Der Ekel vor der Liebe

20 Mai

Es scheint so, als versuche sich Gabriele Kuby als die homophobe Fundamentalistin der Bundesrepubik zu etablieren. Nun gut, soll sie. Auf diesen Kampf lasse ich es gerne ankommen. Erneut bekommt sie bei kath.net die Gelegenheit, ihren immergleichen Nonsens in die Tasten zu schmieren; so unwissend, so heuchlerisch, so larmoyant, so dumm.

Sexueller Totalitarismus“ ist das neueste Machwerk überschrieben, ein Titel der für Lacher sorgen müsste, wenn daran nicht ein Weltbild hängen würde, das an Verachtung für das edelste und beste Gefühle eines Menschen, kaum zu überbieten ist: Liebe. Denn machen wir uns nichts vor: Was die Kuby umtreibt, ist der Ekel vor der Liebe. Unserer Liebe.

Vom 20. – 24. Mai 2009 findet an der Universität Marburg ein Kongress der Akademie für Psychotherapie und Seelsorge (APS) statt zum Thema „Identität – der rote Faden in meinem Leben“ […]

Geht es nach dem Willen der Homolobby und ihrer Verbündeten, dann darf dieser Kongress nicht stattfinden. Der Lesben- und Schwulenverband in Deutschland (LSVD) forderte am 26. März 2009 in einem Offenen Brief die Entfernung missliebiger Redner aus dem Programm, nämlich von Dr. Christl Ruth Vonholdt, Deutsches Institut für Jugend und Gesellschaft (DIJG), und von Markus Hoffmann, Leiter von Wuestenstrom e. V.. Die eine ist Ärztin und wissenschaftliche Expertin auf dem Gebiet der Homosexualität, der andere leitet eine Beratungsorganisation für Fragen des Missbrauchs, der Pädophilie, Sucht und Homosexualität. Beides sind Qualifikationen, die sie für die organisierten Homosexuellen zur Zielscheibe von Diffamierung, Mobbing, Diskriminierung bis hin zur Berufsbehinderung machen.

Als selbsternannte Christin, sollte Frau Kuby sich an eines der zehn Gebote erinnern, die besagen, dass man nicht falsch Zeugnis ablegen, sprich, lügen soll. Und die Lügen, die Kuby hier verbreitet, sind nicht etwa Kleinigkeiten, sondern haben es in sich. Dr. Christl Ruth Vonholdts Qualifikation auf dem Gebiet der Homosexualität ist ungefähr so groß, wie die des Papstes auf dem Gebiet der Synthetischen Evolution. Was nun Herrn Hoffmann angeht, liegt seine einzige Expertise darin, gerne Schwänze lutschen zu wollen, sich dies aber zu versagen, weil er seit einiger Zeit glaubt, dass Vaginen dem Penis vorzuziehen sind. Wer Homosexualität in einem Atemzug mit Missbrauch, Pädophilie und Sucht erwähnt, ist ein Quacksalber. Vonholdt, Hoffmann und auch die Kuby sind genau das.

Doch zurück zu den Umtrieben der Homos und ihrer Lobby, denen sich nun aber endlich aufrechte Kämpfer in den Weg stellen:

Diesmal regt sich Widerstand durch die Initiative „Für Freiheit und Selbstbestimmung – gegen totalitäre Bestrebungen der Lesben- und Schwulenverbände“. Mit dieser Erklärung traten am 20. April viele namhafte Persönlichkeiten an die Öffentlichkeit und riefen dazu auf, sich der Einschränkung von Grundfreiheiten entgegenzustellen. Inzwischen haben sich einige Tausend Bürger dieser Erklärung angeschlossen.

Über diese Erklärung habe ich bereits hier geschrieben.

Sie wollen nicht zulassen, dass ausgerechnet in Deutschland zwanzig Jahre nach dem Zusammenbruch des zweiten totalitären Systems die Freiheit der Meinung, der Rede, der Wissenschaft, der Wahl des Therapieziels und der Religion eingeschränkt werden soll, um die sogenannte „heterosexistische Hegemonie“ zu zerschlagen.

Frau Kuby hat bis heute nicht verstanden, dass Kritik am ihrem Feldzug, weder die Freiheit der Meinung, der Rede und der Religion einschränkt. Dass die Propagierung der Heilungsmöglichkeiten von Homosexualität mit Wissenschaft ungefähr so viel zu tun hat wie der Kreationismus, soll an dieser Stelle noch einmal erwähnt werden. Was nun die „Wahl des Therapieziels“ angeht, muss man darauf hinweisen, dass es in höchstem Maße unethisch ist, den Patienten dieses „Ziel“ nicht etwa vorzuenthalten, sondern im Gegenteil ihnen zu verschweigen, dass die Veränderbarkeit von Homosexualität ein nicht realisierbarer Prozess ist, der einen Menschen langfristig zerstört. Was auch der Grund ist, warum außerhalb religiös-fundamentalistischer Kreise kein Therapeut ein solches Angebot macht.

Doch was für eine Ethik soll man auch von einer Frau erwarten, die das Lügen, Vertuschen und Täuschen zu einer Kunstform erhoben hat?

