielen…

Statt dessen werde ich meinem Favoriten die Daumen drücken: Jens Bergmann. Warum gerade er? Nun, er ist jung, er ist hübsch, er ist ebenfalls schwul. Ihm stehen Anzüge gut und er ist konservativ, das heißt ein Mitglied der LSU. Der ideale Kandidat also…

…zum Heiraten und für davor.

4 Antworten zu “Schwule Kanzler, schwules Fernsehen”

  1. Christian Hoffmann 25. April 2009 um 21:05 #

    Diese Sendung dokumentiert wunderbar einige zentrale Gründe meiner prinzipiellen Wahlverweigerung: Jeder Kandidate erzählt ja im Grunde nur, wieviel mehr Geld er den Steuerzahlern wegnehmen möchte, um seine Pet Projects zu finanzieren. Furchtbar. Und furchtbar realistisch…

  2. Adrian 26. April 2009 um 00:19 #

    Aber irgendjemand muss doch an die Haustiere denken 😉

  3. Ricky 27. April 2009 um 16:24 #

    Ein gewisser Ralf Braun aus Schwielowsee bei Berlin ist auch bei der ZDF-Politiktalentshow „Ich kann Kanzler“ mit von der Partie. Sein erstes Ziel ist damit erreicht : Er ist in der Zwischenrunde der besten 40. Wie er dahin kam wird wohl ein Rästel bleiben. Doch schon jetzt erregt Braun die politisch engagierten Gemüte im Web. Mit seinem Kanzlerslogan “ Ich bin gut, und das ist auch schwul so“ und seinen „Ideen für Deutschland“ wirkt es, als hätte er keinen Plan. Dennoch verspricht sein Wahl-Video eins: Braun ist von sich überzeugt und legt als „erster schwuler Kanzler“ viel wert auf sein Äußeres. Trotz aller Widersprüche: Der Rest der Kandidaten ist ein politisches Einerlei. Man muss hoffen daß Braun nicht vor dem Finale mit Mann und Maus unter geht.

  4. sven 6. Mai 2009 um 15:41 #

    Simon Klaas ist auch unter den 40 Kandidaten und schwul und für bedingungsloses Grundeinkommen. Meine Stimme deshalb für ihn!

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