Verteidigung des Dagegen Seins

18 Jul

Mitmachen ist Ehrensache

Die radikale Linke rüstet sich zum Bierputsch gegen Ideologiekritiker

Unter diesem Titel lädt die Redaktion Bahamas für den 27. Juli in Berlin zu einer Diskussionsveranstaltung mit Thomas Maul und Justus Wertmüller:

Seit einem Jahr häufen sich von Linksradikalen zu verantwortende Versuche, Referenten aus dem Umfeld der Ideologiekritiker und hier ganz besonders Autoren und Redakteure der Bahamas am Reden zu hindern. Das geschieht nach bewährtem Schema: zuerst erscheinen Fatwas im Internet, die stets aufs Neue beweisen, wie rassistisch, imperialistisch, rechtsradikal, frauenfeindlich und islamophob Bahamas und Freude seien, wobei man die Vorarbeiten von Verleumdern und häufig auch Zitatenfälschern recycelt, die manchmal Namen haben wie Bernhard Schmid (Jungle World) oder Peter Nowak (ND bzw. Junge Welt), meist aber unter Pseudonymen wie lysis oder rhizom ihr Unwesen treiben. Danach drängt es einige zumeist ziemlich derangierte Übriggebliebene aus alten Kameradschaften wie Volx-Küche, Frauen-Lesben-Zusammenhängen oder der Antifa zur „interventionistischen Praxis“. Diese reicht mittlerweile von anonymen Drohungen und Einschüchterungen der Wirte oder Vereine, in deren Lokalen die Vorträge stattfinden sollten (wie mehrfach in München, Lübeck und Jena), über eine öffentliche Sitzung, in der sich die entsprechende Szene gleich selbst für Raumverbot, also Zensur, aussprach (wie in Leipzig), zur Sprengung der jeweiligen Veranstaltung, wie es in Bonn versucht wurde und in Marburg gelungen ist.

Zwar bringen diese Interventionisten nichts Eigenes mehr zustande, das von Interesse wäre, wohl aber können sie den Terror von Verbot, Drohung und Nötigung gegen Kritiker überall dort einsetzen, wo man sie lässt, d.h. z.B.: nicht öffentlich zurechtweist, worauf auch „strömungsübergreifende“ linke Medien wie Jungle World oder Phase 2 bis jetzt verzichten. Insofern haben Bahamas-Autoren und die, die ihnen zuhören wollen, kein kleines Problem.

Auf einer Diskussionsveranstaltung sollen ein paar inhaltliche Fragen geklärt werden:

– Die radikale Linke als Vorfeldorganisation des gesunden Volksempfindens,

– Die Privatisierung des Verfassungsschutzes,

– Warum Mitmachen in Deutschland gerade für Linke Ehrensache ist.

Aber auch darüber, wie diese jüngsten Entwicklungen der (zum Teil auch „antideutschen“) Linken einzuschätzen sind und was künftig zu tun wäre, um den störungsfreien Ablauf ideologiekritischer Veranstaltungen zu gewährleisten, kann mit Thomas Maul und Justus Wertmüller diskutiert werden.

Mittwoch, den 27.7.2011 um 19 Uhr

Max & Moritz, Oranienstraße 162, in 10969 Berlin

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4 Antworten to “Verteidigung des Dagegen Seins”

  1. terminator 18. Juli 2011 um 18:44 #

    Das habe ich jetzt nicht ganz verstanden. Bist du jetzt gegen Links-Radikale und für Ideologiekritiker oder ist das sarkastisch zu verstehen? Bitte klär mich und die Leser einmal auf, was du hier genau meinst.

    • Damien 18. Juli 2011 um 22:47 #

      @ terminator: Die Abneigung der Autoren dieses Blogs gegen Linksradikale ist kein Geheimnis. Näheres dazu hier.

  2. Alreech 19. Juli 2011 um 19:15 #

    na ja, die Linksradikalen von der Bahamas sind linksradikaler als die Linksradikalen von der Linkspartei.
    Kurz und gut, sie sind antideutsch ( sind wir das nicht alle ? )

    Wenn die Linksradikalen von der Linkspartei den deutschen Nationalstaat als Rettung vor der neoliberalen Globalisierung propagieren oder sich auf’s Frauendeck sperren lassen wenn auf dem Oberdeck das Massaker an den Juden der Oase Khaibar besungen wird,…
    …dann sind die Linksradikalen von der Bahamas radikal dagegen 😉

    Wenn die Antideutschen nicht die typisch deutsche Tendenz zur Rechthaberei ( und die typisch deutsche Humorlosigkeit ) hätten könnte man mit ihnen besser auskommen als mit den Antiimps.
    Und als antideutscher schwuler Christ kann man sicherlich für sich reklamieren der kleinsten radikalen Minderheit anzugehören 😉

  3. julian 20. Juli 2011 um 00:37 #

    na auch die bahamas entledigte sich bereits vor geraumer zeit der marke „antideutsch“.
    erneut wird auch im editoral der sozusagen eben gerade in den kessel aller linksdeutschen ekelhaftigkeiten geworfenen bahamas #62 darauf eingegangen, die ich – auch zum besseren verständnis oben beworbener veranstaltung – wärmstens ans herz legen möchte.
    und dann noch ein sicher super vortrag, da sage noch wer „sommerloch“.
    in freudiger erwartung

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