Overbeck gegen Gott

11 Jun

Bischof Franz-Josef Overbeck, der gemeint hatte Homosexualität sei Sünde, hat sich in einer öffentlichen Diskussionsrunde im Essener Dom gemäß seines Arbeitsvertrages dahingehend korrigiert, dass er nicht Homosexualität an sich, sondern nur ausgelebte Homosexualität für eine Sünde halte. So weit, so banal.

Aber banal hin, banal her, den anwesenden Homos gefiel auch diese Aussage nicht und so murrte man sich gegenseitig an. Merkwürdig: Was hat man denn erwartet? Dass Overbeck sein katholisches Parteibuch zerreißt und die anwesenden „Sünder“ segnet?

Es ist so oder so vollkommen irrelevant, was ein katholischer Bischof von sich gibt, weil die Position, ein erfülltes Leben sei bestimmt durch das  „Miteinander von Mann und Frau“, der Sinn den Gott in die Sexualität gelegt habe, „sei Liebe und Partnerschaft zwischen Mann und Frau“, ziemlich lächerlich aus dem Mund eines Mannes klingt, der sich damit quasi selbst als unnormal, unglücklich und sündhaft abqualifiziert. Was allerdings kein Problem darstellt, denn gemäß katholischer Doktrin sind sowieso alle Menschen Sünder.

Wozu also der ganze Aufstand?

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