Rosa Nächte in St. Petersburg

26 Okt

Im dümmsten Land der entwickelten Welt leben Schwule tatsächlich noch anders als die anderen:

Das erste russische Schwulen-Filmfestival „Bok o bok“ („Seite an Seite“) findet diese Woche in St. Petersburg statt. Aber nur eine geringe Zahl von Leuten ist in das Geheimnis eingeweiht, wo und wann die Filme gezeigt werden.

Es gibt keine Werbung, keine Plakate, kein Zeitplan. Ort sind kleine Kinosäle von ausländischen Kulturzentren und Konsulaten – von Dänemark, Großbritannien, Deutschland und anderen Ländern, die tolerante Gesetze haben. „Wir haben wichtige Gründe für die Geheimnistuerei“, sagte Alexander Makarov, ein Organisator des Filmfestivals.

Eine exzellente Gelegenheit, für all diejenigen unter den Schwulen, welche an der Dekadenz und Toleranz des Westens leiden und klagen, früher, in der (faktischen) Illegalität, hätte Schwul sein mehr Spaß gemacht.

3 Antworten zu “Rosa Nächte in St. Petersburg”

  1. Björn 27. Oktober 2009 um 22:07 #

    „Im dümmsten Land der entwickelten Welt“ > die wahrscheinlich dümmste Verallgemeinerung auf diesem (an dummen Verallgemeinerungen keineswegs armem) Blog

  2. Adrian 27. Oktober 2009 um 22:13 #

    Wie würdest Du Russland denn sonst charakterisieren? Als ein Bollwerk der Menschenrechte, das seinen Bürgern Leben, Freiheit und Streben nach Glück ermöglicht?

  3. Adrian 27. Oktober 2009 um 22:46 #

    Andererseits Björn, empörst Du Dich natürlich nicht ganz zu Unrecht. Ich werde deshalb künftig meine Aussage differenzieren:

    „Im Land mit der dümmsten Regierung und der dümmsten Politik der entwickelten Welt; in dem Land, in dem Schwule wahlweise von Neonazis oder orthodoxen Fundis angegriffen werden; in dem Land, in dem die Polizei nicht willens ist, Homosexuelle und andere regierungskritische Demonstranten vor dem Mob zu schützen; in dem Land, in dem Journalisten um ihr Leben fürchten müssen oder mal eben vor ihrer Wohnung erschossen werden; in dem Land, in dem die Putin-Jugend ihrem Idol auf Bildern huldigt, wie in stalinistischer Zeit; in dem Land, in dem einfache Soldaten wie Tiere hausen müssen, und Eltern von toten Soldaten je nach Laune der Staatsbürokratie Auskunft gegeben wird, was mit ihren Söhnen passiert ist; in diesem Land leben Schwule tatsächlich noch anders als die anderen.“

    Besser so?

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