„Schwuler Kitsch“ schlägt Michael Gerlach

5 Nov

Natürlich hätte man sich am vorgestrigen Dienstag die Maischberger-Sendung über „Schwule und Lesben an die Macht!“ in voller Länge anschauen können, aber Schwulenkritiker Norbert Geis und Schwulenheiler Michael Gerlach gemeinsam vereint, nein, das musste dann doch nicht sein!

Dennoch war die Sendung natürlich Thema, u. a. in der „Welt“. Über den dortigen, eher mauen Artikel, wurde ich auf ein weitaus interessanteres Fernsehereignis aufmerksam gemacht:

Und wieder wird geredet über die Homosexualität. Feierte das deutsche Privatfernsehen erst Anfang der Woche einen weiteren Tabubruch mit einem zweieinhalbstündigen schwulen Kitsch-Streifen im Abendprogramm, und sprach sich Barack Obama erneut für die volle Anerkennung Homosexueller im US-amerikanischen Militär aus, so geht die Serie weiter.

Den „schwulen Kitsch-Streifen“ hab ich mir gestern im Internetprogramm von Sat.1 angeschaut. Um es kurz zu machen: Schwuler Sohn will seinen Freund in der bayerischen Heimat heiraten und erfährt dabei die ganze Packung Vorurteile, sowohl von Seiten der völlig unvorbereiteten Eltern, als auch von der urbayerischen Dorfgemeinschaft. – Ein an sich schwieriges Thema wurde in eine leichte Komödie ohne viel Tiefgang, aber dennoch nicht oberflächlich, verpackt; alle relevanten Ressentiments wurden geschildert, und natürlich kam auch das Happy-End nicht zu kurz. Sehr schön ist, dass auch Lesben erwähnt wurden. Ach ja, und man hat sich sogar getraut, Küsse, nackte Hintern und die primären Geschlechtsorgane des Mannes zu zeigen. Chapeau!

Die bayerische Gemeinde, in der der Film spielt, ist mit dem Streifen jedenfalls überwiegend zufrieden.

Wer den Film noch nicht gesehen hat kann ihn am Samstag (7. November) um 9.10 Uhr im bei Sat.1, oder noch bis 10. November hier anschauen.

2 Antworten zu “„Schwuler Kitsch“ schlägt Michael Gerlach”

  1. Thomas 7. November 2009 um 17:08 #

    die anne will sendung anzuschauen war wirklich anstrengend, manchmal sollte man gewisse gäste nicht einladen.
    hr wowereit hat mit seiner eloquenz und gelassenheit und ernsthaftigkeit geglänzt.^^

  2. Thomas 7. November 2009 um 17:13 #

    maischberger mein ich.

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