Nicht belegbar

10 Nov

Friedrich Wilhelm Graf analysiert in diesem Buch sieben Kardinal-Untugenden der Kirchen: die verquaste Sprache der Theologen, den selbstgerechten Moralismus der Funktionäre, die Bildungsferne der Gottesdienste, die Demokratievergessenheit politischer Interventionen, die weltfremde Selbstherrlichkeit der Würdenträger, den Abschied von einem pluralistischen Christentum sowie den Sozialpaternalismus kirchlicher Sozialmanager.

Dieser Klappentext machte mich neugierig und ich habe den Kauf des Buches nicht bereut. Ein paar kritische Anmerkungen habe ich allerdings:

Wieso fällt Graf als Beispiel für „Persönliches“, das Pfarrer heutzutage von sich preisgeben, ausgerechnet das Schwul- oder Lesbisch-Sein ein, nicht aber das Hetero-Sein?

Welchen Erkenntniswert hat die von Graf referierte – und unbelegte – Behauptung, dass unter Priesteramtsanwärtern der Homosexuellenanteil besonders hoch sei?

Wenn Graf schreibt, es gebe keinen belegbaren Zusammenhang zwischen Homosexualität und Pädophilie, der Zölibat allein könne die hohe Zahl von Kindesmissbrauch durch Priester jedoch nicht erklären, was will er damit eigentlich sagen? Und was bewegt einen ansonsten durch und durch liberalen Theologen zu solchen Sätzen?

Advertisements

2 Antworten to “Nicht belegbar”

  1. bajazbasel 11. November 2011 um 02:07 #

    „Welchen Erkenntniswert hat die von Graf referierte – und unbelegte – Behauptung, dass unter Priesteramtsanwärtern der Homosexuellenanteil besonders hoch sei?“

    > Logischerweise vertrauen Homosexuelle Männer einem Übervater und einer Christusfigur mehr als dem realen Leben…

    „… es gebe keinen belegbaren Zusammenhang zwischen Homosexualität und Pädophilie, der Zölibat allein könne die hohe Zahl von Kindesmissbrauch durch Priester jedoch nicht erklären…“

    > Pädophilie hat als solche nichts mit sexuellen Übergriffen auf Kinder zu tun (der Begriff ist historisch), denn schon körperliche Übergriffe und psychische Folter sind in heterosexuellen „kinderliebenden“ Familien „normal“. Ausserdem gibt es auch „pädophile“ Frauen, die aber kein Thema sind. Auch Mütter, die ihre Jungs *heterosexuell machen“ wollen auch nicht…
    Geistige Übergriffe auf Menschen erlauben natürlich auch sexuelle Übergriffe. Sie sind eine wichtige Voraussetzung dazu!
    (Gerontophilie gibt es auch, ist aber auch kein Thema)

  2. robert 11. November 2011 um 10:29 #

    menschen verstehen den zusammenhang zwischen hunger und mundraub, aber nicht den zwischen zoelibat und notzucht?! und kein wort gegen die gerontophilie, ich habe vor, es mit siebzig auch noch so knacken zu lassen wie berlusconi ^^

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: