Warum die Homo-Ehe in den Sozialismus führt

26 Sept

Meine Güte, King, Sie haben wohl gar nichts verstanden:

Der Republikaner Steve King erklärte in einem Interview, dass er die Öffnung der Ehe für Schwule und Lesben ablehne, weil das eine sozialistische Idee sei.

Um mal ganz weit auszuholen, nein, olle Karl und Friedrich waren nicht so warme Brüder. Ganz im Gegenteil schrieb Engels an Marx:

Das ist ja ein ganz kurioser Urning, den Du mir da geschickt hast. Das sind ja äußerst widernatürliche Enthüllungen.

Mehr noch, die sozialistischen Granden hatten ganz privat Angst um ihren Arsch:

Es ist nur ein Glück, daß wir persönlich zu alt sind, als daß wir noch beim Sieg dieser Partei fürchten müssen, den Siegern körperlich Tribut zahlen zu müssen. Aber die junge Generation!

Und jetzt, Stevie, glaubst Du echt, dass solche Jugendschützer die Homo-Ehe als ersten Schritt auf dem Weg in den Sozialismus wollen?

King erklärte gegenüber einem christlichen Radiosender, dass bei einer Legalisierung der Homo-Ehe alle Schranken fallen würden, etwa das Inzest-Verbot. Dies werde von bestimmten Gruppen gefördert, die Amerika in ein sozialistisches Land verwandeln wollen.

Sorry, aber das habe ich noch nie gehört, dass die Homo-Ehe das erste Ziel auf dem Weg sei, das Inzest-Verbot zu Fall zu bringen. Aber, wie man weiß, sind Schwule gerissen und sagt die Rosa Nostra niemals frei heraus, was sie will. Deshalb braucht es aufrechte Paranoiker Kämpfer wie King, auch wenn ihnen im Laufe der Argumentation einiges arg durcheinander gerät:

Erst wenn die Ehe durch Homosexuelle zerstört sei, könnten Aktivisten den freien Markt vernichten, glaubt der 60-Jährige:

Denn sind Inzest-Verbot und freier Markt nicht identisch? Nein, sind sie nicht? Mist, ist die Welt kompliziert.

Am Ende gibt es einen Kampf für eine sozialistische Gesellschaft, in der die Grundlagen der individuellen Rechte und Freiheiten untergraben werden.

Puh, das wird aber jetzt sehr anspruchsvoll. Der Kampf für das Recht eines Individuums, nämlich einen Angehörigen des von ihm bevorzugten Geschlechts zu ehelichen, soll auf Dauer in den Sozialismus führen? Wie das? King weiß die Antwort:

Alle müssen in Planwirtschaft von Ressourcen aus einer Quelle leben

– alle mit allen vögeln? Alle mit demselben? Hier wird King ein wenig unklar. Aber wir wissen jetzt, was dorthin führt:

Einer der Wege, dieses Ziel zu erreichen, ist die Öffnung der Ehe.

Und so, der Mann muß einfach irgendwo eine Ausbildung in dialektischer Weltanschauung bekommen haben, führt die Öffnung eines Instituts zu seiner Vernichtung:

Wenn die Ehe vernichtet ist, erreichen sie ihr Ziel.

Quo errat demonstrator:

Die Homo-Ehe trage damit zur Gleichmacherei und zum Ende des Individualismus in den Vereinigten Staaten bei. Sie sei daher nicht nur eine „radikale soziale Idee“, sondern ein „sozialistisches Konzept“.

Es hat sich schon mal jemand mehr Mühe gegeben, Unsinn beweisen zu wollen.

Eine Antwort zu “Warum die Homo-Ehe in den Sozialismus führt”

  1. Adrian 25. September 2009 um 21:30 #

    Die Gleichberechtigung der Schwarzen hat die USA schließlich auch in den Sozialismus geführt…

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