Humboldts sexuelle Konstitution

5 Jun

Bayernkönig Ludwig II. wurde, zum Entsetzen stolzer Heteros, bereits als schwul geoutet. Droht ein ähnliches Schicksal jetzt dem großen preußischen Forscher Alexander von Humboldt?

Zum 150. Todestag des berühmteren der beiden Brüder ist nun eine Doppelbiografie erschienen, die allen empfohlen sei, die sich von den Witzchen Daniel Kehlmanns ihre Humboldt-Verehrung nicht kleinreden lassen wollen. Der Kant-Biograf Manfred Geier gibt darin Basisinformationen zu Wirken und Schreiben und konzentriert sich im Weiteren auf die Polarität der Charaktere und Lebensläufe. Die Homosexualität Alexanders wird dabei zum ersten Mal unverblümt, jedoch frei von allem Enthüllungseifer beschrieben, die sexuelle Konstitution der Brüder so dezent wie lehrreich in den Zusammenhang der jeweiligen Lebens-, Schreib- und Forschungsweise gestellt.

„Sexuelle Konstitution“? Nun ja, die Vielfalt der Wortspielereien ist wahrlich groß. Und dass Humboldt womöglich schwul war, ist in rosa Kreisen ja schon lange mehr als ein Gerücht; zumal es ja kein Zufall sein kann, dass stolze homosexuelle Pinguine nach dem Forscher benannt wurden.

Doch wie wird die heterosexuelle Welt auf das Outing von Alexander reagieren? Wird sie der Homo-Lobby erneut den Krieg erklären? Man darf gespannt sein.

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