Die Müllhalde der Männerrechtsbewegung

13 Mrz

Das maskulistische Forum „Wieviel Gleichberechtigung verträgt das Land?“ kann man mit Fug und Recht als Müllhalde der Männerrechtsbewegung bezeichnen. Denn die Ansichten die dort teilweise geäußert werden, sind grotesk, beleidigend, im schlimmsten Falle widerlich. Kein Wunder, denn es sind überwiegend Gestalten aus dem eher rechten politischen Spektrum, die sich dort äußern, also jener Spezies Mensch, deren Hauptaufgabe es ist, andere beständig über moralisches Verhalten aufzuklären, Moral aber selbst dann nicht erkennnen würden, wenn sie einen in den Hintern beißt.

Den Bemühungen folgend, Schwule für die Männerrechtsbewegung zu interessieren, kann sich aber auch das WGVDL-Forum nicht ganz verschließen. Und so stellt man sich die Frage, was Schwule und die rechte Männerbewegung überhaupt für politische Schnittmengen besitzen:

Aber wie sieht es bei den gemäßigten Rechten aus? Haben Homosexuelle dort überhaupt eine Chance oder ist es nicht viel mehr so das man als
junger Schwuler fast gezwungen wird sich politisch links zu orientieren sogar wenn man nicht links eingestellt ist weil einem seitens der Rechten immer noch Vorurteile entgegenschlagen die rein auf der Abwertung der sexuellen Orientierung beruhen?

Eine berechtigte Frage. Und die Antwort lässt an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig:

Kommt darauf an, was du dir wünscht. Wenn dir Toleranz genügt, gibt es kein Problem mit gemässigten Rechten. Wenn du Unterstützung suchst für die Durchsetzung von Homo-Ehe und -Adoption, für Kinderfrühversexung und -verschwulung, dann wirst du auf die Schnauze fallen. In dem Fall bist du bei links und liberal vollkommen richtig. Oder eben bei braunlinks, wenn Uniformen und martialisches Gehabe dich anmachen.

Der von GayWest verlinkte „Manifold„, zumindest ein Bundesgenosse der rechten Männerbewegung, versucht laut eigenen Angaben, mich für die Männerrechtsbewegung zu interessieren, vermutlich, weil sich  ein offen lebender Schwuler als Aushängeschild gut machen würde. Mit „Manifold“ komme ich soweit gut klar und hätte auch kein Problem, mit ihm einen heben zu gehen. Aber was soll ich in den Kreisen des WGVDL, in dem solche Ansichten, auch von „Manifold“, Konsens sind?

Solange Homosexualität privat ausgelebt und nicht in einer Geschlechterpolitik anderen aufoktroyiert wird, sehe ich persönlich kein Problem mit dieser „Störung“, als die du sie bezeichnest.

Es spricht sich natürlich von selbst, dass Homosexuelle keine Kinder adoptieren oder eine Ehe eingehen dürfen sollen (wobei gegen eine rechtlich ähnliche, eingetragene Partnerschaft nichts einzuwenden wäre).

Unter diesen Umständen allerdings, ist die gemäßigte rechte Männerechtsbewegung für mich so interessant wie eine nackte Frau.  Was auch kein Wunder ist, denn ich bin nicht rechts, nicht mal gemäßigt. Und ich habe schlichtweg kein Interesse, mit Menschen zusammenzuarbeiten, die mich in die Privatsphäre zwingen wollen, die es okay finden, mich als „Schwuchtel“ zu bezeichnen, die über den Zusammenhang von Nationalsozialismus und Homosexualität diskutieren, und die von der „Verschwulung der Welt“ phantasieren, kurzum:  bei denen es eine weit verbreitete Ansicht ist, Homosexualität als Defizit zu betrachten.

Die Toleranz, welche die User im WGVDL-Forum bereit sind zu gewähren ist die Toleranz der Privatsphäre. Schwule sind willkommen, solange sie  ihre Homosexualität nicht „zu Schau stellen“. Denn das könnte zu peinlichen Momenten am WGVDL-Stammtisch führen, an dem es sich richtige Männer bei Bier und mit Stripperinnen so richtig gut gehen lassen, um über die „Schwuchteln“, die „Fotzen“ und das linke Gesocks herzuziehen.

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27 Antworten to “Die Müllhalde der Männerrechtsbewegung”

  1. Jotuklan 13. März 2012 um 19:23 #

    Mit Arne Hoffmann´s rückkehr ins Bloggerdasein ist ja nun wohl offiziell,
    das sich die Männerrechtsbewegung in einen rechten und einen linken Flügel zerlegt hat, bzw. das in nächster Zeit noch tun wird.

    Ich für meinen Teil, werde dem Hoffmann´schen Ruf folgen und in Zukunft nicht damit sparen, darauf zu verweisen das ich schwul und links bin.
    Das hatte ich mir in der Vergangenheit ein wenig verkniffen, in Rücksichtnahme auf die Empfinglichkeiten des WGvdL-Stammtisches.

    Mir ist WGvdL mittlerweile auch nur noch zuwieder, und die letzte „Schwul und Rechts“-Diskursion ebendort hat mir gezeigt das da echt GARNICHTS MEHR zu retten ist.
    Deshalb werd ich das männerrechtlern nun aber nicht gleich an den Nagel hängen.

    Mal schauen, vlieleicht entwickelt sich in nächster Zeit ja noch ein brauchbares linkes Männerechtsangebot im Web.

    Bis dahin häng ich dann erstmal hier bei dir ab….. 😉

  2. Mus Lim 14. März 2012 um 03:27 #

    Das Problem dürfte sein, dass man nicht akzeptieren will, dass Homosexualität und Schwulsein Nullkommanull mit Ehe zu tun hat. Siehe:
    http://wikimannia.org/Konkubinat

    Homosexualität und Schwulsein haben auch nichts mit Adoption zu tun, das habe ich beereits hier ausgeführt:
    https://gaywest.wordpress.com/2012/02/27/orientierunglos/

    Homo-Ehe und Adoption für homosexuelle Paare sind allerdings grünlinke Träume, das muss aber erstmal von Homosexualität und Schwulsein getrennt betrachtet werden.

    Die fehlende Toleranz von Schwulen wird hier ja mal wieder prächtig dokumentiert.

    Ich verstehe hier, dass Schwule sich nicht allein damit begnügen, in ihrem Schwulsein akzeptiert zu sein, sondern dass im Doppelpack gleich die ganze grünlinke Ideologie gleich mit „akzeptiert“ werden soll. Darauf haben Sie aber keinen Anspruch.

    Sie werden sich damit abfinden müssen, dass man zwar Ihr persönliches Schwulsein akzeptieren kann, aber Ihr grünlinkes Gesellschaftsmodell – inkl. Homo-Ehe und Adoption für homosexuelle Paare – trotzdem ablehnt.

    Wer sich als schwuler Mann von Feministinnen, Grünen und Linken verarschen lassen, will, bitte. Das steht auf einem anderen Blatt.
    Ich wiederhole mich, wenn ich sage: „Es geht darum, den Mann als Vater zu entsorgen und als Zahlesel zu benutzen. Dazu wollen Lesben gerne ihr Ding durchziehen. Schwule Paare werden in die Röhre gucken.“
    Es gab ja in der Vergangenheit schon gutgläubige Schwule, die „befreundeten“ Lesben ihren Sperma „geschenkt“ hatten und nun die Alimente für das Mutter-Kind-Idyll zahlen „dürfen“.
    Wer verstehen kann, der verstehe. Wer nicht versteht, der lasse sich weiter von grünlinks verarschen.

  3. Manifold 14. März 2012 um 09:34 #

    Hättest du meinen Kommentar komplett und im Kontext zitiert, wäre klar geworden, dass ich einerseits Homosexualität nicht als „Störung“ betrachte, sondern im Gegenteil diese Sichtweise (die von „Bero“) ablehne und andererseits, dass ich das Adoptionsverbot für Homosexuelle nicht ablehne, weil sie schwul sind, sondern weil das Kindeswohl Mann UND Frau braucht (wissenschaftlicher Konsens). Daraus leite ich für mich auch ab, dass Alleinerziehende auch keine Kinder adoptieren sollten. Du siehst, dass Adoptionsverbot hängt nicht an der Homosexualität, sondern am Kindeswohl.

    Auch die Kritik an der Beschränkung der Ehe ist daneben, denn eine eingetragene Partnerschaft mit ähnlicher Rechtsfunktion sollte da genügen – denn die Ehe ist primär zur Kinderzeugung dar, was auch heterosexuellen Menschen wieder klar gemacht werden sollte (auch darauf wies ich hin). Auch hier handelt es sich nicht um ein „gegen Homosexuelle“ gerichtete Position, sondern um eine generelle Hebung der Standards im Ehebereich für Homo- und Heterosexuelle.

    Die verstehst eine privat ausgelebte Homosexualität auch als zu negativ. Vielmehr meinte ich damit, dass Homosexualität genauso mässigend ausgelebt werden soll, wie Heterosexualität – auch diese wird in der Öffentlichkeit nicht allen penetrant unter die Nase gerieben. Und vor allem sehe ich ein privates Ausleben darin, dass man nicht versucht, mit Hilfe einer Geschlechterpolitik anderen eine sexuelle Orientierung (sei dies homo- oder heterosexuell, aber ferner auch genderistische Konzepte) aufzudrängen – wenn zwei Schwule sich auf einer Bank im Park knutschen, dann geht für mich persönlich nicht die Welt unter. Schreit ja auch niemand, wenn das Frau und Mann machen …

    Dass einige Schreiberlinge im alten gelben Forum was gegen Schwule haben, war ja schon hinlänglich bekannt und ich versuche da auch mässigend einzugreifen. Doch einerseits sind dort bei weitem nicht alle gegen Schwule und andererseits kann man aus einem einzigen Forum nicht auf die gesamte Männerrechtsbewegung schliessen.

