Wie ein schwuler Blogwart Gay West mal in der jüdischen Pisse erwischte

15 Aug

Es gibt Satire, die ist richtig gut. Es gibt Satire, die ist einfach nur schlecht. Und dann gibt es Satire, die ist überhaupt keine:

Unser schwuler Adrian hingegen ist im wesentlichen verlinkt mit der – wie sie sich selbst nennt – liberal-libertären Bloggosphäreantibürokratieteam, bluthilde, Clamis, FreiheitsNews, L for Liberty, links und liberal, schwul und liberal usw. – bewegt sich also bevorzugt in der eigenen geistigen Sosse.

Man weiß nicht so recht, was den Autor eigentlich stört. Die Homosexualität von Kollege Adrian wird es nicht sein, mit der schmückt sich der verhinderte Satiriker selbst. Das Verlinken von Gleichgesinnten wird auch nicht so recht als Vorwurf gemeint sein. Was umtreibt „satirgay“ dann? Das wird in seinem Erguss nicht gleich deutlich, denn außer einer Reihe Zitate steht darin kaum mehr als ein Satz zur Verteidigung dreier linker Parteien – ohne dabei allerdings auch nur ein Argument für diese zu nennen. Richtig verärgert ist man bei  „schwul und satirisch“ darüber, dass Adrian sich eine Zeitlang nicht über zwei andere linke Parteien in Deutschland geäußert hat:

Zugleich registriert man erstaunt, dass in den abgelaufenen 7 1/2 Monaten des Jahres 2011 auf GAY WEST weder die verhaltensgestörte westerwellsche Korruptentruppe (Liberale!!!), noch das Wichsfigurenkabinett der volksverblödenden merkelschen Papstfanatiker – CDU oder CSU – mit auch nur einem einzigen Wort erwähnt werden.

Ist da der Blogwart nicht noch viel zu nett zu uns? Erste schwule Bürgerpflicht ist schließlich nicht die Erwähnung, sondern die Schmähung der neoliberalen Reaktion! Was „satirgay“, ganz humorfrei, sonst noch umtreibt, wird erkennbar, wenn er einem schwulen Unternehmer vorwirft, mit Pornos Geld zu verdienen, kein Maoist mehr zu sein oder wenigstens einen zu wenig kreativen Reiseführer erfunden zu haben:

Vom linken Schwulenaktivist zum Homoporno-Millionär. Sein Image ist edel (Mitbegründer der Deutschen AIDS-Hilfe), genial (Spartacus… wie man mit ein paar Homo-Adressen ein paar Millionen macht), engagiert (setzt männliche Erektionen per Gerichtsurteil durch) bis ästhetisch (der Penis als Coffee-Table-Book). (…) Nein, die wunderbare Geschichte des Bruno Gmünder – vom 20jährigen Jurastudenten und Maoisten (Mitglied der Rote Hilfe in München) und Kommerzscheissgegner zum Homo-Porno-Millionär – ist noch nicht geschrieben…

Dabei neidet man dem Kerl doch eigentlich nur den jungen Gespielen, mit dem er sich beim Erzfeind vergnügt, statt in Palästina Revolutionstourismus zu betreiben:

während der berühmteste deutsche Schwulbart (54) mit seinem jüngsten Bubipartner Urlaub an der Côte d’Azur macht (bei den Reichen und Schönen!)

Wes Geistes Kind sich hinter „satirgay“ versteckt, wird endgültig deutlich im Fortgang der Kritik an uns Judenfreunden. Denn wir sind nicht nur verlinkt mit Liberalen und Libertären, sondern in der Blogroll findet sich noch dazu ein ganz besonderes Russenschwein Judenschwein halbseidenes Subjekt echte deutsche Arbeit verweigerndes mit Ausscheidungen und Schund Geld scheffelndes Exemplar:

Verlinkt aber auch auch mit dem russisch-jüdischen Ex-Callboy, Geschlechtsverkehrdarsteller und sich gerne politisch produzierenden Pisspornoproduzenten Michael Lucas.

Jeden Blogbetreiber, der mit solch einer Sosse verlinkt ist und sich nicht zum Schreibtischmittäter machen will, kann man nur auffordern, diesen deutschen Witzbold schnellstmöglich aus der Blogroll zu entfernen.

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7 Antworten to “Wie ein schwuler Blogwart Gay West mal in der jüdischen Pisse erwischte”

  1. Guido 16. August 2011 um 08:43 #

    wenn man michael lucas kommentare im ‚advocate‘ (der porno-geschäftsmann betätigt sich da als kommentator!) gelesen hat und seine öffentlichen äusserungen über israel zur kenntnis nimmt, darf man feststellen, dass er permanent auf seiner jüdischen herkunft lautstark „herumreitet“. will sagen, der mann klebt sich das etikett selbstbewusst, weithin sicht- und hörbar, an. bei der darstellung seiner person gibt es also keinen grund diesen hinweis zu unterschlagen.

    • Damien 16. August 2011 um 09:50 #

      Die Frage ist doch eher, welchen Grund es gibt, diesen hinweis unbedingt in einem Text unterzubringen. Anders gesagt: Es kann einen Unterschied machen, ob jemand von sich selbst sagt, dass er Jude ist oder ob jemand das über einen anderen sagt. Und es kommt dabei auf den Kontext an. Das gilt übrigens genauso für einen Begrif wie porno-geschäftsmann. Das kann man als (Selbst-)Beschreibung verwenden oder zur Denunziation. Zu beurteilen, wie das in Deinem Kommentar gemeint ist, überlasse ich unseren Leser_innen.

  2. Guido 16. August 2011 um 11:31 #

    Das muss ausgerechnet ein Gay-West-Autor sagen. Vielleicht liest du dir mal den einen oder anderen Beitrag auf Gay West durch. Du würdest staunen, in welche gedanklichen Richtungen man da den Leser hineinstösst – – –

  3. Guido 16. August 2011 um 21:36 #

    Aha, und wenn einem die Luft weg bleibt, dann löscht man den Kommentar. Viva Gay West!

  4. Damien 16. August 2011 um 22:45 #

    Kommentare sind erwünscht und werden, so grundlegende Höflichkeitsregeln eingehalten werden und ein inhaltlicher Bezug zum Beitrag vorhanden ist, freigeschaltet.

  5. Adrian 16. August 2011 um 22:53 #

    @ Guido

    „Du würdest staunen, in welche gedanklichen Richtungen man da den Leser hineinstösst – – -„

    Wie wäre es, dies als nette Zugabe zu betrachten? Manche Menschen denken immer in der gleichen Routine, da ist es doch mal ganz schön, in andere gedankliche Richtungen gestoßen zu werden.

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