Wie konnte es dazu kommen, dass es gefährlich ist und in manchen Ländern schon strafrechtliche Verfolgung nach sich zieht, wenn jemand die Auffassung vertritt, dass praktizierte Homosexualität (und alle anderen Abweichungen von der Heterosexualität)
– einen Gebrauch des Körpers darstellt, der seinem Design nicht entspricht (gesunder Menschenverstand),

Ja, wie konnte es dazu kommen? Jeder Schwule, jede Lesbe, zumindest die „praktizierenden“, wird der Kuby erklären können, dass das Design des menschlichen Körpers der homosexuellen Praxis nicht im Geringsten abträglich ist. Soviel gesunden Menschenverstand kann aber nur derjenige haben, der von Sex ein klein wenig Ahnung hat.

– eine Missachtung des Schöpfungsplanes Gottes ist (Lev 18,22; Lev 20,13; Röm 1; 1 Kor 6,9f) (Christen)

Ein Schöpfungsplan Gottes, der darauf zurückgreift, homosexuellen Verkehr mit dem Tode zu bestrafen (Lev 20,13), ist zutiefst widerlich und fordert von allen moralischen Menschen Widerstand gegen einen solchen Gott heraus. Das wäre die „ungläubige“ Position. Und gemäß der christlichen, kann man über soviel Borniertheit und theologischen Unverstand der Kuby nur den Kopf schütteln.

– dem kategorischen Imperativ Kants widerspricht: „Handle nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz werde.“ (Ethik)

Man sollte es nicht glauben, aber die Kuby ist noch ahnungsloser, als gedacht. Worin, bitte schön, läge denn das ethische Problem, wenn „praktizierende Homosexualität“ ein „allgemeines Gesetz“ wäre?

– ein erhebliches gesundheitliches und psychisches Risiko birgt (Sozialwissenschaft und Medizin)

Was natürlich ebenso Quatsch ist, wie alles andere, was die Kuby so vor sich hin labert.

– ihre Ursache in einer Störung der Geschlechtsidentität hat (Tiefenpsychologie)

Ein „Tatsache“, die allein in Kubys wirrem Geist besteht.

– von manchen Betroffenen die Blockierung heterosexueller Anziehung leidvoll erfahren wird (Aussagen Betroffener)

Was kein Wunder ist, wenn man sich bewusst macht, mit welchem Wust an Vorurteilen, Beleidigungen, Diskriminierung und Gewalt Homosexuellen tagtäglich zu kämpfen haben.

– veränderbar ist (empirische Erfahrung)

Eine Empirie, die ebensowenig existiert, wie der Verstand dieser Frau.

– eine politische Agenda ist, die keinen Beitrag zur Lösung der Zukunftsprobleme leistet, sondern diese vergrößert (demografische Krise)?

Dass Homosexualität eine politische Agenda ist, daran glauben neben fundamentalistischen Schwulenhassern, auch nur noch radikal queer bewegte Kreise, eine Minderheit unter den Schwulen – laut, nervig, aber ungefährlich. Und auch die Akzeptanz von Homosexualität ist weniger ein politisches als vielmehr ein gesellschaftliches Programm. Was nun die „demografische Krise“ angeht, so wäre die Kuby gut beraten, sich dafür an ihre heterosexuelen Kollegen zu wenden, denn es deren „göttlicher Auftrag“, fruchtbar zu sein und sich zu mehren. Dieses heterosexuelle Versagen uns Schwulen in die Schuhe  schieben zu wollen, ist eine Frechheit sondergleichen.

Doch zurück zu der eingangs von der Kuby gestellten Frage: Wie konnte es dazu kommen?

Wer fünfzig Jahre oder älter ist, ist Zeitzeuge der sexuellen Revolution, die 1968 begonnen hat und noch keineswegs an ihrem Ende ist. Speerspitze dieser Revolution sind die radikalfeministischen und homosexuellen NGOs, die entscheidenden Einfluss auf die UN und EU gewonnen haben.

Genau genommen hat die sexuelle Revolution mit dem Beginn der Etablierung liberaler Demokratien begonnen, welche das Recht des Einzelnen vor den Erfordernissen des Volkskollektivs gestellt hat.

Auf dem Wege der Gesetzgebung, durch die schulische Sexualerziehung und die ständige Überflutung mit sexuellen Bildern aller Art durch die Medien wurde die Auffassung durchgesetzt: Alles ist erlaubt, was Lust bereitet, nur eine Einschränkung soll es geben: Niemand darf zu etwas gezwungen werden, was er nicht will.

Man kann ja durchaus genüsslich über die „Sexualisierung“ der Gesellschaft lamentieren, aber was hat das mit der ethische Bewertung der Homosexualität zu tun?

Diese Auffassung der Sexualität zerstört das moralische Fundament der Familie. Die Familie wird aber im Grundgesetz aus gutem Grund unter „den besonderen Schutz der staatlichen Ordnung“ gestellt, denn die Zukunftsfähigkeit der Gesellschaft ist darauf angewiesen, dass die Sexualität Ausdruck treuer Liebe zwischen Mann und Frau und für die Zeugung von Kindern offen ist.

Und selbst wenn man diesen kulturpessimistischen Sermon zustimmt: Inwiefern beeinträchtigt Homosexualität den Ausdruck treuer Liebe zwischen Mann und Frau, nebst der Zeugung von Kindern? Oder noch konkreter: Inwiefern verhindert mein homosexuelles Liebesleben, die Zeugung von Nachwuchs durch meine heterosexuellen Nachbarn?

