Alle unsere Freunde

21 Mai

Zuerst ware wir alle nur schwul. Dann mussten wir die Lesben mit ins Boot holen. Danach kamen auch noch alle Formen von Transidentitäten bei uns unter. Bereits damals habe ich mich gefragt, was Transsexualität denn bitte schön mit Homosexualität zu tun hat. Als dann noch die Intersexuellen auf den Wagen aufsprangen, habe ich die Welt nicht mehr verstanden.

Aber nun bin ich vollkommen von der Rolle, denn der Lesben- und Schwulenverband Deutschlands (LSVD) bereitet die queere Welt offenbar darauf vor, sich demnächst auch noch für die Belange der „Asexuellen“ einsetzen zu wollen. Nämlich indem der Verein in seiner Presseschau auf einen herzzerreißenden Artikel über die angebliche Diskriminierung der Menschen aufmerksam macht, die keinen Bock auf Sex haben. Werden die Asexuellen demnächst also auf den CSDs der Republik  mitmarschieren dürfen?

Vielleicht wäre es statt dessen endlich mal an der Zeit, die ketzerische Frage zu stellen, was all diese „sexuellen Minderheiten“ überhaupt im Gefolge von uns  Homosexuellen zu suchen haben.

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8 Antworten to “Alle unsere Freunde”

  1. Salvatore 21. Mai 2011 um 14:34 #

    Wieso werden denn Asexuelle diskriminiert? Ich bin asexuell und werde kein bisschen diskriminiert. Ganz im Gegenteil, der Asexuelle hat doch zumindest dem Heterosexuellen gegenüber klare Vorteile. Außerdem sind Asexuelle eine stark wachsende Gruppe.

    Seht am besten zu, eure ganzen Trittbrettfahrer wieder loszuwerden.

  2. Andreas 21. Mai 2011 um 14:54 #

    >Vielleicht wäre es statt dessen endlich mal an der Zeit, die ketzerische Frage zu stellen, was all diese „sexuellen Minderheiten“ überhaupt im Gefolge von uns Homosexuellen zu suchen haben.

    Deutungsversuch:

    Es geht denen letzten Endes nicht darum, für Homosexuelle, sondern gegen die männliche Heterosexualität zu agieren. Deshalb soll alles, was letzteres nicht ist, in einer Anti-Front solidarisiert werden. Feministen, Transgender, Intergender, …

    Motiv: Neomarxismus. Die Frankfurt Schule will die kulturellen Strukturen der bürgerlichen Gesellschaft untergraben. „Polymorphe Perversität“ (Marcuse) das Mittel. Daraus soll ersatzweise die revolutionäre Klasse entstehen, die die Arbeiterklasse nun leider, leider erwiesenermaßen doch nicht sein will.

    Mit genuinem Interesse an diesen sexuellen Gruppen hat diese Instrumentalisierungsstrategie natürlich nichts zu tun. Sie sind nur mittel zum Zweck. Letzten Endes verbirgt sich dahinter sogar ein denkbar abschätziges Bild, denn sie sollen ja nur zur Destruktion gut sein …

    Wer 20 Minuten Zeit zur Muße hat, dem sei diese Darstellung der Frankfurter Schule empfohlen:
    http://video.google.com/videoplay?docid=8630135369495797236#

  3. Fg68at 21. Mai 2011 um 15:29 #

    Ja ja, 1969 war ein schlimmes Jahr, als alles begann. 😉

  4. pedro luis 21. Mai 2011 um 16:10 #

    Nichts.

  5. Alreech 21. Mai 2011 um 16:34 #

    NaJa, konsequent zu Ende gedacht müsste sich der LSVD auch irgendwann einmal für die Rechte Hetrosexueller einsetzen, oder ? 😉

  6. herbert 21. Mai 2011 um 16:44 #

    Also ich finde es klasse. Wenn man die Belange der Asexuellen ernst nimmt, dann wird jeder sexuelle, öffentliche Kontakt als Diskriminierung der Gefühle asexueller Menschen gesehen, und sei es nur küssen.

    Also weg mit der Sexualität aus dem öffentlichen Raum, aus der Werbung, aus dem Internet – nichts mehr mit Viagra-Spam und dergleichen.

  7. schwulundgutso 22. Mai 2011 um 10:28 #

    Ich find‘ das auch Klasse, lieber Herbert und warte sehnlichst darauf, bis Pädosexuelle, Zoophile, Necrophile, Sadomasochisten, ua. an die Pforten der LBGT klopfen und der Aufnahme harren – man will ja nicht diskriminieren 🙂

  8. dimitros 22. Mai 2011 um 18:33 #

    Leute, ich muss euch enttäuschen und wundere mich, dass DU, ADRIAN, nicht durchschaut hast, worum es bei der Aufnahme von Asexuellen in der LBGT geht. Asexualität wird per definitionem nicht genetisch fixiert sondern als, dem Gleichheitsfeminismus konform, zum großen Teil eigene, persönliche Entscheidung angesehen. Damit ist die Büchse geöffnet, Orientierungen zur Willkürsache zu machen. Was meinst du, warum jetzt auch Gleichstellungs-Feministinnen die Werbetrommel rühren? Dass das den Interessen von uns Homosexuellen zuwider läuft, glauben wir ja, dass die homosexuelle Orientierung zu einem großen Teil angeboren ist, ist doch klar. Sollen wir es den Feministinnen erlauben, über einen Umweg das zu erreichen, wovon radikal Christen feucht-träumen? Orientierung beliebig, somit auch änderbar zu machen? Ich sage: NO WAY!!! Wir haben mit den Lesben nichts gemein und hatten nichts gemein, dass das einmal klar gesgt sei.

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