Im Wallis geht der Homo um

1 Jul

Das Schweizer Gesundheitswesen gehört mit zu den besten der Welt. Es ist so gut, dass man dort sogar Heilmittel für Dinge kennt, die gar keine Krankheiten sind. So berichtet der im Kanton Wallis beheimatete Jungkatholik „Etienne“ über das schweres Leiden seiner frühen Jugendjahre und der anschließenden Genesung:

„Als ich 13 war, erfasste mich eine schreckliche Krankheit: die Homosexualität. Doch Gott befreite mich vom Dämon“

Natürlich, das kann man von einem allmächtigen Gott ja wohl erwarten. Alles andere wäre ja auch zu enttäuschend. Angesichts dieser göttlichen Vollzugsmeldung könnte „Etienne“ im Verein mit dem SVP-Jungkameraden Grégory Logean, Gott ja mal darum bitten, der Schweizer Bevölkerung eine etwas höhere Fruchtbarkeitsrate zu bescheren. Die liegt in der Eidgenossenschaft nämlich offensichtlich so niedrig, dass man befürchtet, bald von islamischen Babies überkrabbelt zu werden:

In einem Communiqué geisselt [Grégory Logean] gleichgeschlechtliche Lebensweise als «abnormales Verhalten». Und er warnt: «Eine Gesellschaft, die keine Nachkommen produziert, wird durch ein anderes Volk ersetzt.» SVP-Nationalrat Oskar Freysinger – ebenfalls Walliser – unterstützt seinen Schützling: «Wir werden von den geburtenstarken islamischen Ländern in die Enge getrieben». Um diesen Prozess aufzuhalten, fordert Logean, «Homosexualität an den Schulen nicht länger zu banalisieren».

Es ist immer wieder erstaunlich, dass einer Handvoll Homos die Verantwortung dafür in die Schuhe geschoben wird, dass Heteros nicht in der Lage sind ordentlich zu pimpern. Nehmen wir nur Logean: Zwar bin ich mit seinen Familienverhältnissen nicht sonderlich vertraut, doch kann man getrost davon ausgehen, dass auch er in seinem jungen Leben schon mehr Ejakulationen als Vaterschaften hinter sich hat. Für Oscar Freysinger dürfte das gleiche gelten. Wie viele Schweizer der Schweiz durch diese sinnlosen Entsamungen entgangen sind, lässt sich gar nicht abschätzen.

Spaß beiseite. Was die heterosexuellen Narzissten einfach nicht zu kapieren scheinen ist die Tatsache, dass, wenn man die Geburtenrate ankurbeln will, man das Augenmerk besser auf diejenigen richten sollte, die tatsächlich Spaß daran haben, penil-vaginal zu verkehren. Anstatt sich also an den Homo auszulassen, sollte Monsieur Logean aus seiner Höhle hervorgekrochen kommen, sich mehrere Weiber suchen, ihnen mit der Keule eins überbraten und anschließend kleine Schweizer Volksgenossen produzieren. Sollte er dieses Projekt nicht schnellstmöglich in Angriff nehmen, sehe ich schwarz für die Zukunft einer christlich-völkischen Schweiz. Denn sowohl der Islam, als auch die schwulen Rekrutierer – sie schlafen nicht…

2 Antworten zu “Im Wallis geht der Homo um”

  1. martin783 1. Juli 2009 um 18:38 #

    Schön das Etienne mit sich zufrieden ist, bedauerlich dass er Gott dafür verantwortlich macht. Aber der wehrt sich eben zu wenig. Im Übrigen scheint es kein Zufall zu sein, dass die Piusbruderschaft im welschen Wallis residiert. Oder etwa doch?
    Früher haben die Homos als verkappte Heteros noch mehr oder weniger fleißig penil-vaginal mitgepimert. Dementsprechend müsste es in der Schweiz jetzt nur so von Homosexuellen wimmeln, bei den Geburtenraten! Wie wäre es übrigens mit einem verbesserten Adoptionsrecht für Homosexuelle? Das könnte auch zur Hebung der Kinderzahl beitragen…
    Wenn Herr Logean so katholisch wäre, wie er tut, dann hat er natürlich noch keinen Samen verschwendet. Um Himmels Willen! Vermutlich geht es ihm aber mehr um Wählerstimmen als um die reine Lehre, denn zur Ehrenrettung des schönen Wallis sollte man bemerken: Dort ist man zwar ziemlich katholisch, SVP hat man aber trotzdem (oder gerade deshalb) nicht gewählt – bisher jedenfalls.

  2. Thomas 8. Juni 2010 um 23:21 #

    Herr Logean und Herr Freysinger würden gut zu ihren fundamentalistischen Kollegen aus dem muslimischen Lager passen. Aber eigentlich müssten die Herren gemäss ihrer Argumentation immerhin das Adoptionsrecht für Homosexuelle unterstützen. Ansonsten kann man beiden nur eine Therapie empfehlen, denn Homophobie ist eine schlimme Krankheit, die in Gewalt ausarten kann…

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