Kiss and pray

13 Mai

In Uganda wird zur Zeit über ein „Anti-Homosexualitäts-Gesetz“ beraten. Der Gesetzesentwurf sieht lange Freiheitsstrafen und in manchen Fällen die Todesstrafe für homosexuelle Beziehungen vor. Zudem sind Menschenrechtsaktivisten in Uganda von langen Haftstrafen bedroht, wenn sie über Homosexualität aufklären oder die Anliegen homosexueller Menschen unterstützen. MANEO ruft daher anläßlich des Internationalen Tages gegen Homophobie zum 4. Kuss-Marathon auf. Die diesjährige Aktion „protect every kiss“ findet statt am Montag, den 17. Mai 2010, 12.30 Uhr, gegenüber der Botschaft der Republik Uganda, Axel-Springer-Str. 54a, 10117 Berlin.

Hier findet sich ein aktueller Bericht über die us-evangelikalen Hintermänner des Gesetzes, z.B. Scott Lively, Präsident einer evangelikalen Lobbygruppe namens „Verteidigung der Familie“. Dieser habe Abgeordnete in Uganda

auf seine Anti-Schwulen-Programmatik eingeschworen: Das Parlament von Uganda müsse um jeden Preis verhindern, dass die Schwulen-Bewegung weiter an Boden gewinne. Denn nachdem sie bereits Brasilien, die USA, die UN und Europa erobert hätten, griffen die Schwulen nun nach der Macht über Afrika.
Thesen wie diese vertritt der in den USA bekannte Anti-Schwulen-Aktivist Lively nicht zum ersten Mal. In seinem Buch „The Pink Swastika“ (Das rosa Hakenkreuz) erklärt er Nationalsozialismus und Holocaust zur schwulen Weltverschwörung.

Gott sei Dank gibt es auch Christen, die sich solcher Hasspropaganda verweigern und ihren Auftrag ernst nehmen. Daher gibt es am Sonntag, den 16. Mai, um 19.00 Uhr in der Zwölf-Apostel-Kirche in Berlin-Schöneberg ein Ökumenisches Gebet für Toleranz und gegen Homophobie.

2 Antworten zu “Kiss and pray”

  1. Ralf 13. Mai 2010 um 23:02 #

    Immer wieder staune ich, mit welcher Vehemenz gegen Uganda protestiert wird, während gegen die islamischen Mörderstaaten Iran und Saudi-Arabien eine ähnliche Kampagne nicht geführt wird.

  2. grinspause 15. Mai 2010 um 18:38 #

    @Ralf einfach die Quelle mal lesen, sehr informativ. Im Iran oder Saudi-Arabien hatten keine westlichen Christengruppen ihre Hände im Spiel, um Hass zu säen. Heute geht die Saat auf.

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