Die Änderung begann mit der Abschaffung des § 175 durch die Strafrechtsreform von 1969. In der Tat hat der zivile Staat in den Schlafzimmern nichts zu suchen und nicht darüber zu wachen, welche Beziehungen Erwachsene miteinander eingehen. Aus dem gleichen Grund geht es bei der „Organisation des gemeinsamen Zusammenlebens erwachsener Personen um Verhältnisse, die den Staat grundsätzlich nichts angehen.“

Man erinnere sich, dass nach Kubys Leseart, zwar der Staat nichts in den Schlafzimmern zu suchen haben möge – meine Güte, wie liberal! -, ein nach Blut verlangender Gott, und seine selbsternannten Stellvertreter, aber offensichtlich schon (Lev 20,13).

Mit der „Homo-Ehe“ privilegiert der Staat die nur selten dauerhaften Beziehungen Gleichgeschlechtlicher vor anderen nicht-ehelichen Beziehungen.

Und was will uns die Kuby jetzt damit sagen? Dass der Staat gefälligst auch alle anderen nichtehelichen Beziehungen zu privilegieren hat? Heterosexuelle Paare, die „privilegiert“ sein wollen, haben doch eine klar umrissene Möglichkeit: die Heirat. Gleichgeschlechtlichen Paaren, wird dies bis heute untersagt, da die Homo-Ehe nichts weiter ist als ein trauriger Abklatsch der Ehe, mit vielen Pflichten und wenig Rechten. Was nun die wenig dauerhaften Homo-Beziehungen betrifft, erwähne ich an dieser Stelle lediglich, dass die Hälfte aller Ehen in Deutschland geschieden wird. Sowas nennt sich dann wohl „dauerhafte Beziehung“. Auch damit haben wir Homos nun wirklich nichts zu tun.

Der Dammbruch für die kulturrevolutionäre „Umpolung“ der gesellschaftlichen Einstellung zur Homosexualität geschah 1973 durch die Entscheidung der American Psychiatric Association (APA), die Homosexualität von der Liste der psychischen Störungen zu streichen. Bis dahin galt Homosexualität allgemein als eine Störung der Geschlechtsidentität. Die Streichung war nicht das Ergebnis wissenschaftlicher Wahrheitsfindung, sondern sie geschah unter dem Druck der Gay Liberation Front, die innerhalb der APA aggressiv und manipulativ operierten.

Was natürlich Schwachsinn ist, denn der „aggressive“ und „manipulative“ Einfluss der Gay Liberation Front, war – wenn überhaupt – eine Reaktion auf Umpolungsversuche im Stile Mengeles an homosexuellen Probanden, die man mit Fug und Recht als Folter bezeichnen kann. Unter anderem kamen Elektroschocktherapien, Hirnmanipulationen und Hormonspritzen zum Einsatz. Die These Kubys, eine weltweit anerkannte Vereinigung von Psychatern hätte die Homosexualität nur auf Druck einer kleinen Minderheit aus der Liste psychischer Störungen gestrichen, und dass in einer noch zutiefst homophoben Zeit, ist mehr als aberwitzig.

Von da an konzentrierte sich die GLBT-Bewegung (gay, lesbian, bi, trans) auf die Hebel der Macht in der UNO und der EU. In Artikel 13 des Vertrages über die Europäische Union wurde zum ersten Mal in der Geschichte des internationalen Rechts das Prinzip der Anti-Diskriminierung auf der Basis der sexuellen Orientierung aufgenommen.

Damit wurde eine kritische Haltung zur Homosexualität, aus welchen Gründen auch immer, auf eine Ebene gestellt mit „Rassismus, Xenophobie und Antisemitismus“.

Und zwar mit Recht. Natürlich nicht für Kuby:

Dies ist eine propagandistische Verfälschung, denn bei Homosexualität geht es um eine ethische Bewertung von Verhalten, also welchen Gebrauch der Mensch von seiner Willensfreiheit im Bereich der Sexualität macht. Bei den anderen drei Haltungen geht es um die Diskriminierung von Menschen aufgrund eines Merkmals, das unveränderbar ist.

Diese Analyse ist aus drei Gründen kompletter Unsinn: Erstens ist Homosexualität nicht veränderbar. Zweitens ist es ebenso legitim, die Willensfreiheit im Bereich menschlicher Sexualität zu akzeptieren und als Recht zu schützen. Man nennt das individuelle Freiheit. Diese nämlich nicht anzuerkennen würde, drittens, bedeuten, auch die Religionsfreiheit zu schleifen, da Religion naturgemäß eben nicht unveränderbar ist und, folgt man der Ausführung Kubys, damit ebenfalls keinen entsprechenden Schutz genießen dürfte.

Neue, diffamierende Begriffe wurden geprägt und in Kanada, England und Skandinavien bereits zu Straftatbeständen erhoben: „Homophobie“ und „Hassrede“. Diese sollen nach dem häufig bekundeten Willen des Europäischen Parlaments „ausgemerzt“ und „äußerst effizient geahndet“ werden. (Siehe z. B. Entschließung des Europäischen Parlaments vom 16. 01. 2006) Der Präsident von Brasilien, Luiz Lula, nennt Homophobie „die perverseste Krankheit, die den menschlichen Geist je befallen hat.“ (LifeSiteNews, 09.06.2008)

Meiner Meinung nach, verdienen weder Homophobie noch Hassrede – abgesehen vom Aufruf zu Gewalttaten – einer justiziablen Bestrafung. „Ausgemerzt“ und „äußerst effizient geahndet“ gehören beide aber trotzdem, und zwar durch das Bekenntnis der Gesellschaft dass Homophobie, mag sie zwar legal sein, moralisch aber aufs äußerste verwerflich ist, als nicht hinnehmbar in einer menschlichen, zivilisierten Gesellschaft. Den Schwulenhasser hat der Bannfluch der Verachtung zu treffen.

