Zwischen Beirut und Istanbul

20 Jul

Ein ziemlich interessantes Interview der „Jungle World“ mit Ali Erol, von der Schwulen- und Lesbenorga­nisation Kaos GL aus Ankara, Türkei, und ­Joelle, von der Gruppe Meem, einer Organisation „nicht-heterosexueller“ Frauen aus Beirut, Libanon:

Wir sind keine Opfer. Mit der Frage der Sichtbarkeit müssen wir allerdings vorsichtig umgehen. Denn sichtbar zu sein, bedeutet auch, verletzlich zu sein. Wir müssen uns zuerst in unseren Strukturen stärken und dafür sorgen, dass wir uns schützen können. Was den CSD angeht und die Frage, ob er mehr eine Party oder eine politische Demonstration ist, kann ich nur sagen: Wenn wir einen hätten, wäre er politischer. Wir dürfen nicht dieselben Stereotypen verbreiten, die in der heterosexuellen Mehrheitsgesellschaft gelten, wonach Homosexuelle immer mit Sex und Exzess in Verbindung gebracht werden. Und um ­Toleranz im Sinne von »geduldet werden« soll es beim CSD nicht gehen.

Eine Antwort zu “Zwischen Beirut und Istanbul”

  1. Arno 21. Juli 2009 um 15:21 #

    Dass im Libanon der Verfolgungsdruck offenbar sehr groß zu sein scheint sieht man unter anderem daran, dass Fady Maalouf verzweifelt versucht, seine Homosexualität unter der Decke zu halten.

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