Systemkritik als Auftrag

16 Mai

Im Gegensatz zu den Linken stehen Liberale unter dem Generalverdacht bräsig, konformistisch, angepasst und unkritisch zu sein. Sie demonstrieren nicht gegen die Globalisierung, nicht gegen den Klimawandel, nicht gegen „rechts“ und engagieren sich überhaupt nie für das Gute, Edle und Wahre. Dafür kriechen sie jedem Bankmanager in den Hintern und nehmen in ihren protzigen Villen täglich ein Geldbad à la Dagobert Duck. So das Klischee.

Nein, das „kritische Bewusstsein“ der Liberalen ist wahrlich nicht sonderlich ausgeprägt. Oder doch? Nun ja, bei mir schon, nur erstreckt sich dieses Bewusstsein eben (auch) in Bereiche hinein, welche Linken naserümpfend als einer kritschen Betrachtung nicht für würdig empfinden. Dazu gehören vorzugsweise ihre eigenen Projekte. Wie z. B. die öffentlich finanzierten Beauftragten für gleichgeschlechtlichen Lebensweisen, die, außer in Bayern, mittlerweile auf jeder Landesebene anzutreffen sind.

Da Adrian, nach langer Pause, wieder eine gleichgeschlechtliche Lebensweise anstrebt, hat er sich für die nächsten Wochen vorgenommen, diesen Beauftragten in Berlin zu testen. Wofür ist dieser da, was macht der den ganzen Tag, kann dieser mir in irgendeiner Weise behilflich sein? Ist diese Behörde also zu irgendetwas nütze oder lediglich eine gut dotierte ABM-Stelle für überzählige Soziologen und Politiker, denen es nicht vergönnt war, einen guten Listenplatz zu ergattern?

Wahrhaft renitente, aufrührerische, systemkritische Fragen. So richtig links eben.

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