Mehr Geld für Wanderwitz!

15 Feb

Apologeten des Sozial- und Umverteilungsstaates betonen gerne die solidarische Komponente dieses Modells. Was daran solidarisch sein soll, wenn der Staat Menschen dazu zwingt, für andere Leute aufzukommen, hat man dabei bis heute nicht erklären können. Dabei sorgt die staatliche Umverteilung eher für das Gegenteil einer solidarischen Gesellschaft , weil sie die verschiedenene Gruppen und Milieus gegeneinander ausspielt, und konsequent dafür sorgt, dass immer jemand zuviel zahlen muss, und immer jemand zuwenig vom Kuchen abbekommt.

Für Politiker dagegen ist der Sozialstaat das Paradies schlechthin, denn ersten gibt er ihnen Macht und zweitens eine Begründung für ihre Existenz. Zudem kann meine seiner speziellen Klientel Honig ums Maul schmieren und betonen, wie wichtig dieses für die Gesellschaft sei, während alle anderen eh nur faule Säcke sind, die auf Kosten eben jener bevorzugten Klientel leben.

Ein solches Prachtexemplar von einem Politiker ist der sächsische CDU-Abgeordnete Marco Wanderwitz, einer jener Parteisoldaten, die von der Juristerei in die Politik gegangen sind, seit 2002 massiv von Steuergeldern bezahlt wird, und nun die Dreistigkeit besitzt, noch mehr Geld von denen zu fordern, die nicht so leben wir er, also verheiratet mit drei Töchtern:

Die Unionsabgeordneten um den sächsischen Parlamentarier Marco Wanderwitz hatten gefordert, Kinderlose ab 25 Jahre mit einem Prozentsatz ihres Einkommens zu belasten. Die Abgabe solle nach Anzahl der Kinder gestaffelt werden. Kinderlose sollen voll zahlen, Eltern mit einem Kind die Hälfte, Eltern mit mehreren Kindern nichts.

Wanderwitz sagte der Deutschen Presse-Agentur: „Es gibt eine Schieflage in unserem Land. Familien tragen höhere Lasten als Kinderlose. Sie stehen finanziell schlechter.“ Deshalb sollten kinderlose Bürger von dem Geld, das sie einsparten, weil sie eben keine Kinder großzögen, mehr Vorsorge für ihr Alter treffen. Die Sozialversicherungssysteme basierten auf dem Generationenvertrag. „Jeder zahlt für die Eltern- und Großelterngeneration und sorgt mit Kindern dafür, dass es später wieder Beitragszahler gibt. Für Kinderlose zahlen später fremder Leute Kinder.“

Vielleicht habe ich etwas verpasst, aber selbst ich als dekadenter, kinderloser Volksschädling zahle bereits jeden Monat meinen Rentenversicherungs- und sonstigen Sozialbeträge, ganz abgesehene von den restlichen Steuern, die bestimmt irgendwie auch den Kindern dieses Landes zugute kommen, sofern sie nicht in die Taschen irgendwelcher Politiker, Großbanker oder Griechen verschwinden.

Ja, für Kinderlose zahlen später fremder Leute Kinder, aber auch ich zahle jetzt bereits das Gehalt von Herrn Wanderwitz, trage zur Rente der Rentner, und – ganz wichtig – zur Finanzierung von Schulen und Kindergärten bei, die im Übrigen überwiegend von Kindern genutzt werden, auch von denen des Hernn Wanderwitz.

Als guter Staatsbürger bin ich natürlich gerne bereit, noch ein Prozent meines Einkommens an Herrn Wanderwitz nebst Kollegen abzutreten, denn ich bin sicher, als Politiker besitzen sie genügend Kompetenz um das Geld ganz meinem Sinne entsprechend zu investieren.

Als gewollt Kinderloser, der sein kostbares Sperma, und damit potentielle Beitragszahler, auf anderer Männer Körper und Laken oder in Kondomen verschwendet, sowie mittels Taschentüchern die Toilette runterspült, wäre ich auch bereit, als Buße noch mehr Prozentpunkte abzutreten. Mehr noch, ich schlage gar folgendes vor: Mein gesamtes Einkommen, werde ich demnächst an Herrn Wanderwitz überweisen. Der darf mir dann das auszahlen was er, nach Maßgabe meines konkreten gesellschaftlichen Nutzens, für richtig hält. Mehr Solidarität geht nun wirklich nicht.

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