Die Homosexuellenbewegung arbeitet mit begrifflicher Falschmünzerei.

Nun sind wir aber gespannt:

1. Der Begriff Homophobie unterstellt, dass bereits jede kritische und differenzierte Auseinandersetzung mit dem Thema Homosexualität auf einer neurotischen Angst vor Homosexuellen beruhe. Das ist falsch.

Es mag ja Spaß machen, Erbsen zu zählen, aber auch eine Leuchstoffbirne wie die Kuby sollte wissen, dass der Begriff „Homophobie“ kein klinischer Begriff ist, sondern eine Bedeutungserweiterung erfahren hat, die insofern definiert ist, Homosexuelle mit anderen Maßstäben als Heterosexuelle zu messen. Für Homos macht es schlicht und einfach keinen Unterschied ob man sie verachtet oder sich „kritisch“ und „differenziert“ mit ihnen ausenandersetzt. Beides beruht auf der selben ablehnenden Haltung.

2. Ebenso ist es falsch, wenn Gegnern der Homosexualisierung unserer Gesellschaft als Motiv Hass unterstellt wird und alle oben genannten Argumente als „Hassrede“ interpretiert werden. Der Begriff eignet sich zur Ausübung von Gesinnungsterror.

Das ist einerseits richtig, im Kontext aber vollkommener Blödsinn. Denn gegen die  „Homosexualisierung unserer Gesellschaft“ zu sein bedeutet – abgesehen davon, dass man einer verschwörungstheoretische Paranoia unterliegt-, im Grunde nichts anderes, als gegen Homosexuelle zu sein. Warum sonst diese Befürchtung?

Die Durchsetzung der „Homo-Ehe“ gelang mit einer weiteren Umformulierung der Grundrechte. Während in der „Europäischen Konvention der Menschenrechte“ in Art. 12 Männern und Frauen das Recht auf Ehe garantiert wird, ist in Art. 9 der „Charta der Grundrechte der Europäischen Union“ nicht mehr gesagt, wer ein „Recht auf Ehe und die Gründung einer Familie“ hat, „Männer und Frauen“ sind eliminiert.

Jo mei, das passiert schon mal, dass sich Gesetze einer Gesellschaft ändern, da diese eben nicht statisch ist, sondern sich weiterentwickelt. Wer darin ein Problem sieht, nur weil auf einmal auch Homos anerkannt werden, hat eben ein Problem. Wen juckt’s?

Ein weiterer Meilenstein war die UN-Weltfrauenkonferenz in Peking 1995. Dort erreichten die Radikalfeministinnen, in deren Hand der Kongress war, dass in den Dokumenten das Wort „sex“ (engl.: Geschlecht) zur Bezeichnung der Zweigeschlechtlichkeit durch das Wort „gender“ ersetzt wurde. Eine strategische Weichenstellung, denn die Gender-Ideologie behauptet, dass es so viele „Geschlechter“ wie sexuelle Präferenzen gebe und es ein Menschenrecht sei, sein Geschlecht zu wählen und seine sexuelle Orientierung.

Überlesen wir erneut den ganzen Quark, den die Kuby hier bezüglich der „Gender-Ideologie“ verzapft, und stellen uns einfach die Frage, was denn so schlimm daran wäre, sich sein Geschlecht oder seine sexuelle Orientierung wählen zu können.

Die Homosexuellenbewegung legitimiert ihren globalen Kampf gegen die Wertordnung fast aller religiös-kultureller Traditionen der Menschheit mit der Behauptung der Diskriminierung. Sind es Zeichen der Diskriminierung von einer Bevölkerungsgruppe, wenn diese große Paraden abhalten darf, Gesetze erlassen werden, welche die Gleichstellung erzwingen, wenn ihre hedonistische Auffassung über die Geschlechtlichkeit der nächsten Generation in den Pflichtfächern Sexual(isierungs)kunde und zeitgeistkonformer Ethik gelehrt wird?

Natürlich nicht. Daraus folgt jedoch nicht zwangsläufig

Wer in Wahrheit diskriminiert wird, sind nicht die Homosexuellen, sondern jene, die das sittliche Fundament erhalten wollen, auf dem allein die Gesellschaft, die Familie und das Christentum bestehen können.

Ähm, Frau Kuby, welches „sittliche Fundament“ meinen Sie denn genau? Leviticus 20, 13? Und von welcher Gesellschaft, welcher Familie und welchem  Christentum reden Sie hier eigentlich genau?

Sie werden mundtot gemacht und faktisch mit Berufsverbot belegt.

Was mir ein müdes Gähnen entlockt.

Therapeuten, die Klienten mit „ego-dystoner“ Homosexualität helfen, die tieferen Ursachen ihrer unerwünschten Neigung zu erkennen und zu überwinden, müssen dies im Verborgenen tun, weil ihnen sonst die Entziehung der Zulassung droht.

Was man nur hoffen kann.

Handfeste Sanktionen drohen Politikern, Medienschaffenden, Lehrern, Professoren und jedem anderen, der daran festhält, dass der Mensch als Mann und Frau geschaffen und zur ehelichen Einheit und Weitergabe des Lebens berufen ist.

