Die Inflationierung des Ekels

27 Okt

Der Artikel des stolzen Heteros Philipp Gut, sorgt innerhalb der schwulen Szene noch immer für Aufregung, für mehr, als er es eigentlich vedient hat:

Ekelgefühle sind auf jeden Fall bei den Schwulen ausgeprägt, die die Gutsche Tirade gelesen haben.

so jedenfalls analysiert es Elmar Kraushaar in seiner neuesten Kolumne. Nun, ich habe die Tirade von Philipp Gut gelesen, ich bezeichne mich auch als schwul, doch ein Ekelgefühl beschlich mich bei dem Artikel von Gut nicht. Klar, sein Elaborat ist borniert, ahnungslos, kleinlich, über alle Maßen dämlich, bigott und hinterfotzig, aber eklig? Mein Gottchen, Kraushaar, get a life! Eklig ist was ganz anderes: Spinat z.B. oder die Damenschuhmode der letzten Saison. Die war wirklich der Gipfel der Geschmacklosigkeit.

8 Antworten zu “Die Inflationierung des Ekels”

  1. Sergej 27. Oktober 2009 um 15:45 #

    Doch, Philipp Gut ist ein Ekel!

  2. Thommen 27. Oktober 2009 um 15:59 #

    Ich denke, die Gut’sche Argumentation (bitte mit Apostroph, ist verständlicher!) ist die biederste, mit der sich Heteros vorläufig hervorgetrauen. Dabei fehlt der vergleichende Blick auf die eigenen Verhältnisse völlig. Denn warum setzt der BLICK in der Schweiz, das fastnackte Girl von Seite 3 neu auf Seite 1? Damit der Hosenladen der Heteros sich täglich noch schneller spannen darf… Die Diskussion dreht sich um „Moscheen“ statt „Minarette“. Bei der Religion ist’s dann wieder umgekehrt! Bürgerliche Stellvertreterdiskussionen… Bei „der Pädophilie“-Diskussion haben’s auch die wenigsten bisher schon gemerkt! 😦

    • Adrian 27. Oktober 2009 um 17:34 #

      Dass mit den Moscheen und Minaretten versteh ich nicht. Und das mit „der Pädophilie-Diskussion“ auch nicht.

  3. Adrian 27. Oktober 2009 um 16:57 #

    @ Sergej

    Nun ja, von mir aus darfst Du ihn eklig finden. Da hab ich nichts dagegen.

  4. DDH 27. Oktober 2009 um 17:50 #

    Ich glaube, Thommen will uns verklausuliert etwas von einer hidden agenda der kulturkämpferisch gestimmten Teile der konservativen Bourgeoisie mitteilen, die sich vorerst (und darauf wartend, daß die Alt68er abgetreten, also die Luft wieder „rein“ ist) noch hinter manieristischer Stilkritik verbirgt. Nun, zumindest in Teilen dürfte er mit dieser Vermutung nicht ganz falsch liegen.

    • Adrian 27. Oktober 2009 um 18:06 #

      Aber eben nur in Teilen. Außerdem erklärt das immer noch nicht die Unterscheidung zwischen Moscheen und Minaretten, in diesem Zusammenhang. Ick steh uffm Schlauch, wa!

  5. lukas 27. Oktober 2009 um 22:08 #

    Thommen, zum Glück sind ja nicht alle Heteros homophob.

  6. Angeekelter 29. Oktober 2009 um 12:27 #

    Philipp Gut hat ja im Wesentlichen nur zwei Themen: Panik vor der Islamisierung und Panik vor der Homosexualisierung. Ein dümmlicher, rechtsbürgerlicher Gnom. Der André F. Lichtschlag der Schweiz.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.

%d Bloggern gefällt das: