Konstruktive Toleranz

11 Nov

Glücklicherweise gibt es innerhalb der islamischen Welt Stimmen, welche sich einer gemäßigten Leseart ihres Glaubens verschrieben haben. Auf einer Menschenrechtskonferenz in der indonesischen Hauptstadt Jakarta erklärte die Frauenrechtlerin Siti Musdah Mulia:

„Es gibt keinen Unterschied zwischen Lesben und Nichtlesben. In den Augen Gottes werden Menschen nach ihrer Frömmigkeit beurteilt“, erklärte sie. „Das wesentliche Element des Islams ist es, Menschen menschlicher zu machen, sie zu respektieren und mit Würde zu behandeln“.

Eine etwas merkwürdige Begründung für die Akzeptanz von Schwulen und Lesben lieferte dagegen ein sunnitischer Geistlicher:

„Wie das Geschlecht oder die Vorherrschaft der Männer, ist auch Heterosexualität ein soziales Konstrukt. Dies hat dazu geführt, dass die Mehrheit Homosexualität verboten hat“

Was so formuliert nicht stimmt, denn natürlich ist nicht etwa Heterosexualität ein soziales Konstrukt, sondern die Ansicht, dass jeder Mensch heterosexuell empfindet.

Eine Antwort zu “Konstruktive Toleranz”

  1. Damien 11. November 2009 um 20:37 #

    Könnten die sunnitischen Geistlichen ihre Positionen nicht erst einmal modernisieren, bevor sie gleich in die Postmoderne springen, von wegen soziales Konstrukt?!

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