Was natürlich Quatsch ist, denn „handfeste Sanktionen“ – was auch immer das konkret bedeutet – gibt es höchstens dann, wenn die eigene Meinung zur Zweigeschlechtlichkeit des Menschen, der Ehe und der Weitergabe des Lebens mit einer Verächtlichmachung homosexueller Menschen einhergeht. Und das ist dann auch gut so.

So fordert der AStA der Uni Köln die Absetzung der Philosophin Prof. Edith Düsing, weil sie die Erklärung „Für Freiheit und Selbstbestimmung“ unterzeichnet hat.

Es ist erfreulich zu sehen, dass wenigstens ein AStA in Deutschland für irgendetwas nütze ist.

Zum Kampf gegen den Marburger-Kongress hat sich ein Aktionsbündnis „Kein Raum für Sexismus, Homophobie und religiösen Fundamentalismus“, bestehend aus mittlerweile über 60 Gruppen formiert: alle Arten von Schwulen, Lesben, Queeren, Antifa-Gruppen, dazu eine Marburger DGB-Ortsgruppe, Grüne und – man staune – die Katholische Fachschaft der Universität Marburg.

Und auch den hierbei vertretenen Antifa-Gruppen kann man nur zu dem Entschluss beglückwünschen, endlich einmal etwas konstruktives zu tun.

Im Visier dieses Bündnisses sind auch Prof. Barbara Gerl-Falkovitz und Roland Werner, Leiter des Marburger „Christus Treffs“. Auf dem Flugblatt, mit dem das Aktionsbündnis zur Demonstration am Tag nach Kongressbeginn aufruft, geziert mit einem Totenkopf und zwei englischen Polizisten beim Zungenkuss, steht in schöner Offenheit: „Unser Protest richtet sich auch nicht nur gegen ein, zwei oder drei Workshops oder Referent_innen auf dem Kongress, sondern vielmehr gegen die homophobe und religiös-fundamentalistische Ausrichtung der evangelikalen Bewegung. Deshalb werden wir den Kongress verhindern.“

Und nun also doch, so kurz vor dem Ende, komme ich noch in die Verlegenheit, Frau Kuby zustimmen zu müssen, zumindest beinahe:

Damit wurde in der Nacht zum 11. Mai 2009 begonnen. Kongressgegner beschmierten Häuser, Schilder und Schaukästen evangelikaler Einrichtungen mit Parolen und beschädigten sie. Die CDU Fraktion im Marburger Stadtparlament widersetzt sich dem Angriff auf die freiheitlichen Grundrechte. Man kann nur hoffen, dass sich die Stadt Marburg, ihr Oberbürgermeister und der Rektor der Universität von der Mahnrede der Stadtverordneten Ani Röhrkohl (www.medrum.de, 17. 05. 2009) bewegen lassen, alles zu tun, um den totalitären Attacken der Homobewegung Einhalt zu gebieten.

Ist es in diesem Land nicht möglich, sich konstruktiv mit dem Blödsinn der Kuby und ihrer Kollegen auseinanderzusetzen, ohne dass man in typisch kindisch-zerstörerischen Aktionismus verfällt? Man muss  nicht Beschmieren und Beschädigen, um den menschenverachtenden Positionen von Kuby und Co Paroli zu bieten. Ihre Position ist lächerlich und steht auf tönernen Füßen. Ihrem Hass und ihrem Ekel sollte man nicht mit gleicher Münze begegenen, sondern diesem das entgegensetze, was wir zu bieten haben: Liebe.

8 Antworten zu “Der Ekel vor der Liebe”

  1. mnf83 20. Mai 2009 um 22:41 #

    Ich kann es nur sehr bewundern, wenn sich jemand derart ausführlich mit den Äußerungen von Gabriele Kuby auseinandersetzt. Das habe ich für mich auch schon versucht, bin aber zwischen Gender-Mainstreaming-Kritik, Harry-Potter-Verachtung und „Mein Weg zu Maria“ hängen geblieben. Allerdings ist es mir nie so leicht gefallen, Sinn und Unsinn in ihren Worten klar zu sortieren. Deshalb möchte ich Dir mit einigen Anmerkungen und Anfragen antworten, die trotz ihres möglicherweise allzu polemischen Tones nicht vergessen lassen sollten, dass ich sehr wohl der Meinung bin, dass Homosexualität eine vor den Menschen (und vor Gott) „rechtfertigungsfähige Lebensform“ ist, erst recht. Natürlich bin ich parteiisch, aber ich sehe gleichwohl nicht ein, warum meine Partnerschaft mit einem Mann moralisch verwerflicher oder sonstwie bedenklicher sein sollte, als die irgendeines Paares, das freiwillig und glücklich zusammenlebt. Wie dem auch sei, Folgendes:

    1. Wenn Gabriele Kuby meint, die „Homo-Ehe“ sei mittels einer weitreichenden Umformulierung der Grundrechte etabliert worden, dann täuscht sie sich offensichtlich. Jedenfalls ist das in Deutschland noch nicht angekommen. Warum sonst hätte man für die eine Gruppe ein neues Privileg (das der „eingetragenen Lebenspartnerschaft“) schaffen müssen, nur um der anderen Gruppe ihr Privileg (die „Ehe“) nicht zu nehmen? Statt jedes vorstellbare Modell menschlichen Zusammenlebens irgendwelchen besonderen rechtlichen Regelungen zu unterwerfen, wäre es möglicherweise einfacher, all diese Privilegierungen miteinander abzuschaffen, und aus der Ehe das zu machen, was sie eigentlich sein sollte: das Bekenntnis zweier Menschen, in Liebe und Vertrauen zusammenleben zu wollen, und nicht etwa die Hoffnung auf Steuervorteile oder die Rührung des Herzens durch das standesamtliche Säkularsakrament vor dem Ersatzgott Staat.

