Misogynie – Ein gesundes Massenphänomen?

21 Apr

Laura Küchler, Autorin bei der „Blauen Narzisse„, ist weiblich. Das ist bedauerlich, denn mit Frauen kann man naturgemäß nichts anfangen. Ihre Lebenseinstellung ist einfach zu weich, zu feminin. Eine Frau zu lieben und zu begehren, erscheint widernatürlich. Und es ist anzunehmen, dass dies nicht wenige in der Bevölkerung so sehen.

Aber ist es eigentlich eine falsche, verachtenswerte Einstellung frauenfeindlich zu sein?

Oder ist es nicht vielmehr eine falsche Einstellung, Menschen, die so denken, als „Rassisten“ zu bezeichnen und sie deshalb völlig aus der politischen Debatte auszugrenzen? Denn ein Rassist wird immer gleichgesetzt mit einem Faschist. Ein Mensch also mit jenen Ansichten, die nicht konform sind. Das ist kein Mensch. Dem muss man nicht zuhören, seine Meinung ist eigentlich keine, sondern ein Verbrechen. George Orwell nannte es in „1984“ Gedankenverbrechen.

Eine rein sachliche Diskussion über Frauen, ihre Macken und ihre gesellschaftliche Rolle ist schon lange nicht mehr möglich. Keiner traut sich wirklich, offen darüber zu sprechen, ob es Frauen wie Laura Küchler erlaubt sein sollte, schwulenfeindlichen Schwachsinn im Internet zu verzapfen, oder ob es nicht gesellschaftlich gesünder wäre, wenn sie zu Hause am heimischen Herd bleiben und dem deutschen Vaterland eine Fußballmannschaft Kinder bescheren würden.

So oder so, die Tabuisierung dieser Fragen ist ein

Armutszeugnis für einen Staat, der sich Toleranz und Meinungsfreiheit auf die Fahnen schreibt. Bleibt nur zu hoffen, dass es immer noch vereinzelt Mutige gibt, die aussprechen, was andere nicht mal zu denken wagen.

7 Antworten zu “Misogynie – Ein gesundes Massenphänomen?”

  1. Kevin 21. April 2010 um 14:59 #

    so ne dämliche Fot*e!! Hab mir mal noch einen weiteren Artikel dieser „Zeitung“ angeschaut….widerlich!

    http://www.blauenarzisse.de/v3/index.php/anstoss/980-adoptionsrecht-fuer-homosexuelle

  2. martin 21. April 2010 um 23:05 #

    Ob es wirklich gesellschaftlich gesünder wäre, wenn die Autorin am heimischen Herd kochen und dem Vaterland eine Fußballmannschaft (homophober) Kinder schenken würde?
    Immerhin gibt es ja mindestens ein publizistisches Organ, in dem man sich traut, offen dieses Idealbild eines weiblichen Lebens zu zeichnen, nämlich jenes, für das die Autorin schreibt. Es bestehen gute Aussichten, dass sie Adrians Vorschlag wirklich beherzigt. Gott bewahre!

    Übrigens ist es natürlich in keinster Weise freundlich und korrekt, wenn man sagen würde, dass der zitierte Artikel aus dem rechtskonservativen Nachwuchsblatt in seiner halbseidenen Zusammenstümperei von unausgegorenen Gedanken und seiner sorgfältigen Meidung von Argumenten jedweder Art alle mir bekannten publizistischen Qualitätskriterien unterschreitet. – Deshalb sage ich es auch nicht.

  3. Martella 22. April 2010 um 10:59 #

    Bemerkenwert bei all diesen konservativen Weibern ist tatsächlich, dass sie nicht bereit sind, ihre eigenen Forderungen umzusetzen. Die da heißen: Ab in die Küche und Mund halten. Für sich selbst reklamieren sie nämlich seelenruhig jedes Recht. Diesen Widerspruch reibe ich ihnen aber gleich unter die Nase, wenn ich das seltene Missvergnügen habe, ein solches Exemplar persönlich zu treffen. Als erklärung kommt dann üblicherweise, dass „das alles nicht so gemeint ist“ oder „dass Sie was falsch verstanden haben“. Ach ja.

  4. pedro luis 22. April 2010 um 17:32 #

    Einer meiner Lieblingssprüche: Frauen, Kinder und die Familie sind die heiligen Kühe der westlichen Gesellschaften, deshalb traut sich keiner, sie…

  5. Thommen 25. April 2010 um 23:24 #

    Ich habe beschlossen, diesen Tussentext zu übersehen… 🙂

  6. passerbee 16. Dezember 2010 um 23:25 #

    daß es sowohl unter den weiblich und als auch männlich ausgestatteten menschen einige dumme menschen gibt, das ist bicht zu übersehen.
    ob jemand die frau wieder an den herd schicken will oder ein gleichgeschlechtliches paar für abart hält, hängt sicher nicht von dem ab, was sich so zwischen den beinen finden, sondern zwischen den ohren.

  7. Lutz 12. Februar 2011 um 11:46 #

    Ihr armen Jungs. Was hat Euch Eure Mama bloß angetan.

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