Viva la Revolución!

23 Apr

Sozialismus macht dumm – oder zumindest nicht klüger. Den Beleg hierfür lieferte erneut Evo Morales, Chef von Bolivien, auf dem so genannten „alternativen Klimagipfel“, einer Veranstaltung, die noch eine Zacken überflüssiger ist als konventionelle Klimakonferenzen:

Boliviens linksgerichteter Staatschef Evo Morales hat einen „Hähnchenstreit“ vom Zaun gebrochen. Bestimmte Lebensmittel könnten Männer schwul machen, behauptet er – und wartet beim alternativen Klimagipfel mit einer verblüffenden Erklärung auf.

Das Geflügelfleisch sei mit weiblichen Hormonen behandelt und der Verzehr von Genkartoffeln führe zu Haarausfall und Glatzen, wurde der erste gewählte Indio-Präsident des südamerikanischen Landes am Donnerstag von nationalen Medien wiedergegeben.

Eine durchaus interessante Erklärung. Und würde Morales die Implikationen bezüglich Homosexualität weglassen, könnte er mit dieser „Weisheit“ glatt Ehrenmitglied bei den Grünen werden.

6 Antworten zu “Viva la Revolución!”

  1. martin 23. April 2010 um 12:09 #

    Wie war das noch mit der Antibabypille: Die Ausscheidung bestimmter weiblicher Hormone, die mit der Pille aufgenommen werden, hat Auswirkungen auf das Ökosystem. Ob Folgewirkungen für den menschlichen Organismus wissenschaftlich hinreichend nachgewiesen werden konnten, ist mir nicht bekannt, doch bei (männlichen und weiblichen) Tieren soll sinkender Fruchtbarkeit schon beobachtet worden sein. Gewisse interessierte Kreise haben das bereits zum Anlass genommen, mehrere Fliegen mit einer Klappe zu schlagen: Verhütungsmittel seien an sich böse und obendrein für sinkende Fruchtbarkeit/Geburtenrückgang sowie für die Feminisierung/Homosexualisierung der Gesellschaft verantwortlich. Ob ein (international-)sozialistischer Macho wie Morales wohl schon davon gehört hat?
    Übrigens sollte man wirklich annehmen, dass die hormonelle Umweltverschmutzung ein genuines Anliegen der Grünen ist. Claudia Roth hat sich dem aber bedauerlicherweise noch nicht angenommen. Man bevorzugt bislang esoterische Theorien über die vermeintlichen Folgen von Elektrosmog oder von genmanipulierten Lebensmitteln und dergleichen.

  2. Martella 23. April 2010 um 13:32 #

    Mir tun ja die politischen Kabarettisten leid – wie wollen sie solchen Schwachsinn noch parodieren?

  3. Herr Schlauschlau 24. April 2010 um 00:09 #

    Boliviens Präsident Evo Morales hat in seiner Eröffnungsrede einen internationalen Klimagerichtshof gefordert, der Nationen und Unternehmen verurteilen solle, die „dem Planeten Erde schaden“. Was in westlichen Industriestaaten belächelt wird, ist in Lateinamerika Realität: In Ländern wie Bolivien oder Ecuador sind die Rechte der Natur, der „Mutter Erde“, längst in der Verfassung verankert.“Der Klimawandel ist ein Problem, das nicht nur ein paar vereinzelte Präsidenten auf der Welt lösen können. Alle müssen das Recht haben, sich zu äußern und gehört zu werden“, sagte Boliviens Präsident Evo Morales bei der Eröffnung in Tiquipaya im bolivianischen Bezirk Cochabamba. „Kopenhagen hat gezeigt, dass die Staats- und Regierungschefs der großen Industrienationen nicht bereit sind, drastische Maßnahmen in den eigenen Ökonomien zu treffen, damit das gemeinsame Ziel, unter einer Erwärmung von zwei Grad zu bleiben, erreicht wird.“ Der Präsident geißelte bereits im Vorfeld die „irrationale Industrialisierung des Nordens“ als Hauptverursacher der drohenden Erderwärmung. Zudem schlug er ein weltweites Referendum über Umweltmaßnahmen vor und forderte Natürlich werde Morales auch persönliche Interessen mit der Konferenz verfolgen, um sich als Sprachrohr der ärmeren Länder zu profilieren, glaubt Martin Kaiser, Klimapolitik-Experte der Umweltschutzorganisation Greenpeace, die ebenfalls eine Delegation nach Cochabamba geschickt hat.
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    warum wird das nicht berichtet??? warum wird der mann als spinner hingestellt? möglicherweise hat er das „schwulizeugs“ gar nicht so gesagt?
    wer hat wohl ein interesse daran, ihn so hinzustellen? wer steuert die
    medien, die o.a. unterschlagen und lieber reisserisches verbreiten?
    fragen über fragen…

    • Adrian 24. April 2010 um 00:33 #

      „warum wird der mann als spinner hingestellt?“

      Weil er einer ist.

      „wer hat wohl ein interesse daran, ihn so hinzustellen?“

      Die Ju- äh, Zionisten vielleicht?

  4. martin 24. April 2010 um 09:59 #

    Die verschwulenden Hühnchen kommen jedenfalls aus Brasilien.

  5. DerBolivianer 3. Mai 2010 um 14:23 #

    Er Typ ist einfach nicht ernst zu nehmen als seriöser Politiker. Schade eigentlich auch für Bolivien.

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