    2. Zu Kant: Das hängt natürlich von der Maxime ab: „praktizierende Homosexualität“ kann natürlich kein „allgemeines Gesetz“ sein, wenn das bedeutet, dass alle Menschen Homosexualität praktizieren sollten (im moralischen Sinn). Aber das fordert ja auch niemand. Ansonsten halte ich es für moralisch verwerflich, wenn Menschen gegen ihren Willen zu etwas gezwungen, missbraucht oder ihnen Schaden zugefügt wird – aber das betrifft Homosexualität nicht mehr oder weniger als auch Heterosexualität und jedes menschliche Verhalten.

    3. Wie kommst Du auf die Idee, dass Homosexualität „nicht veränderbar“ sei, behauptest aber gleichzeitig von der Religion, dass sie „naturgemäß eben nicht unveränderbar“ ist? Vielleicht ist es Begriffsklauberei, aber ich halte es nicht für besonders sinnvoll, von einem Mann, der sich erst homosexuell, dann aber heterosexuell verhält, zu sagen, er sei zunächst ja gar nicht homosexuell gewesen. Was denn sonst? Es mag sein, dass mir hierfür eine kohärente Definition des Begriffs „Homosexualität“ fehlt, aber ich habe auch nicht den Eindruck, dass es eine gibt. – Was andererseits die Religion betrifft: Viele religiöse Menschen würden abstreiten, dass sie ihre Religion in irgendeinem Sinne gewählt haben oder frei über sie verfügen konnten, weil sie ihren Glauben als Geschenk erfahren und interpretieren. Wir können also sowohl bei Religion als auch bei Sexualität sozusagen von außen herangehen und menschliches Verhalten beschreiben – was grundsätzlich veränderbar ist -, oder wir versuchen sozusagen von innen heraus das Selbstverständnis von Menschen nachzuvollziehen – dabei können die kuriosesten Dinge herauskommen. Die biologistische These aber halte ich in beiden Fällen für unzureichend.

    4. Findest Du es nicht widersprüchlich, erst zu behaupten, Homosexualität sei „nicht veränderbar“, weiter unten aber die rhetorische Frage zu stellen, „was denn so schlimm daran wäre, sich sein Geschlecht oder seine sexuelle Orientierung wählen zu können“? Falls das zweite zutreffen sollte, wäre das erste ja unhaltbar. Ich halte das, was Frau Kuby „Gender-Ideologie“ nennt, übrigens keineswegs für einen völlig unproblematischen oder gar lächerlichen Gegenstand ihrer Kritik, sondern vielmehr in vielerlei Hinsicht für schlich falsch – und für eine Folge politischer Einflussnahme auf wissenschaftliche Erkenntnis.

    5. Ich halte es für absurd, zu sagen, man könne Homosexualität „heilen“. Ich halte es aber auch für absurd, Homosexualität sei in jedem Fall ein sozusagen unveränderlicher Persönlichkeitszustand. Das ist sie generell natürlich nicht (um es mit dem Kubyschen Pleonasmus zu sagen: empirische Erfahrung). Ich kann nicht behaupten, dass ich mich in der Sphäre der Ex-Gay-Aktivisten, der Homosexualitäts-Therapeuten und der Marburger Kongressteilnehmer auskenne. Ich kann allerdings sagen, dass ich es für bedenklich hielte, wenn man anderen Menschen vorschreiben wollen würde, welche Sexualität sie zu leben haben. Und wenn manche Menschen das Bedürfnis haben sollten, heterosexuell leben zu wollen, obwohl sie das bisher nicht getan haben, dann sollten sie das selbstverständlich auch tun können.

    6. Auch als homosexuell lebender Mensch finde ich es eigenartig, wenn man sich in einer Gesellschaft nicht kritisch zu bestimmten Zusammenhängen äußern darf, ohne dafür scheel angesehen, politisch mundtot gestellt oder öffentlich diffamiert zu werden. Ich bin ja ganz Deiner Meinung, wenn Du zwischen gesellschaftlicher Ablehnung und juridischer Verfolgung einer bestimmten Äußerung oder eines bestimmten Verhaltens unterscheidest. Aber es gibt angemessene und unangemessene Formen gesellschaftlicher Ablehnung: Ablehnung etwa, die auf Lüge, Irrtum und öffentlicher Falschwidergabe eigener Äußerungen beruht, kann ich in keinem Fall gutheißen (womit ich mich übrigens nicht in erster Linie auf Frau Kuby beziehe). Und es macht einen gewaltigen Unterschied, ob man den Holocaust leugnet oder etwa die Verstaatlichung des Erziehung ablehnt.

    7. Was verstehst Du unter einer „konstruktiven“ Auseinandersetzung „mit dem Blödsinn der Kuby“? Was soll „konstruktiv“ in diesem Zusammenhang überhaupt bedeuten? Man muss nicht Beschmieren und Beschädigen, um den Positionen von Kuby oder irgendwelchen selbsternannten Homosexualitäts-Therapeuten Paroli zu bieten. Nein: Man kann konstruktive Blog-Beiträge darüber verfassen oder man kann sie zu wissenschaftlichen Tagungen einladen und dort darüber diskutieren, sie Stück für Stück auseinandernehmen und am Ende wieder zusammensetzen. Auch wenn das Horn, in das Frau Kuby bläst, leicht abgenutzt aussehen mag, hat es immer noch seine Berechtigung: Zwischen Freiheit und totalitärer Versuchen liegt oft nur ein schmaler Grad.

