Zahlesel

10 Mär

Politik ist nichts anderes, als die Durchsetzung eigener Interessen mit dem Geld anderer. Ein sehr schönes Beispiel für diese Weisheit, zeigt uns das Parlament von Florida:

In einem von der republikanischen Mehrheit im Landesparlament vorgelegten Entwurf sollen nur jene [Film-]Produktionen in den Genuss einer Steuererleichterung kommen, die als „familienfreundlich“ eingestuft werden.

Genauer gesagt, bezieht sich der Gesetzesentwurf auf Filmproduktionen, deren Handlung „nichttraditionelle Familienwerte“ („nontraditional family values“) thematisieren. Obwohl es im Gesetzentwurf nicht genau definiert ist, kann man davon ausgehen, dass diese Formulierung in diesem Zusammenhang vor allem eines bedeutet: keine Homos, bitte! Denn die, wie wir alle wissen, hassen Familien, haben keine Familien und kommen auch nicht aus Familien, sondern werden statt dessen in der Ursuppe des Teufels gezeugt.

Produktionen mit schwulen oder lesbischen Figuren seien „nicht gerade das, wofür wir unsere Steuer-Dollars investieren wollen“, sagte der republikanische Abgeordnete Stephen Precourt der „Palm Beach Post“.

Mit „unserern Steuergeldern“ meint Precourt natürlich diejenigen, die er den Bürgern – und natürlich auch denen, die homosexuell leben – zwangsweise abnimmt, um damit eine bestimmte Klientel (u. a. sich selbst) zufrieden zu stellen.

In einem marktwirtschaftlichen Prozess gäbe es diese Ungerechtigkeit dagegen nicht. In diesem Fall nämlich, müssten Schwule und Lesben nicht für Filme zahlen, die darauf angelegt sind, sie zu tabuisieren und eine bestimmte Agenda durchzusetzen.

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