Zur Feier der Apartheid – Israeli Style

1 Apr

Wie bekannt sein dürfte haben Linke, im Allgemeinen, ein klitzekleines Problem mit Israel. Die Gründe hierfür lassen sich mit Rationalität und Logik schwer erklären, denn die üblichen Vorwürfe, das Land sei ein Apartheidstaat und der Zionismus eine rassistische Ideologie, sind so dumm, dass wohl nur diejenigen daran glauben können, die es auch als geistig anregende Tätigkeit betrachten, Foucault, Marcuse und Butler zu lesen.

Die Palästinenser, um deren Leid sich angeblich alles dreht, haben jedenfalls Glück gehabt, dass sie ihr Schicksal nicht mit Christen, Buddhisten oder den Zeugen Jehovas teilen müssen; dank jüdischer Präsenz, kommen sie aber in den Genuss ungeteilter Aufmerksamkeit. Wäre Israel allerdings am Südpol gegründet worden – die Linke würde jede Woche mehrere Solidaritätsveranstaltungen zugunsten der Pinguine abhalten.

Ein guter Linker muss heutzutage antizionistisch sein, das gehört ebenso zur Parteilinie wie die Abschaffung des Kapitalismus, der Dekonstruktion der Geschlechter und der Erkenntnis, dass der BH ein Terrorinstrument zur Unterdrückung der Frau, die Burka aber ein Zeichen der Emanzipation ist. Dass gewöhnliche Menschen solche Ansichten nicht kapieren ist bedauerlich, aber gewöhnliche Menschen haben in der Linken ja auch nichts zu suchen, schließlich sieht man sich dort als Elite, die alles kann, alles richtig macht und überhaupt schon immer alles gewusst hat.

Natürlich hat auch der gemeine Homosexuelle, sobald er sich um die Aufnahme zur Linke bewirbt, ein unbedingtes Treuebekenntnis für die Sache der Palästinenser abzulegen, am Besten noch garniert mit einem Soli-Beitrag für die Parteikasse der Hamas. Dass sowohl Hamas als auch die Palästinenser insgesamt von Homos nicht allzu viel halten, meine Güte das sind Petitessen, Nebenwiedersprüche, die man geflissentlich übersehen sollte, denn was ist schon die Unterdrückung von Schwulen durch Palästinenser gegen die Unterdrückung der Palästinenser durch Israel? Eben!

Kein Wunder also, dass sich diverse Homo-Gruppen auch dieses Jahr wieder fleißig an den zahlreich stattfindenden „Israelischen Apartheid-Wochen“ (Israeli Apartheid Week) beteiligen. Würde man das nämlich nicht tun und darauf hinweisen, dass der Vorwurf der Apartheid totaler Quatsch ist für ein Land, dass in seinem Parlament Palästinenser zu sitzen hat, in dem Palästinenser wählen dürfen und das zu rund einem Viertel aus Palästinensern besteht; würde man also mit Fakten kommen, würden die Genossen der heterosexuellen Fraktion ganz schnell zu dem Schluss kommen, dass man es ja schon immer gewusst habe, dass man Homos nicht trauen könne, dass die eh alle irgendwie rechts seien und überhaupt, war nicht auch Hitler schwul?

Glücklicherweise interessiert es immer weniger Homos, sich von irgendwelchen Quarktaschen – die es ja bereits als ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit betrachten, einen Burger beim imperialistischen Ausbeuterkonzern McDonalds zu essen – ihre politische Gesinnung diktieren zu lassen. Manchen geht der Konflikt im Nahost einfach am Allerwertesten vorbei – was schon mal ein guter Anfang ist – bestenfalls jedoch tritt man der antizionistischen Brut mal gehörig in den Hintern, indem man diesen Dusseltieren mal zur Erkenntnis bringt, dass sie eben nichts weiter als Dusseltiere sind.

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