Schwuchtelig, grün und deutsch

30 Mai

Nachdem Jürgen Gansel von der sächsische NPD, den Grünen „Verschwuchtelung“ vorgeworfen hat, beeilt sich Boris Palmer, Oberbürgermeister von Tübingen, der Republik zu versichern, das dies nicht stimme. Die Grünen sind keine Partei von Schwuchteln, und um das zu beweisen, könne man ja mal überlegen, eine grüne Kernforderung zu opfern, namentlich das angestrebte Adoptionsrecht für Schwule und Lesben:

Der Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer hatte die Partei nach einem Bericht der „Frankfurter Rundschau“ aufgefordert, auf „radikales Oppositionsgehabe und Fokussierung auf klassisch grüne Themen“ zu verzichten. Dann könnten die Grünen auch der Union und der FDP mehr Wähler abspenstig machen.

So sei das uneingeschränkte Adoptionsrecht für homosexuelle Paare vorerst keine Forderung, „mit der sich 25 Prozent der Deutschen gewinnen lassen“, schreibt das Parteiratsmitglied demnach in einem Thesenpapier.

Renate Künast widerspricht dem allerdings vehement:

Künast entgegnete: „Zu den Kernpositionen gehört auch, dass wir für die Rechte von Homosexuellen kämpfen werden, bis eine Gleichstellung erreicht ist – bis hin zum Adoptionsrecht.“ Sie sagte: „Wenn wir in Umfragen bei 20 Prozent sind, liegt das daran, dass wir klare Werte haben und glaubwürdig sind.“

Und so schwer es mir fällt, der Künast zuzustimmen, die Grünen liegen in den Umfragen eben tatsächlich bei  2o Prozent, weil sie so sind wie sie sind. Allerdings nicht wegen ihres Einsatzes für Homosexuelle – außer uns Homos interessiert das eh niemanden -, sondern weil ein nicht geringer Teil der Deutschen von einer Welt träumt, in der man nur noch Bio-Lebensmittel essen darf, die Stromversorgung zugunsten der Umwelt rationiert wird und ein weiser gütiger Ökorat darüber wacht, dass die Freiheit des Einzelnen sich in den Konsens des Ökologischen einfügt.

Kurz gesagt, die Grünen erleben wahre Höhenflüge, weil die Deutschen politisch nicht zurechnungsfähig sind; weil auch alle Versuche der Demokratisierung durch die Amis es nicht vermocht haben, den totalitären Kern aus der deutschen Seele zu vertreiben. Die altbekannte Blockwartmentalität der Teutonen, erlebt eine grün angestrichene Renaissance.

Die Grünen, sie sind eben nicht liberal: es sind Spießer, Subsistenzwirtschaftler, Etatisten, Kollektivisten, Bevormunder – sie sind in der Tat eine klassisch deutsche Partei.

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8 Antworten to “Schwuchtelig, grün und deutsch”

  1. terminator 30. Mai 2011 um 13:11 #

    Ich kann dir nur voll und ganz zustimmen. Die Grünen waren immer schon gut darin, Minderheiten für ihre Interessen zu vereinnahmen, auf Angst und Ohnmacht zu setzen. Was war mit dem Waldsterben? Warum wurde unter der grünen Regierung nicht der Ausstieg aus der Atomkraft beschlossen? Warum scheinen die Grünen ein Heim für Pädos zu sein? Was ist mit Afghanistan, Bosnien? Warum sind die Grünen männerfeindlich, fortschrittsfeindlich? Die Grünen sind für mich alles verkappte Kommunisten mit einem bourgeoisen Anstrich. Wer die totalitäre Ideologie dahinter noch nicht erkannt hat, ist selber schuld.

  2. dieblaueneu 30. Mai 2011 um 15:05 #

    wow!!!!

  3. Andreas 30. Mai 2011 um 17:52 #

    Ob diese Gesellschaft nicht doch noch zu oeffnen ist?

    Ho – Ho – Holzspielzeug

  4. sf2000 30. Mai 2011 um 18:28 #

    Ok, Sie haben mich an der Stelle verloren, wo Sie aus der von Ihnen dokumentierten Meinungsvielfalt – man könnte auch sagen: Bizzaren Spannweite von Meinungen – eine „totalitäre Blockwartmentalität“ schließen.

    Zumindest bewundere ich Ihre schon fast orwellsche Fantasie. Etwas Netteres fällt mir leider nicht ein.

    Ach ja, @“terminator“…. der rotgrüne Atomausstiegsbeschluß ist zwar schon fast 12 Jahre her, aber es gab ihn;)

  5. terminator 30. Mai 2011 um 22:48 #

    @ sf2000
    Ja du hast mich überzeugt. In der Zeit gab es ja keine Castortransporte mehr, entschuldige bitte 🙂

  6. Mark 1. Juni 2011 um 07:08 #

    Stimme ich Ihnen voll zu! Die Grünen sind die totalitäre Partei in Deutschland die praktisch uns in jedem Punkt quengeln wollen und kennen dabei kaum den Respekt vor Privatsphäre anderer: Was wir essen sollen, wie wir mobil sein sollen, wie wir heizen sollen, wie wir Strom gewinnen sollen, wie wir unser Eigentum zu bauen haben etc. pp. Fehlt nur noch, dass sie uns ökologisch korrekte Sexpraktiken vorschreiben, dann wäre ihre Ideologie als Ersatz der kath. Kirche des Mittelalters komplett erfüllt. Ist aber wohl nur noch das einzige was dafür fehlt. Und ja, die darauf folgenden totalitären Regime in D erwecken einem die Assoziation, dass der Deutsche jahrtausendlangem Gen-Zuchtprogramm unterlag und inzwischen nicht mehr anders kann, als einem totalitäres Regime sich unterzuordnen. Was man zudem durch die unglaubliche, behördliche Überregulierung in diesem Land einem dann nicht verwundert, dass es so ist.

  7. Sebastian 2. Juni 2011 um 15:01 #

    @ Mark

    Ja bald wollen sie Steuern für die Luft zum Atmen. OK DAS konnte man (noch) nicht bringen, dafür gibts jetzt Co2 Steuern.

    Die Grünen zumindest die „Führer“ der Partei sind nichts weiteres als Kriegsverbrecher und Kriegstreiber und gehören nach Den Haag.

    Und hätten wir keine wie sagt man im Neusprech: Weisungsgebundene Staatsanwaltschaft dann wäre J Fischer jetzt Zellengenosse von Radic.

  8. Peter 4. Juni 2011 um 10:26 #

    Die Grünen, sie sind eben nicht liberal…

    Sie sind liberal, aber eben in preussischem Sinne.

    Werrr hierrr nicht liberrralll ist, derrr wirrrd aus – rrra – dierrrrt!!

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