Rechte Logik

16 Feb

Kulturkonservative Pappnasen haben eine zutiefst verschrobenes Weltbild, das in sich nicht stimmig ist, wie die Leserschaft bei Politically Incorrect wieder einmal sehr ausführlich belegt. Während nämlich einerseits kinderlose Menschen als Egoisten gebrandmarkt werden, die im Gegensatz zu den aufopferungsvollen Eltern nur Ihrer Selbstverwirklichung frönen, verhält sich andererseits ein lesbisches Paar, das sich für Kinder entschieden hat, wiederum egoistisch und bekommt das Kind nur aus Gründen der Selbstverwirklichung.

Muss man das verstehen?

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9 Antworten to “Rechte Logik”

  1. terminatus30 16. Februar 2012 um 13:40 #

    @ Adrian
    Ne, muss man nicht, man muss ja auch die liberal-progressiven Pappnasen nicht verstehen, die einerseits dafür eintreten, dass selbstverständlich sexueller Missbrauch an Kindern verhindert und geahndet wird und andererseits sexuellen Umgang von Kindern mit Erwachsenen als Recht des Kindes auf die eigene Sexualität in der UN verankern wollen.

  2. Yadgar 16. Februar 2012 um 14:22 #

    Das muss man nicht verstehen, aber man kann es: Schwule und Lesben sind IMMER egoistisch, unverantwortlich, mit einem Wort, BÖSE, egal, ob sie nun Kinder haben oder nicht, das Einzige, was eine Schwuler oder eine Lesbe GUTES tun kann, ist, in eine superbibeltreue Fundikirche eintreten und sich dort gründlich gehirnwaschen zu lassen – oder wenn das nicht klappt, wenigstens öffentlich gegen andere Schwule und Lesben zu hetzen!

    So funktioniert das PI-Weltbild… und dafür, dass es sich immer weiter ausbreitet, sorgen die Leserkommentarspalten auf sämtlichen Onlineportalen der großen Zeitungen! Zum Kotzen!

  3. terminatus30 17. Februar 2012 um 09:56 #

    Mich irritiert, dass du dich hier für die Lesben einsetzt. „Ein lesbisches Paar, dass sich für Kinder ENTSCHIEDEN hat“ – geht’s noch? Was ist mit uns Männern? Sind wir nur Samenspender?

    Sind es nicht „die“ Lesben, die sich dafür entschieden haben, dass das Private politisch wäre, dass der heterosexuelle, weiße Mann der Dauerfeind ist, dass homosexuelle Männer letztlich auch nur MÄNNER sind?

    Ich verstehe dich hier ehrlich gesagt nicht.

    Das Weltbild ist im Übrigen durchaus stimmig. Diametral entgegengesetzte Weltbilder habe ich auf ultralinken Femblogs auch schon gefunden, nach dem Motto:

    Männer wollen einerseits Väter sein und wenn FRAU dann ein Kind will, wollen die Männer nicht.

  4. Adrian 17. Februar 2012 um 10:56 #

    @ terminatus
    „Mich irritiert, dass du dich hier für die Lesben einsetzt.“

    Eigentlich habe ich mich nicht für sie eingesetzt, obwohl ich es gut finde, dass sie sich lieben und jetzt ein Kind haben.

    „Ein lesbisches Paar, dass sich für Kinder ENTSCHIEDEN hat” – geht’s noch?“

    Weiß gar nicht, warum Du Dich so aufregst. Sie haben sich doch für Kinder entschieden. Es hat sie bestimmt keiner dazu gezwungen.

    „Was ist mit uns Männern? Sind wir nur Samenspender?“

    Ich denke der Mann war damit einverstanden. Sonst hätte er es wohl nicht gemacht.

    „Sind es nicht “die” Lesben, die sich dafür entschieden haben, dass das Private politisch wäre, dass der heterosexuelle, weiße Mann der Dauerfeind ist, dass homosexuelle Männer letztlich auch nur MÄNNER sind?“

    Dass das Private politisch ist, haben ursprünglich heterosexuelle weiße Männer entschieden, als sie Homosexualität zur Straftat erklärt haben. Was erwartest Du von mir? Soll ich jetzt Lesben ihr gemeinsames Leben absprechen, weil sie häufig Feministen sind und ich den Feminismus nicht mag? Damit würde ich ja privates politisieren.

    „Das Weltbild ist im Übrigen durchaus stimmig.“

    Ja, wenn man Homos allgemein nicht mag. Dann ist nämlich alles, was sie tun immer falsch. Ob sie nun Kinder großziehen, oder nicht.

  5. terminatus30 17. Februar 2012 um 12:02 #

    @ Adrian
    Wie sich zwei Frauen für Kinder ENTSCHEIDEN können, musst du mir noch erklären.

    Ebenfalls ist die Frage nach einem Samenspender eine entscheidende. Der Mann, auch wenn er als Samenspender fungiert, muss für das Kind aufkommen. Er müsste sogar bei Samenraub für das Kind aufkommen.

