Unser täglich Missbrauch gib uns heute

22 Dez

„James T. Kirk“, wie er sich selber nennt, ist mein neuer Stern am Himmel der Schwulenfeindlichkeit. Der stolze Hetero, hat es sich zum Ziel gesetzt, zu beweisen, dass Homosexualität im Wesentlichen das Resultat frühkindlichen Missbrauchs ist. Belegen kann er das zwar nicht, doch verbittet er sich Kritik an seiner Theorie, denn Kritik daran sei im Grunde genommen nichts anderes als der Versuch, fanatischer „Homohomos“ die Forschungs- und Meinungsfreiheit einzuschränken. Es bringt auch nichts, als Homo gegenüber Kirk zu argumentieren, man selbst wurde nicht missbraucht, denn diesen Einwand kontert er mit dem süffisanten Einwand, diese Erfahrung habe man wohl abgespalten, weil sie zu traumatisch sei.

Kirk versucht nun verzweifelt, mir argumentativ das Wasser zu reichen, z. B. indem er meinen Beitrag über die Natürlichkeit der Homosexualität im Lichte der Evolution kritisiert. Ich schrieb damals:

Es gibt bislang keinerlei Beweise dafür, dass bestimmte Exemplare einer Tierart ausschließlich homosexuelles Verhalten an den Tag legen, dies ist bislang lediglich beim Menschen bekannt. Wenn also Individuen einer Art mit sonst überwiegend homosexuellem Verhalten sich auch gelegentlich heterosexuell verpaaren, steht einer Vererbung der Homosexualität nichts im Wege.

Der kluge Kirk glaubt nun, mich mit beiden Händen im Mustopf erwischt zu haben und verkündet triumphierend:

Ein bißchen absurd ist die erste Argumentationsfigur dieses Abschnitts, denn hier weist der Autor darauf hin, daß nirgends im Tierreich nachgewiesen sei, daß Tiere ausschließlich homosexuell lebten. Hiermit hat der Autor selbst eine gravierende Erschütterung der These von der Natürlichkeit der Homosexualiät abgeliefert. Wenn einerseits Tiere für die Begründung der Natürlichkeit von Homosexualität herhalten müssen, wieso ist bei keinem einzigen nachgewiesen, daß es eine permanente Homosexualität als Orientierung habe vergleichbar mit der des Menschen? Was ist der Begriff der Homosexualität wert, wenn sich entsprechende Tiere auch heterosexuell fortpflanzen? Gibt es im Tierreich bereits eine „Heteronormativität“, die zu solch einem Verhalten führt?

Natürlich nicht, doch wieso muss, um die Natürlichkeit von Homosexualität zu belegen, eine permanente Homosexualität vorhanden sein? Es reicht doch schon aus, dass es Homosexualität in der Natur gibt. Und das ist nun einmal der Fall. Im Übrigen könnte man Kirks Frage auch umgekehrt, aus einem weniger „heteronormativen“ Blickwinkel stellen. Denn was ist schließlich der Begriff der Heterosexualität wert, wenn sich entsprechende Tiere auch homosexuell betätigen?

Doch Kirk ist halt schlauer als ich und so gelingt es ihm tatsächlich, mich mühelos zu entlarven:

Noch krasser und lehrreicher wird der Selbstbetrug des Autoren im zweiten Teil des Abschnitts. Denn hier behauptet er nun, daß aufgrund des gelegentlichen heterosexuellen Verhaltens eine Vererbung der Homosexualität durchaus gewährleistet sei. Ganz so firm scheint der Autor nicht in Sachen Evolutionstheorie zu sein. Denn sonst könnte er gewähren, daß eine halbierte Heterosexualität auch nur zu halbierter Nachkommenzahl führt. Das vermeintliche Erbmerkmal Homosexualität würde sich also recht bald aus der Natur verabschieden.

Da Homosexualität zu Kirks Bedauern aber immer noch existiert, muss es eine andere Ursache haben, nämlich den Missbrauch. Und Kirk kann dies auch belegen. Zwar weniger durch Studien oder wissenschaftliche Befunde, aber durch die Kraft der Erkenntnis:

Ich selbst habe Indizien und Belege für den Zusammenhang von Homosexualität und sexuellem Mißbrauch im Überfluß, und für mich ist diese These nichts Ungewöhnliches.

Natürlich nicht, denn diese These ist ja die einzige, die Kirk überhaupt als Ursache zulässt. Selbstverständlich will er mit seiner These, dass die Ursache der Homosexualität in einer traumatischen Erfahrung zu finden ist, uns Homos nur helfen:

Vielleicht bin ich ja in Wirklichkeit homophil und es ist der Gesellschaft und Homosexuellen wesentlich mehr geholfen, wenn man eine mögliche Ursache von Homosexualität erörtert, die eine monströse Wahrheit zutage fördern könnte.

Und diese „Wahrheit“ sieht so aus:

Leider hat sich Kirk nicht die Mühe gemacht, seinen Lesern mitzuteilen, aus welchem Werk dieser Auszug stammt, doch nach kurzem Suchen ist es zumindest mir gelungen, die Quelle ausfindig zu machen: „Sexueller Missbrauch, Misshandlung, Vernachlässigung: Erkennung, Therapie und Prävention der Folgen früher Stresserfahrungen„, herausgegeben von Ulrich Tiber Egle, Sven Olaf Hoffmann und Peter Joraschky. Der entsprechende Auszug lässt sich unter folgendem Link nachlesen.

Zugegeben, ich habe nicht die Expertise um diese Zahlen zu widerlegen, doch frage ich mich – unter die Annahme obige Zahlen und deren Kirksche Interpretation seien korrekt – wie dann der Rest der Homos zu seiner Homosexualität kommt. Vorausgesetzt es gibt diesen Rest, denn, zur Erinnerung:

In diesem Zusammenhang ist hinzuzufügen, daß solche traumatischen Erfahrungen allgemein häufig vollständig abgespalten, also dem Bewußtsein nicht unbedingt zugänglich sind. Die genannten Prozentzahlen können also durchaus höher ausfallen. Ein sexueller Mißbrauch muß auch nicht zwingend zu Homosexualität führen. Allein die Tatsache, daß sexueller Mißbrauch bei Homosexuellen wesentlich häufiger vorkommt, müßte eigentlich schon skeptisch genug machen hinsichtlich einer Natürlichkeit der Homosexualität.

„Natürlich“, ist Homosexualität aber schon alleine deshalb, weil diese ja in der Natur vorkommt. Fragen bezüglich der moralischen Bewertung lassen sich aus der Natürlichkeit allerdings nicht ableiten.

So weit, so banal, aber nun fragt sich Kirk , warum Schwule so pikiert darauf reagieren, wenn man ihre Orientierung in die Nähe von Missbrauch rückt:

Was hat unsere Gesellschaft davon, sich zwanghaft vorzumachen, daß Homosexualität natürliche Ursachen habe? Ist dies etwa ebenfalls ein passabler Weg, um sich nicht mit der Problematik der Kindesmißhandlung auseinandersetzen zu müssen. Noch dazu mit der Rolle der Frauen in diesem Zusammenhang?

Umgekehrt müsste man der Frage nachgehen, was Kirk davon hat zu belegen, dass Homosexualität eben nicht natürlich sei. Will er mehr männliche Konkurrenz im Kampf um die Frauen, die er flachlegen kann? Will er sich selbst als Herrenmensch sehen, dessen Sexualität die einzig richtig und wahre ist? Ist er selber ein heimlicher Schwanzlutscher, und will mit dieser Fragestellung diesen Verdacht so weit wie möglich von sich weisen?