    8. Schließlich scheint es mir ungewollt ironisch, wenn Du schreibst, dass man Frau Kuby „nicht mit gleicher Münze“ von Hass und Ekel begegnen sollte, sondern mit dem, „was wir zu bieten haben: Liebe.“ Das erinnert mich arg an die so beliebte Selbstvergewisserung der katholischen Kirche, ihren Gegnern und den Haltungen, die sie ablehnt, nicht mit Ablehnung und Ähnlichem begegnen zu wollen, sondern mit dem, was sie zu bieten habe, nämlich: Liebe. Bekanntlich liegen Anspruch und Wirklichkeit oft weit auseinander. Falls Du der Meinung bist, dass Frau Kuby nur eine arme Irre ist, dann weiß ich nicht, warum Du Dich so ausführlich mit ihr auseinandersetzt. Falls Du aber der Meinung bist, dass auch eine arme Irre eine konstruktive Auseinandersetzung verdient hat, sollte es Dir dann nicht zu denken geben, wenn Frau Kuby Dir mit denselben Worten entgegnen könnte, die Du ihr entgegenhältst: Ekel vor der Liebe?

  2. Steven 20. Mai 2009 um 23:00 #

    Die Empörung Kubys über die Sachbeschädigungen zeigt allerdings auch, dass ihr Sachen wichtiger sind als (schwule) Menschen, denn die muss man ihrer Theorie nach ohne weiteres beschädigen dürfen.

  3. Adrian 21. Mai 2009 um 09:54 #

    @ mnf43
    Ich werde noch ausführlich auf Deine Fragen und Bemerkungen eingehen, wenn ich wieder etwas Luft habe, d.h. der Feiertag rum ist 😉

  4. Adrian 22. Mai 2009 um 11:06 #

    @ mnf43

    zu 2.)

    „praktizierende Homosexualität” kann natürlich kein “allgemeines Gesetz” sein, wenn das bedeutet, dass alle Menschen Homosexualität praktizieren sollten

    Das soll es aber nicht bedeuten. Es bedeutet, dass alle Menschen Hmosexualität praktizieren könnten.

    zu 3.)

    Ich spreche von dem Versuch der Veränderung von außen. Das es Menschen gibt, die heute so, morgen so empfinden widerspricht dieser definierten „Unveränderbarkeit“ nicht.

    Die Definition der Homosexualität lautet wie folgt:
    „eine sexuelle Orientierung, bei der Liebe, Romantik und sexuelles Begehren ausschließlich oder vorwiegend für Personen des eigenen Geschlechts empfunden werden.“ (Wikipedia)

    Es geht also nicht um Verhalten, sondern um Empfindungen. Ein homosexuell empfindener Mensch ist homosexuell, auch wenn er aus gesellschaftlichem oder religiösem Druck nur mit Frauen Beziehungen eingeht.

    Zur Religion: Auch Menschen, die von klein auf mit Religion groß geworden sind, entscheiden iregndwann willentlich, ob und wieviel sie von religiösen Werten, Geboten etc. für sich annehmen oder ablehnen.

    Religiös ist man, wenn man an bestimmte Dinge glaubt und diese für gut befindet. Homosexuell empfinden homosexuelle Menschen aber auch dann, wenn sie dies nicht für gut befinden. Sie können nicht einfach wechseln.

    zu 4.)

    Findest Du es nicht widersprüchlich, erst zu behaupten, Homosexualität sei “nicht veränderbar”, weiter unten aber die rhetorische Frage zu stellen, “was denn so schlimm daran wäre, sich sein Geschlecht oder seine sexuelle Orientierung wählen zu können”?

    Nein. Das erste ist eine Zustandsbeschreibung, das zweite eine moralische Frage. Beide haben miteinander nichts zu tun.

    Falls das zweite zutreffen sollte, wäre das erste ja unhaltbar.

    Ja, aber es ist nun mal nicht so, das zweites zutrifft. Und der Kernpunkt liegt sowieso ganz woanders: Eine Flexibilität im Geschlecht und in der sexuellen Orientierung sagt noch nicht über die moralische Anschauung von Geschlecht und sexueller Orientierung aus.

    Kuby meint, Homosexualität sei schlecht und müsse deshalb verändert werden. Ich sage, sie kann nicht verändert werden, aber selbst wenn, würde das nicht bedeuten, dass Homosexualität schlecht ist.

    zu 5.)

    Und wenn manche Menschen das Bedürfnis haben sollten, heterosexuell leben zu wollen, obwohl sie das bisher nicht getan haben, dann sollten sie das selbstverständlich auch tun können.

    Von mir aus. Aber darum geht es ja nicht. Es ist ja nicht so, dass die Ex-Homosexuellen von heute auf morgen hetero werden. Heterosexuell zu leben und es zu sein, sind zwei verschiedene Dinge. Das eine beschreibt Akte, das andere Empfindungen.
    Die Veränderung einer sexuellen Empfindung durch bewusste Prozesse von außen, das was Kuby und Co propagieren, ist empirisch Nonsens.

    Außerdem geht es den Ex-Gay-Aktivisten nicht darum, dass ehemals homosexuell lebende Menschen nun ihre Heterosexualittä ausleben können. Es geht ihn um eine Verächtlichungmachung der Homosexualität. Jeder selbsternannte Ex-Gay hat noch nie einfach sein „neues Leben“ gelebt. Sondern sein Ziel war es immer, moralischen Druck auf alle Homos auszuüben, um sie davon zu überzeugen, dass Homosexualität schlecht ist. Denn darum geht ist. Die „Veränderbarkeit“ von Homosexualität dient nicht der Selbstbestimmung, sondern der moralischen Diskreditierung anders lebender (der Homosexuellen).

    zu 7.)

    Was verstehst Du unter einer “konstruktiven” Auseinandersetzung “mit dem Blödsinn der Kuby”? Was soll “konstruktiv” in diesem Zusammenhang überhaupt bedeuten?

    Ich versteh darunter weder Beschädigungen, noch Beschmierungen und auch keine diffusen „Smash Homophobia“-Plakate, Dingene also, die nur den Eindruck erwecken, den Schwulen geht es um ein politisches Prinzip und nicht um Argumenten oder einem berechtigten Anliegen.

    zu 8.)

    Schließlich scheint es mir ungewollt ironisch, wenn Du schreibst, dass man Frau Kuby “nicht mit gleicher Münze” von Hass und Ekel begegnen sollte, sondern mit dem, “was wir zu bieten haben: Liebe.”

    Nur weil das mit der Liebe eine vorgeblich katholische Position ist, muss sie nicht schlecht sein. Es ging mir in diesem Zusammenhang auch um die Ablehnung von Gewalt und darum zu zeigen wofür wie einstehen. Nicht für Politik sondern unser Leben.

    Falls Du der Meinung bist, dass Frau Kuby nur eine arme Irre ist, dann weiß ich nicht, warum Du Dich so ausführlich mit ihr auseinandersetzt.

    Ich glaube in der Tat, dass die Kuby eine arme Irre ist. Aber arme Irre werden gehört. Was sie sagt, hat Folgen. Deshalb setzte ich mich mit ihr auseinander.

    sollte es Dir dann nicht zu denken geben, wenn Frau Kuby Dir mit denselben Worten entgegnen könnte, die Du ihr entgegenhältst: Ekel vor der Liebe?

    Sollte es? Wieso? Ich bin nicht derjenige, der propagiert, Heterosexualität und ihr Glauben, müssten aus der Welt verschwinden. Ich weiß nicht, wo Frau Kuby für die Liebe eintritt.

  5. Leon 28. Mai 2009 um 19:31 #

    ich selber empfinde genauso. aber vielleicht hängt der ekel einfach nur mit damit zusammen, dass homosexualität befremdlich auf nicht homosexuelle wirkt. wie vieles wird diese sexuelle orientierung it vorurteilen verunreinigt.

  6. Luther 17. Juli 2009 um 03:06 #

    Da ich selbst ein geläuterter ehemaliger Atheist, ehemaliger sexuell Libertärer, ehemaliger Wissenschaftsgläubiger und Sehemaliger piegelleser bin, ist mir einigermaßen eingängig, dass Menschen, die völlig vom Kultus des Hedonismus eingenommen sind und im Weltanschaulichen kulturrelativistischen Positionen anhängen, scharfsinnigen und konsequent denkenden Menschen wie Frau Kuby feindselig gegenüberstehen.
    Im Grunde ist es ja ganz einfach: wenn ich dem Evangelium und der Lehre der Kirche Glauben schenke, kurz: ein Christ bin, dann kann kann ich gar nicht anders handeln, denken und schreiben als Frau Kuby.
    Ich kann aber auch mein eigener Maßstab sein: dann ist fast jedes Denken, Handeln, Schreiben in meinem eigenen Belieben. Das ist logisch, denn einen absoluten normativen Maßstab gibt es dann ja nicht, außer dem einen: man darf nicht sagen, dass es in der Tat solche absoluten Maßstäbe gibt, wie etwa Frau Kuby das tut. Solche Menschen müssen – im Gegensatz zu Bondage-Jüngern, Gender-Ideologen, Queer-Apologeten, Homo-Lobbyisten und anderen Vertretern moderner weltanschaulicher Angebote natürlich mundtot gemacht werden.
    In einem hat die Gender-Forschung aber recht: Geschlechtsidentität ist nicht determiniert, sondern gesellschaftlich konstruiert, eine in der Tat wertvolle Erkenntnis. Der ganze Streit um Frau Kuby ist nämlich nicht in der Empörung um eine scheinbar wissenschaftsunkundige, fundamentalistische, persönlich frustrierte und radikalisierte ehemalige Alt-68erin zu fassen (es wird ja fast so getan, als sei Frau Kuby ein weibliches Pendant zu Horst Mahler); sondern als essentielle Grundsatz-
    entscheidung zu begreifen: entweder ich folge dem Reich Gottes, oder ich folge der „Welt“.
    Ich bin schon mal auf die erste Strafanzeige gegen diese freie Meinungsäußerung gefasst.

  7. sarahblogging 27. Dezember 2009 um 15:18 #

    > In einem hat die Gender-Forschung aber recht: Geschlechtsidentität ist nicht determiniert, sondern gesellschaftlich konstruiert

    Das ist ebenso falsch. Geschlechtsidentität ist kein Teil von Gender (Geschlechtsrolle) und ist angeboren.

Trackbacks/Pingbacks

  1. Gabriele Kubys geistige Schmierereien « Steven Milverton - 21. Mai 2009

    […] Der Ekel vor der Liebe auf GayWest […]

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.

%d Bloggern gefällt das: