Römisch rätselhaft

22 Feb

Gibt es jemanden da draußen, der mir folgende Sätze erklären kann, ohne dass ich einen Gehirnkrampf bekomme?

Der Zölibat ist das freiwillige Versprechen, ehelos zu leben. Der Zölibat setzt also ehefähige Männer voraus, was homosexuelle Männer per definitionem nicht sind. Homosexuelle Männer können Enthaltsamkeit, aber nicht Ehelosigkeit versprechen.

11 Antworten zu “Römisch rätselhaft”

  1. prediger 22. Februar 2010 um 13:33 #

    da muss man das hirn erst ganz langsam ein wenig vordehnen. fangen wir an mit sprechenden schlangen und zauberstäben, die meere teilen und wasser aus felsen zaubern…

  2. Cyrano 22. Februar 2010 um 14:25 #

    Ist doch einfach: Das ist ein Plädoyer für die vollständige Anerkennung der Homoehe, die dann nicht mehr Homoehe, sondern einfach nur noch Ehe währe. Damit dann die Homosexuellen, die keinen Bock auf Sex haben, die sogenannten Homoellen also, endlich Priester werden können, und die Reihen jener Katholiken aufstocken, die zwar die Ehelosigkeit versprochen haben, aber es bis jetzt noch nichtmal mit der Enthaltsamkeit so richtig gebacken gekriegt haben. Die Argumentation ist nicht nur progressiv und stichhaltig, sondern bringt noch einen weiteren Vorteil für katholische Schwule mit sich. So lange die nicht heiraten dürfen gilt für die dieses „Kein Sex vor der Ehe“-Ding nicht…
    Ja, ich glaube so wird es sein… oder hat jemand ne schlüssigere Erklärung?

  3. admontmonks 22. Februar 2010 um 22:27 #

    1. ich find des so toll, des sie auch kath.net lesen.
    2. des soll heißen, zölibatär lebende Männer verzichten auf die Ehe. Schwule können nicht auf die Ehe verzichten, weil es die nur zwischen Mann und Frau gibt. Das sieht zumindest die Kirche und die BRD so.

  4. Adrian 22. Februar 2010 um 22:55 #

    @ admontmonks

    „1. ich find des so toll, des sie auch kath.net lesen.“

    Ich habe nun mal ne Schwäche für Comedy.

    zu 2. Wieso? Darf ein Homosexueller keine Frau heiraten? Wusste gar nicht, dass Kirche und Staat einen Homo-Test machen, bevor man heiratet.

  5. tobias 22. Februar 2010 um 23:07 #

    wenn du nicht in der lage bist, diesen gedankengang nachzuvollziehen, dann höre doch bitte auch damit auf, so zu tun, als könntest du auf derselben ebene mitdiskutieren. das kannst du nicht! – das macht dich mit deiner einstellung nicht zu einem schlechteren menschen, aber das schränkt deine möglichkeit zum diskurs eben naturgegeben ein!

  6. Adrian 22. Februar 2010 um 23:09 #

    Lieber tobias,

    hätte ich so getan, als könnte ich auf derselben Ebene mitdiskutieren, hätte ich nicht darum gebeten, dass mir jemand die zitierte Äußerung oben erklärt.

  7. prediger 22. Februar 2010 um 23:36 #

    entweder hat hier „die kirche“ (wie beruhigend, dass es nur eine einzige gibt, nicht wahr?) einen denkfehler gemacht, oder wir schwulen, die auf die ehe (genau, die mit einer frau) verzichten, sind ganz und gar den gesetzen der logik enthoben. gewiss liegt der fehler bei uns, denn unser dasein widerspricht ja ohnehin der natürlichen ordnung…

    oh, die wunderwelt des glaubens bringt mich immer wieder aufs neue zum staunen!

  8. Stuff 23. Februar 2010 um 02:01 #

    Hier ist weder von Sexualität noch von Liebe die Rede, sondern vom Versprechen der Ehelosigkeit, dass nämlich das Enstehen von Erbansprüchen aus direkter Linie vermieden wird. Ansich ist diese Regelung. seitdem die meisten Staaten auch uneheliche Kinder als erbfähig erachten, obsolet, das hat halt der katholischen Kirche und auch – Euch – halt noch niemand so richtig erklärt.

    Stuff

  9. Cyrano 23. Februar 2010 um 10:29 #

    Natürlich geht es um Sexualität, auch wenn das nach essentialistischer anschauung, nach der Homosexualität eine angeborene Haltung ist und nicht durch (homo)sexuelle Handlungen, oder zumindest das Streben danach, definiert ist. Es ist die gleiche Logik, nach der JKR´s Dumbledore schwul sein kann, „aber nie schwulen Sex hatte oder wollte“. Natürlich steht vordergründig die Ehelosigkeit im Mittelpunkt, aber durch den Vergleich mit Enthaltsamkeit kommt nunmal Sex ins Spiel. Des weiteren bitte ich Adrians Hinweis nicht zu überlesen: Eheunfähigkeit ist nicht gegeben, da die sexuellen Preferenzen in keinem Fall ausschließen gegen diese zu heiraten

  10. Björn 23. Februar 2010 um 21:05 #

    Lustig! 🙂 Danke dafür.

  11. Blub 23. Februar 2010 um 22:10 #

    Der ist gut *lach*. Da ist wohl ein Theologie-Professor daran gescheitert, um eine Ecke zu denken…

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