Bezug nehmend auf meine Äußerung, dass Kirk

auf jeden Fall „homophob“ sei, wenn [er]  nur der Frage nachginge, ob Homosexualität nicht natürlich sei

echauffiert er sich wie folgt:

Homosexuelle haben also Probleme damit, wenn man einer neutralen wissenschaftlichen Fragestellung nachgeht. Es kann sich bei dieser ja herausstellen, daß Homosexualität tatsächlich natürlich und biologisch bedingt ist. Aber leider eben auch nicht. Liegt hier vielleicht das Problem? Warum fühlen sich Homosexuelle genötigt, die Forschungsfreiheit einzuschränken, indem sie bestimmte Fragestellungen pauschal denunzieren?

Zunächst einmal sind Frage nach der Ursächlichkeit der Homosexualität selten neutral, sondern zielen meist darauf ab, Homosexualität künftig zu verhindern. Zweitens schränkt man selbst mit einer „Denunziation“ bestimmter Fragestellungen, nicht die Freiheit der Forschung ein. Und drittens: Wie soll man einem offensichtlich als Hetero durch eine heterosexuelle Welt ziehenden Menschen erklären, was man als Homo für ein Problem damit hat, wenn die eigene Sexualität, die eigenen Emotionen in Bezug auf andere Menschen, wenn Liebe, wenn also die schönsten Gefühle zu denen ein Mensch fähig ist, als Resultat einer traumatisierenden Perversion angesehen werden?

Es würde nicht einmal etwas nützen, wenn ich den Spieß umdrehen und Kirk als fanatischen Mösenficker bezeichnen würde, als sexuell gestörtes Muttersöhnchen, welches mit dem Eindringen seines Schwanzes in die Vagina einer Frau, nur das postnatale Bedürfnis zum Ausdruck bringe, wieder in Mamis Bauch zurückkehren zu wollen. Kirk würde sich an den Kopf fassen, sich umdrehen, die ganze Welt heterosexuell knutschen und ficken sehen, mit den Achseln zucken und sich selbst als normal erklären.

Um also tatsächlich nachvollziehen zu können, warum Homos an seiner Fragestellung Anstoß nehmen, müsste er so etwas wie Einfühlungsvermögen haben. Da vielen Hetros ein solches Empfinden allerdings abgeht, dass sie sich selbst als Krone der Schöpfung sehen, dass sie ihre Sexualität als so normal und gewöhnlich  empfinden, dass sie nicht mal auf die Idee kommen, es könne auch etwas anderes geben, das alles belegt ein Kommentator bei Kirk, der doch tatsächlich und ohne rot zu werden folgendes behauptet:

ich betreibe meine sexualität im privaten. kein problem.

Die meisten Menschen tun dies aber nicht, sie verlangen das nur stets und ständig von uns Homos, während sie selbst in der Öffentlichkeit knutschen, Händchen halten, oder mit geschmückten Autokorsos laut hupend durch die Stadt fahren, um darauf hinzuweisen, dass sie noch in dieser Nacht Sex haben werden, oder gar jedem zeigen, dass sie schon mal Sex hatten, nämlich indem sie die Frucht ihrer Sexualität präsentieren, welche artig und lieb im Kinderwagen liegt, den man mit stolz geschwellter Brust die Straße entlang schiebt.

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17 Antworten to “Unser täglich Missbrauch gib uns heute”

  1. pedro luis 22. Dezember 2011 um 18:24 #

    Einer von vielen Hanswursten, über die man besser nichts schreiben sollte.

  2. bajazbasel 23. Dezember 2011 um 01:31 #

    Die Missbrauchsdiskussion mit der Opfer zu Täter-Theorie hängt sich selber auf. Wenn nämlich die vielen Männer, die Mädchen/Frauen missbrauchen, selber heterosexuelle Opfer gewesen sind – was anzunehmen wäre – dann gäbe es seeeeeeeehr viele TäterINNEN. Worüber nie jemand bisher diskutiert hat…
    Zudem ist es absolut wichtig, dass Betroffene selber sich definieren und nicht von aussen zu Opfern gemacht werden, wie das viele Frauen mit Knaben und Mädchen sehr gerne machen…

  3. Martin 23. Dezember 2011 um 03:19 #

    ?!? Was für eine kindliche Art der Argumentation Kirk hat, das haut mich aus den Socken. Muss schön sein in so einer beschränkten Welt leben zu können ohne zu verzweifeln. Man sollte ihm ein Bonbon geben…

  4. Ralf 23. Dezember 2011 um 17:19 #

    Auch ich bin als Kind missbraucht worden – von einer Frau. Müsste ich da nicht lesbisch sein statt schwul? – Aber im Ernst: Was bringt es, sich mit Dummschwätzern wie Kirk auseinanderzusetzen? Das ist doch Donquichotterie. Solchen Ewiggestrigen kann man sich nicht auf der intellektuellen Ebene nähern. Dazu fehlt denen der Verstand. Und ich glaube auch nicht, dass wir es heute immer noch nötig haben, über „die Ursachen der Homosexualität“ zu diskutieren. Wenn eine Ursache gesucht und erforscht werden muss, dann die der Homophobie.

  5. Martin 23. Dezember 2011 um 19:59 #

    Die Frage nach der Ursache von Homosexualität finde ich schon interesant, es ist eben eine wissenschaftliche Frage, was genau bestimmt sexuelle Orientierung? Wie schaut der evolutionäre Hintergrund aus usw., Homosexualität war mit Sicherheit immer ein Teil menschlicher Existenz (und in der Existenz der Vorläufer des Menschen), es wäre mehr als überraschend wenn Homosexualität in der Evolution des Menschen einfach plötzlich aus dem Nichts aufgetaucht wäre oder gar, wie einen manche glauben machen möchten, eine gesellschaftliche Erscheinung. Aber wenn man als Homophob plötzlich vor der Möglichkeit steht das Homosexualität nicht abartig sondern im Gegenteil wichtiger Teil der menschlichen Evolution sein könnte dann muss man halt andere Erklärungen finden. Und schwupps, sind alle Schwulen Männer Missbrauchsopfer. Besonders perfide ist der Hinweis das die, die nicht missbraucht wurden sich nur nicht erinnern könnten. Der ganze Text ist ein Witz und es ist unfassbar das sich jemand mit so einer Kinderkackeargumentation an die Öffentlichkeit traut.

  6. James T. Kirk 23. Dezember 2011 um 22:11 #

    Natürlich nicht, doch wieso muss, um die Natürlichkeit von Homosexualität zu belegen, eine permanente Homosexualität vorhanden sein? Es reicht doch schon aus, dass es Homosexualität in der Natur gibt.

    Hallo Adrian, altes Haus,

    ich finde es ja toll, daß du so einen langen Artikel über mich geschrieben hast. Da können wir uns auch ein bißchen direkt auseinandersetzen. Eine Argumentationsschiene bei mir war ja, daß die angebliche Homosexualität im Tierreich ein Trugbild ist. Dazu habe ich Beispiele genannt.

    Darauf bist du bezeichnenderweise nicht eingegangen. Es wird auch vieles andere in deinem Artikel falsch wiedergegeben. Darauf kann ich ja noch später eingehen.

    Ich akzeptiere es übrigens, wenn du der Meinung bist, daß du keinen Mißbrauch erfahren hast. Um so besser. Ich weise lediglich darauf hin, daß die Möglichkeit der Abspaltung besteht. Dies ist übrigens bei allen anderen Menschen auch so. Egal ob homo oder normal. Es gehört nun einmal zum Wesen des Traumas, daß diese Erfahrungen mehr oder weniger stark abgespalten, also vom bewußten Erleben getrennt sind. Dies gilt für alle Formen von Mißhandlung und Mißbrauch.

    Ich spreche hier auch nicht von irgendeiner MInderheit, sondern von nahezu allen Menschen. Diese Zusammenhänge betreffen so gut wie jeden.

