Ewige Opfer, ewige Täter

10 Okt

Johnny Depp war genervt

In der neusten „Vanity Fair“ hatte er sich darüber ausgelassen, dass er es nicht mag, wenn ihn Fotografen in merkwürdige Kleider stecken, zu unnatürlichen Posen auffordern und an Orte schleppen, die er von sich aus niemals aufsuchen würde.

und wagte einen Vergleich:

„Nun, man fühlt sich irgendwie, als werde man vergewaltigt.“

Doch vergleichen tut man nicht, schon gar nicht mit einer Vergewaltigung. Und so meldete sich RAINN (Rape, Abuse & Incest National Network) zu Wort:

Fotografiert zu werden ist in keiner Weise mit einer Vergewaltigung zu vergleichen,

wußte man bei dem Fachverband zu vermelden. Und weil es sich um einen Mann handelte, schob man hinterher:

RAINN begrüßt die Gelegenheit, mit Herrn Depp zu sprechen und ihn zu erziehen.

Depp entschuldigte sich postwendend und teilte mit:

Bei dem Versuch, ein Gefühl auszudrücken, habe ich mich im Wort vergriffen.

Als Schauspielerin Kristen Stewart vor einem Vierteljahr Fotoshootings mit den Worten kommentierte:

Diese Fotos sind so… Ich habe das Gefühl, als werde dabei jemand vergewaltigt.

enthielt sich RAINN jeden Kommentars. Frauen sind und bleiben nämlich Opfer. Immer und überall.

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