Antisemitismus und Homophobie

15 Sep

Beim 9. Kongress „Freude am Glauben“ des „Forums Deutscher Katholiken e.V.“ kam einiges an Brechmitteln zusammen. Auf einem Podium unter dem Motto

Wo Christen zusammenstehen müssen

trafen sich u.a. der Bundestagsabgeordnete Norbert Geis (CSU), Hartmut Steeb, Generalsekretär der Deutschen Evangelischen Allianz sowie der protestantische Religionspädagoge Andreas Späth. Letzterer gab zu Protokoll:

Christen dürften nicht als Antisemiten und Rassisten bezeichnet werden, nur weil sie Homosexualität nicht für gottgegeben erachten.

Keine Frage, der Mann hat Recht. Allerdings entspricht der Erkenntnisgewinn seiner Aussage ungefähr dem der Aussage, der Boden werde nass, wenn es regne. Und auch die weiteren Ausführungen Späths sind nicht gerade originell:

Es müsse zudem erlaubt sein, auch Dinge zu sagen, die gegen den heutigen gesellschaftlichen Zeitgeist verstoßen würden. Meinungsfreiheit gelte auch für die Christen.

Wer hätte das je bestritten? Aus dem üblichen Jammerrahmen fiel – allerdings unfreiwillig – lediglich Steeb, der verkündete:

Die Christen müssten sich gegenseitig in brüderlicher Liebe zurechtweisen, wenn Positionen vertreten würden, die mit dem Christentum nichts zu tun hätten.

Jetzt müßten Steeb und Konsorten nur noch meine Beiträge lesen und ihr Herz nicht länger verhärten, dann fänden auch sie vielleicht noch auf den rechten Weg zurück.

2 Antworten zu “Antisemitismus und Homophobie”

  1. Carl 15. September 2009 um 13:35 #

    In Deutschland ist doch u.a. üblich solche Schmierenkommödianten mit dem BVK zu ehren.
    Siehe Felicia Langer.
    Außerdem wäre es eine Bereicherung der Antisemitin einen Rassisten und Homophoben zur Seite zu stellen.
    Es gäbe wohl ein harmonisches Bild über die Befindlichkeit unserer Gesellschaft.

    Apropos…“brüderliche Liebe“?!

    …und immer schön tolerant sein, liebe Christen.
    Dafür lieben wir euch schließlich ebenso sehr.
    Für das ewige ich hab ja nix gegen Schwule, ABER……

  2. Yadgar 22. November 2011 um 02:18 #

    Ich frage mich, was Hartmut Steeb beim Forum Deutscher Katholiken zu suchen hat – ist für Evangelikale die katholische Kirche neuerdings nicht mehr die „okkulte Hure Babylon“? Oder gilt das nicht für Mainstream-Evangelikale, sondern nur für den lunatic fringe aus dem Internet?

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