    In freudiger Erwartung eines konstruktiven Austauschs

    Dein James T. Kirk

  7. Hihi 24. Dezember 2011 um 01:41 #

    Schon das Cover der aktuellen „eigentümlich frei“ gesehen?^^

  8. Yo 28. Dezember 2011 um 00:13 #

    Heteros wurden alle als Kind mißbraucht und sind deshalb hetero geworden. Wenn sie sich nicht mehr daran erinnern, liegt das daran dass sie die Erfahrung abgespalten haben.

  9. robert 29. Dezember 2011 um 16:43 #

    Okay mate, ich weiss nicht, weshalb du diesem troll die menge an aufmerksamkeit zukommen lässt, die er sich wahrscheinlich aufgrund von ermangelung im echten leben so sehr wünscht. gilt der humbug eigentlich ich auch für lesben? fakt ist, dass dieser schwachsinn bereits im letzten jahr bereits auf youtube an mich herangetragen wurde, von amerikanischen christlichen fundies. ignorieren, und lieber der frage nachgehen, ob organisierte religion wirklich nur aufgrund von frühkindlicher gehirnwäsche weiterexistiert 🙂

  10. robert 29. Dezember 2011 um 21:07 #

    du meine güte, „egal ob homo oder normal“ 😀 wo du wohnst, fahren die züge wirklich nicht hin, nicht wahr junge 😀

  11. James T. Kirk 30. Dezember 2011 um 23:10 #

    Hallo Robert,

    ich bin übrigens nicht der Meinung, daß, wenn ein Homosexueller meint, er sei nicht mißbraucht worden, dies ein Beleg dafür sei, daß er tatsächlich mißbraucht wurde. Das wäre doch recht merkwürdig. Ich sage lediglich, daß die Möglichkeit der Abspaltung besteht.

    Ich frage mich natürlich, warum ihr so abwertend über mich und meine Thesen sprecht und warum ihr mehrfach Gesagtes nicht zur Kenntnis nehmen wollt.

    Ich hoffe, hier ist eine faire Diskussion möglich.

  12. Christian 31. Dezember 2011 um 14:54 #

    Ich glaube nicht das eine faire Diskussion möglich ist.
    Es ist auch perfide, die These in den Raum zu stellenhomosexualität ist eine krankhafte Störung und dann von homosexuellen unvoreingenommene objektivität zu erwarten.

  13. Martin 31. Dezember 2011 um 18:22 #

    James, was du essentiell sagst, ist das jemand der schwul ist eigentlich ein emotional verkrüppelter Hetero sei. Wenn du nicht verstehst warum das erniedrigend und verletzend ist dann weis ich auch nicht. Und hör doch um Gottes willen mit dem gekränkten Getue auf, du weist ganz genau was der Hintergrund deiner Behauptungen ist. Dein Vorgehen hat auch nicht die Bohne mit Wissenschaft zu tun. Wenn du dich einfach hinstellen würdest mit der Aussage „ich mag Homos nicht, ich glaub das ist unnatürlich“, dann könnte ich sagen, gut, nicht meine Meinung aber wenigstens ehrlich. Aber dieses Pseudogewäsch von Wissenschaft, das keine Ahnung haben und Fakten herbeizaubern, das Rumgetue dir ginge es nur um die Wahrheit ist unehrlich, verlogen und offen gesagt auf einer Ebene mit den Leuten die „wissenschaftlich“ beweisen wollen das schwarze Menschen weniger intelligent seien als weiße. Das wirklich schlimme ist das du mit deinem Geseier Menschen beeinflusst die keine Ahnung von der Materie haben.

  14. JeeWee 4. Januar 2012 um 00:38 #

    Hi James!

    Über was will man denn da Diskutieren?

    In der Schule lernt man in der Oberstufe für gewöhnlich ja Diskussionen mit sich selbst zu führen. Da gibt es eine vorgebene These, da werden Pro und Contra Argumente aufgelistet und am Ende wird noch ein Fazit ala „Ich finde, …“ hingeklatscht.
    Und das, obwohl doch auch Argumente gegen das Fazit aufgestellt wurden sind. Ich fands immer blöd.

    Diskutieren ist doch nichts weiter als der Versuch Mitmenschen, die in ihrer Meinung zum Thema XY nicht oder nur gering gefestigt sind, für sich zu gewinnen. Hat man das geschafft, ist das wie ein Orgasmus für den Ego und stärkt das Selbstbewusstsein.

    Wenn du echt was schaffen willst, gehe in die Forschung und sei in der Lage eindeutige (in Prozent wären das annährend oder gar 100) Beweise zu dieser Frage, die dich zu beschäftigen scheint, zu finden.

    Aber ich glaube ganz fest daran, dass du das nicht willst… Woher ich diese Vermutung nehme? Hier nur ganz fix zwei Prachtperlen, die ich bei dir beim schnellen Überfliegen herausgefischt habe (und nein, ich habe dein Geschriebenes voll und ganz gelesen. Allerdings habe ich dabei nicht erstmal nicht so sehr auf die Ausdrucksweise geachtet)

    Dein Kommentar hier am 23.12: „Egal ob homo oder normal.“
    – Du gehst davon aus, dass es nur homo oder normal gibt. Du bist schon überzeugt. Das eventuell auch homo normal sein kann, kommt für dich garnicht in Frage.

    Dein Blog-Entry „Auch wenn Homosexualität pathologisch ist, spricht nichts gegen einen respektvollen Umgang mit Homosexuellen. “
    – Das ist ja ganz geschickt gemacht. So ein Satz, wo die Aussprache erst die Intention deutliche macht, kann man natürlich immer geschickt zweideutig im geschrieben Wort verwenden. Da findet sich jeder so wieder, wie er es gerne hat.

    Der Adrian, der hat schon einen recht direkten und nicht so freundlichen Sprachschatz, was dich betrifft. Aber hey, in find’s okay. Wahrscheinlich hat er einfach die Schnauze voll von solchen Leuten, die so schön geschwollen und viel den Tag umhersabbeln, und dann am Ende wieder alles realtivieren und zurückrudern, aber ihre Aussage bei denen, die offenen Ohres dafür sind, erfolgreich an den Mann gebracht haben. Davon gibt’s nämlich leider viel zu viele. Da kann ich dem Kommentar von Martin nur zustimmen.

    Und jetzt nochmal für mich, weil ich es so schön finde:

    Der Penis passt gut in den After. Es fühlt sich sehr gut an. Und davon geht die Welt nichtmal zu Grunde.

  15. Aventin 25. März 2012 um 07:52 #

    Wenn den Homos normal wären, warum sind diese nur eine verschwindende
    Minderheit?
    Was trägt die Homosexuallität zur Arterhaltung bei?
    Und warum sind die Lesben gerade in der heutigen Zeit so frech?
    Die dürfen allen ernstes behaupten, sie seien unter den Nazis genau so
    verfolgt worden, wie die Männer! (Homodenkmal Berlin Köln ………)
    Alles nur Zeitgeist?

  16. Adrian 25. März 2012 um 10:33 #

    @ Aventin
    „Wenn den Homos normal wären, warum sind diese nur eine verschwindende
    Minderheit?“

    Genau wie Rothaarige und Linkshänder.

    „Was trägt die Homosexuallität zur Arterhaltung bei?“

    Höhere Fruchtbarkeit bei verwandten Frauen, Verwandtenselektion.

    „Und warum sind die Lesben gerade in der heutigen Zeit so frech?“

    Sind sie das?

    „Die dürfen allen ernstes behaupten, sie seien unter den Nazis genau so
    verfolgt worden, wie die Männer! (Homodenkmal Berlin Köln ………)“

    Meinungsfreiheit. Du darfst schließlich hier auch Deine Meinung kundtun.

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