Institut für solidarischen Bürokratismus und geschlechtergerechte Regulierung

5 Feb

Wann immer ich die Begriffe „Soziale Gerechtigkeit“, „Ökologische Gerechtigkeit“, „Solidarische Ökonomie“ oder „Ökologische Marktwirtschaft“ höre, bekomme ich Bauchzwicken und mein Frühstück klettert seinen Weg zurück aus dem Magen in die Speiseröhre. Warum das so ist? Nun, weil mit diesen Nebelworten hierzulande nichts anderes gemeint ist, als dass im Sinne dieser Ziele, einer Regierung mehr Macht zugestanden werden soll, um die Freiheit des Einzelnen weiter einzuschränken, damit die gesamte Bevölkerung auf diese Ziele eingeschworen werden kann. Prinzipiell geht es dabei um nicht weniger, als mehr Regeln, mehr Regulierung, mehr Umverteilung, mehr Steuern, mehr Abgaben, mehr Macht dem Staate überhaupt.

Das kann nicht anders sein, das war in Deutschland noch nie anders, und beim neu gegründeten „Institut für Solidarische Moderne“ wird es auch nicht anders sein. Schaut man sich die enorme Fülle von Projekten an, die das Institut in Angriff nehmen will, kann man nur verzweifelt den Kopf schütteln. Manche Menschen haben einfach zu viel Zeit. Andernfalls würde man auf Fragen wie diese gar nicht kommen:

Wie wäre die internationale Wirtschafts- und Finanzordnung umzugestalten, wie könnte eine Demokratisierung nationaler Wirtschaftsstrukturen vollzogen werden?

„Demokratisierung nationaler Wirtschaftsstrukturen“? Warum sagen die Begründer der Denkfabrik nicht gleich, dass sie es auf eine Planwirtschaft abgesehen haben?

Wie kann die globalisierte kapitalistisch-fossilistische Ökonomie in eine nachhaltige Bewirtschaftung unseres Planeten transformiert werden?

„Kapitalistisch-fossilistische Ökonomie“? Wieviele Joints muss man eigentlich geraucht haben, um sich derartig gehirnverkrampfende Begriffe auszudenken?

Wie können die Produktion und der Konsum von Kulturgütern demokratisiert werden?

Na, in dem der Staat diese Güter den Menschen zuteilt. Indem er das fördert, was er für förderungswürdig erachtet, und das reguliert, was ihm nicht genehm ist. Ist doch klar, oder nicht?

Wie kann die Politik der reichen, „entwickelten“ Gesellschaften des „globalen Nordens“ von einem Modus der Verteilung von (meist ausbeuterisch produzierten) Zuwächsen auf einen solchen der Verteilung von materiellen Verlusten umstellen, ohne dass diese Gesellschaften von Ressentiments und Rassismen, Exklusion und Entdemokratisierung zerrissen werden?

Ja, das ist eine ganz wichtige Frage. Habe zwar keine Ahnung wovon die sprechen, aber ich wette das Problem ist nichts, was sich nicht durch neue Behörden, Abgaben und Gesetze regeln ließe.

Wie kann eine Reform der Europäischen Union im Geiste der Solidarischen Moderne erreicht werden, wie könnte Europa als Ideenwerkstatt und Brückenkopf alternativer politischer Gestaltungsformen und gesellschaftlicher Entwicklungsprozesse wirken?

Himmel, ist die Antwort wirklich so schwer? Durch mehr Regeln, Regeln und nochmals Regeln…

Wie können die technokratischen Politikverflechtungen zwischen den institutionellen Ebenen überwunden und dezentrale Selbstverwaltungskompetenzen gestärkt werden?

Das ist nun mal eine wirklich relevante Frage, deren Lösung allerdings ganz einfach ist: Indem man den Staat zurückfährt und Politik entmachtet. Irgendwas sagt mir aber, dass dieser Lösungsansatz bei den Projektleuten nicht so richtig ankommen wird.

Und schließlich – das ist immerhin ein schwules Blog – die Frage aller Fragen:

Wie lässt sich die kulturelle Norm der Heterosexualität gesellschaftlich durchbrechen?

Indem alle Männer verpflichtet werden, nur noch mit Männern zu vögeln. Das könnte man u. a. durch eine Hetero-Steuer erreichen.

Sonst noch Fragen?

3 Antworten zu “Institut für solidarischen Bürokratismus und geschlechtergerechte Regulierung”

  1. Hans 5. Februar 2010 um 21:45 #

    Sags doch gleich: Wie laesst sich die bürgerliche Kultur zerstören und Sozialismis/Marxismus/Chavezismus/Ypsilantismus einführen?

  2. Adrian 6. Februar 2010 um 10:11 #

    @ Hans

    Es geht nicht um die Zerstörung „bürgerlicher Kultur“, sondern um Freiheitseinschränkungen. „Bürgerliche Kultur“, was soll das überhaupt sein?

  3. böse spinne 4. Februar 2012 um 12:44 #

    „Habe zwar keine Ahnung wovon die sprechen, …“

    –> Sorry, aber das merkt man leider.

    Wo sind deine Argumente?

    Eigentlich hast du in deinem Text fast ausschließlich überkommene Vorurteile wiedergekäut … mehr nicht.

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