Wie man es tut, ohne spirituell Schaden zu nehmen

30 Aug

Neues aus Absurdistan:

In manchen Ländern fördert auch die Gesellschaft die Vorstellung, ein promiskuitives Leben mit vielen Sexualpartnern sei völlig normal.

Whow, das nennt man differenziert! Wie das die Gesellschaft wohl macht?

Sie veranstaltet hin und wieder Sexualkundeunterricht für Kinder, in denen diese Ansicht vertreten wird.

Aber damit nicht genug:

In so manchen Sexualkundekursen in der Schule (…) wird behauptet, die Heterosexualität sei nicht die einzige Wahl.

Nun, dem müßte man natürlich widersprechen. Aber vermutlich existieren solche Kurse gar nicht. Schließlich unterliegt die sexuelle Orientierung nicht der freien Wahl.

Kürzlich lasen wir während eines Besuches in den Niederlanden von einer Fernsehsendung, in der ein Junge und ein Mädchen masturbierten und den Jugendlichen empfahlen, lieber sich selbst zu befriedigen als durch Sexualverkehr eine HIV-Infektion zu riskieren. Dabei zeigten sie ihnen, wie das zu tun sei!

Während sie masturbierten, zeigten sie, wie das zu tun sei! Puh, das muss man erst mal schaffen…

In den USA hörte ich von einem Programm, in dem Sexualkundelehrer jungen Menschen empfahlen, sie sollten Oralsex praktizieren, um eine HIV-Infektion und Geschlechtskrankheiten zu vermeiden!

Nun, es gäbe da noch andere Möglichkeiten, sich zu schützen. Aber darauf will der Autor sicherlich nicht hinaus. Vielmehr gibt er merkwürdige Wahrheiten zum Besten. Wenn man den Windungen korrekt gefolgt ist, ist er offenbar davon überzeugt, dass Homosexualität, Masturbation und Oralverkehr Jugendlichen

nicht nur körperlich und mental, sondern auch spirituell schaden kann.

Besonders angetan hat es dem Autor, wie so oft, die Homosexualität. Er beginnt mit dem Märchen von der Förderung der Homosexualität, womit er die Entdiskriminierung meint, fährt fort mit dem Recht auf

Widerstand gegen Homosexualität

und ist ferner der Ansicht, Diskriminierung dürfe nicht als solche benannt werden, damit sie weiterhin möglichst ungestört praktiziert werden kann. Schließlich ist er überzeugt davon, dass Gott mit der Homosexualität einen Fehler gemacht hat, weil er und seinesgleichen Homosexualität ablehnen. Andererseits ist er der Ansicht, dass Diskriminierung zutiefst unchristlich ist. Wie praktisch, wenn man zuvor die existierende Diskriminierung durch sprachliche Tricks eskamortiert hat:

Gleichzeitig darf nie vergessen werden, dass es ebenso zutiefst christlich ist, andere niemals aus irgendeinem Grund zu diskriminieren. Es ist zutiefst christlich, andere niemals zu richten oder zu verurteilen.

Doch was, bitte schön, macht dieser Mann anderes als richten und verurteilen?

Und dann schreibt er einen Satz, von dem man sich wünscht, dass er selbst ihn zu allererst berücksichtigt:

Es ist zutiefst christlich zu erwarten, dass auch ihr das Recht habt, respektiert und gleich behandelt zu werden.

Tja, wie wär’s, Alan Ames, wenn Sie jetzt damit anfingen?

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