    Wer spricht Lesben ihr gemeinsames Leben ab? Ich nicht. Ich spreche mich dagegen aus, dass Vaterschaft von lesbischer Seite relativiert wird. Die Selbstverständlichkeit der Entsorgung des Männlichen, dagegen spreche ich mich aus. Was meinst du, warum sich nicht wenige Feministinnen gegen Leihmutterschaft aussprechen aber für das Recht der Frau auf ein Kind!

    Es wirkt auf mich ein wenig teatralisch, was du schreibst. Muss ich Homosexuelle nicht mögen um zu sagen, dass ich es für falsch erachte, dass Männer nur auf den Samenspender reduziert werden? Im Übrigen ist seit der Strafrechtsreform das Private nur mehr von den Feministinnen in überwiegendem Maße politisiert worden. Thema Vergewaltigung, Patriarchat, Kindesmissbrauch, Prostitution, Pornografie usw. usf.

    • Adrian 17. Februar 2012 um 12:21 #

      „Wie sich zwei Frauen für Kinder ENTSCHEIDEN können, musst du mir noch erklären.“

      Ganz einfach
      Frau A: „Ich möchte ein Kind.“
      Frau B: „Ich möchte auch ein Kind.“
      Frau A: „Gut, dann sorgen wir jetzt dafür, dass wir ein Kind bekommen.“

      „Der Mann, auch wenn er als Samenspender fungiert, muss für das Kind aufkommen. Er müsste sogar bei Samenraub für das Kind aufkommen.“

      Wenn der Mann sich trotz alledem für die Samenspende entschieden hat, ist das doch sein Problem.

      „Ich spreche mich dagegen aus, dass Vaterschaft von lesbischer Seite relativiert wird.“

      Na und? So gesehen relativiere ich Mutterschaft, sollte ich mich mal entschließen, Kinder großzuziehen.

      „Die Selbstverständlichkeit der Entsorgung des Männlichen, dagegen spreche ich mich aus.“

      Und was hat das konkret mit dem Beitrag zu tun?

      „Muss ich Homosexuelle nicht mögen um zu sagen, dass ich es für falsch erachte, dass Männer nur auf den Samenspender reduziert werden?“

      Ich hatte mich dabei eigentlich nicht auf Dich bezogen. Überdies sehe ich im konkreten Fall die Problematik der Reduzierung auf einen Samenspender nicht.

  6. terminatus30 17. Februar 2012 um 13:56 #

    „Na und? So gesehen relativiere ich Mutterschaft, sollte ich mich mal entschließen, Kinder großzuziehen.“

    Nicht in dem Maße. Wie gesagt, Leihmutterschaft ist verboten. Die Entwertung des Männlichen bei gleichzeitiger Beibehaltung des „weiblichen“ Mythos betrifft nicht nur heterosexuelle Männer!

    „Und was hat das konkret mit dem Beitrag zu tun?“

    Nun ja, in meinen Augen bist du einem Trugschluss erlegen. Das Einsetzen für Lesben scheint mir hier keine Reziprozität vorauszusetzen, da auf Europaebene die Gesetzgebung eher gegensätzlich läuft. Soll heißen, mehr Rechte in Elternfragen bedingen nicht unbedingt mehr Rechte für Homosexuelle. Wie ich das sehe, vor allem in Fragen der Leihmutterschaft gibt es hier Anknüpfungspunkte sowohl zwischen konservativen als auch liberalen Feministinnen und Politikerinnen auf Europaebene, sprich in den Ausschüssen (FEMM). Das läuft einzig darauf hinaus, dass es zu einer rechtlichen Besserstellung alleinerziehender Mütter kommen wird bzw., wenn sie es durchbekommen – was ich nicht glaube – auf ein Recht auf ein Kind für die Frauen.

  7. neozelot 17. Februar 2012 um 14:28 #

    Ich erkenne hier eher eine grundsätzliche Abneigung des Autors gegenüber PI.
    Hier wird doch versucht, mit verschiedenen Artikeln von verschiedenen Autoren und dazu noch hundert verschiedenen Leser-Kommentaren, ein widersprüchliches Bild von PI zu erzeugen. Und mit der Frage ob man das verstehen MUSS, soll wohl auch gleich der Beweis geliefert sein, dass es ausser Frage steht, ob man es verstehen kann oder nicht?

  8. CK 23. Februar 2012 um 00:47 #

    @Adrian: Sowohl die Lesben die ein Kind unbedingt haben wollen wie die Menschen, die lieber kinderlos bleiben, haben jeweils eine Entscheidung getroffen, die hoffentlich im Sinne ihrer individuellen Selbstverwirklichung liegt. Im Sinne ihr Leben so zu leben wie sie es leben wollen und nicht ihr Ich aufzuopfern. Gerade die Entscheidung pro/contra Kinder sollte nun wahrlich eine EGOISTISCHE sein und keine ALTRUISTISCHE.

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