Gottes Wort an Strichers Arsch

7 Mai

Solange die europäische Zivilisation noch existiert (Danke Griechenland! Danke EU!), ist es natürlich eine gute Idee in den europäischen Ländern Urlaub zu machen. Eine noch bessere Idee ist es natürlich, auf diesen Reisen von einem hübschen, jungen Mann begleitet zu werden, einem jungen Mann, der sich durch einen „glatten, süßen, festen Arsch“ und seinen „perfekt gebauten 8-Zoll Schwanz (unbeschnitten)“ auszeichnet, einem jungen Mann der „sinnlich“, „wild“ und „für alles zu gebrauchen“ ist – solange man dafür bezahlen kann.

George Alan Rekers ist nicht Griechenland, und deshalb hatte er keinerlei Probleme, sich einen Callboy für eine Europareise zu leisten. Nun sollte man das aber nicht in bösartiger Absicht falsch interpretieren. Denn Rekers nahm den jungen Gewerbetreibenden nicht etwa wegen dessen Arsch oder 8-Zoll-Schwanz mit, sondern weil sich junge Männer mit süßem Arsch und 8-Zoll-Schwanz nun einmal perfekt dafür eignen, Gepäck zu transportieren, etwas das Rekers selbst nicht konnte:

Ich war operiert worden“, sagte Rekers, „und ich kann keine Koffer tragen. Deshalb habe ich ihn gemietet.“

Absolut verständlich. Denn wir alle kennen das Problem der schweren Koffer; gerade wenn man operiert wurde, können die eine echte Belastung sein. Und was bietet sich da eher an, als über das bekannte Serviceportal „Rentboy“ jemanden zu engagieren, der sich mit schwerem Gepäck auskennt?

Betrachten wir die ganze Sache doch mal ganz rational: Warum sollte ein schwulenhassender Fundi-Baptist wie George Rekers einen jungen Mann mit großem Schwanz und geilem Arsch auf einem Internetportal zur Vermittlung von Callboys mieten, wenn nicht zum Koffer tragen? Zumal laut Angaben von Rekers ja nichts passiert sei, außer das er seinem jungen Kofferträger auf der Reise beständig Gottes Wort vermittelt habe, etwas das, wie wir alle wissen, ja gerade bei homosexuellen Callboys dringend nötig ist, damit sie wieder auf den rechten Weg finden.

Gottes Wege, wie auch dessen Worte, sind unergründlich – so heißt es. Und zuweilen sind sie in der Tat schwer zu verstehen, so schwer, dass man sie nicht einmal übersetzen kann:

Rekers allegedly named his favorite maneuver the „long stroke“ — a complicated caress „across his penis, thigh… and his anus over the butt cheeks,“ as the escort puts it. „Rekers liked to be rubbed down there,“ he says.

Und die Moral von der Geschichte? Nun, offenbar muss man ein bibelschwingender, homophober Fundi sein, um im Urlaub wenigstens ein bisschen Spaß zu haben. Was für eine ungerechte Welt!

Eine Antwort to “Gottes Wort an Strichers Arsch”

  1. Ralf 8. Mai 2010 um 12:26 #

    Je lauter ein evangelikaler Prediger oder republikanischer Senator gegen Schwule hetzt, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass er Sex mit jungen Männern hat – altbekannte Binsenweisheit.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.

%d Bloggern gefällt das: