Quacksalber ohne Grenzen

1 Jun

Katholiken sind eigentlich nicht dafür bekannt, Homosexualität therapieren zu wollen, weil die katholische Lehre in der gleichgeschlechtlichen Liebe eine Veranlagung sieht, deren Ausleben zwar sündhaft, aber nicht veränderbar sei. Natürlich gibt es auch Katholiken, die sich nicht an den Katechismus Roms halten; Katholiken, die rumhuren, Verhütungsmittel benutzen und eben Homosexualität heilen wollen.

Letzteres will z. B. der „Bund Katholischer Ärzte„, deren Quacksalberei, sich in sage und schreibe drei Ansätzen ihrer Arbeit zeigt:

Erstens glauben sie, Homosexualität sei heilbar; zweitens stellen sie fest, dass Homosexualität keine Krankheit ist, aber trotzdem zu heilen sei; und drittens empfehlen sie als therapeutischen Ansatz, damit Mann wieder auf einen hochbekommt, wenn er an Frauen denkt, u. a. die

„Konstitutionsbehandlung mit Homöopathischen Mitteln (in Hochpotenz; z.B. Platinum)“.

Abgesehen also, dass diese so genannten „Ärzte“ an die Heilung der Homosexualität glauben, stellen sie sich gleich noch mal ins wissenschaftliche Abseits, indem sie Homöopathie empfehlen. Nun weiß allerdings jeder normal denkende Mensch – zumindest außerhalb der grün wählenden, ökoliberalen Rotweinviertel -, dass Homöopathie der totale Schwachsinn ist, keinerlei Wirkung hat, und schon rein logisch der reinste Humbug ist, weil das Kernprinzip dieser „alternativen Heilmethode“ lautet:

„Ähnliches soll durch Ähnliches geheilt werden“

Insofern müsste der Bund Katholischer Ärzte als Mittel gegen Homosexualität eigentlich den wohldosierten gleichgeschlechtlichen Sex empfehlen.

Und wer weiß, sollten die Grünen irgendwann durchsetzen, dass die Homöopathie von den Leistungen der Krankenkasse gedeckt wird, vielleicht kann man sich dann sein Sexleben, auf therapeutischer Basis, auch noch vom Staat bezahlen lassen.

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4 Antworten to “Quacksalber ohne Grenzen”

  1. jds 1. Juni 2011 um 14:07 #

    Homöopathie ist Unsinn, geschenkt. Aber *weil* sie Ähnliches durch Ähnliches heilen soll? Den Zusammenhang musst Du dann schon erläutern …

  2. Andreas 1. Juni 2011 um 18:13 #

    Ich durchaus schon auch deutliche positive gesundheitliche Effekte auf Homoeopathie, aber keinerlei Effekt auf meine sexuelle Orientierung.

  3. Adrian 1. Juni 2011 um 18:15 #

    Entschuldigung Andreas, ist das von Dir geschriebene ein Satz?

  4. markotrans 1. Juni 2011 um 18:26 #

    „…weil die katholische Lehre in der gleichgeschlechtlichen Liebe eine Veranlagung sieht, deren Ausleben zwar sündhaft, aber nicht veränderbar sei.“

    Finde es fair von dir, dass du es wahrheitsgemäß darstellst. Es ist auch letztlich nur die „Handlung“ die verurteilt wird, und nicht die Person selber, da ja alle Personen Abbild Gottes sind – sein sollen. Sogesehen interessiert es mich, als libertären Schwulen, solange die Trennung von Kirche und Staat erfolgt, nicht, was hier vor sich geht, da finde ich manche politischen Entwicklungen schon weitaus bedenklicher. Das kostet uns nicht nur Milliarden, dem können wir uns auch nicht entziehen. Niemand wird ja gezwungen, in irgendwelche Kirchen zu gehen.

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