    Aber es ist natürlich dir überlassen, ob du diese Fakten anerkennen willst oder nicht – ein gegenseitiges sich Annähern braucht schliesslich auch gegenseitige Rücksichtnahme auf die Eigenheiten beider Seiten und Geduld.

    Von dem her bleibe ich optimistisch.

    Maskulistische Grüsse,
    Manifold

    Die Söhne von Perseus

    • Adrian 14. März 2012 um 12:08 #

      @ Manifold

      Was Du meintest ist mir durchaus klar. Deshalb ging meine Kritik ja auch nicht primär gegen Dich.

      „Die verstehst eine privat ausgelebte Homosexualität auch als zu negativ.“

      Ich verstehe es genau so, wie es gemeint ist: Homos sollten sich in der Öffetnlichkeit dezenter verhalten. Ich verstehe zwar nicht, wie man sich noch dezenter verhalten kann, aber bitte.

      „andererseits kann man aus einem einzigen Forum nicht auf die gesamte Männerrechtsbewegung schliessen.“

      Das habe ich auch nicht gemacht.

  4. Gonzo 14. März 2012 um 10:34 #

    Schade das es so weit kommen muß.
    Die Spaltung einer Bewegung geht auch immer mit einer Schwächung einher.
    Im Endeffekt hat man auf beiden Seiten schlechte Karten.
    Bei den „Rechten“ ist es aufgrund einiger Intelligenzamöben kaum möglich sich als Schwuler akzeptiert zu fühlen, geschweige denn das man Interesse hat neben gewissen Forenteilnehmern für gleiche Rechte und Normen einzustehen, die einen im nächsten Forumsstrang diese streitig machen wollen.
    Man sollte sich allerdings fragen ob klein beigeben das richtige Signal ist, denn die handvoll Personen die sich in jenem Forum mit ihrem möchtegern- homophoben Quatsch in jede Diskussion über Schwule einbringen, repräsentieren nicht die allgemeine Meinung dort.

    Bei den „Linken“ ist mir das profeministische Gehabe und die überzogene Genderpolitik, angeführt von Frauen, Lesben und Transgendern, zu wider. Es steht im Gegensatz zu Männerrechten, da die Mehrzahl der Feministinnen eine Bevorzugung und keine Gleichberechtigung der Geschlechter wollen.
    Eine differenzierte Auseinandersetzung mit politischen Themen ist mit Linken auch schwer möglich.

    Um sich gemeinsam für Männerrechte und damit Gleichberechtigung stark zu machen müsste eine weitgehend unpolitische Bewegung her, sofern so etwas möglich ist.

  5. Adrian 14. März 2012 um 11:47 #

    @ Gonzo
    „Die Spaltung einer Bewegung geht auch immer mit einer Schwächung einher.“

    Nicht unbedingt. Man könnte auch sagen, es wird die Spreu vom Weizen getrennt, überflüssiges Fett abgeschnitten, sich alter Zöpfe entledigt.

  6. Yadgar 14. März 2012 um 13:21 #

    Wie überall im Internet: Rechtsradikale und andere Krankdenker sind weit überrepräsentiert. Wer online lebt, bekommt hauptsächlich den lunatic fringe, das extremste Prozent der Gesellschaft mit: Neonazis (thiazi.net), katholische Klerikalfaschisten (kreuz.net), fundamentalistische Evangelikale (unzählige Seiten mit jesus-irgendwas oder bible-soundso), Anarchokapitalisten (eigentümlich frei), Herrenreiter-Konservative (trutzburg.net), esoterische Verschwörungsparanoiker (alles, wo „Wahrheit“ oder „Infokrieger“ draufsteht), Muslimhasser (Politically Incorrect) und natürlich den ganz normalen, in allen Leserkommentarspalten der großen Online-Zeitungen allgegenwärtigen Stammtischpöbel (welt.de, taz.de, sueddeutsche.de, ksta.de und, und, und…). Gefühlt ist es ein reaktionäres Millionenheer, was da marschiert…

    Wenn man sich dann aber die kläglichen Wahlergebnisse der dazu passenden Splitterparteien (NPD, DVU, REP, PRO-x, Christliche Mitte, PBC, „Freiheit“ usw.) ansieht oder auch die traurigen 50-Mann-Häuflein, die bei „machtvollen Demonstrationen gegen die Islamisierung“ regelmäßig zusammenkommen, bleibt eigentlich nur ein Schluss übrig (der eventuell noch andere denkbare Schluss, nämlich dass sämtliche Wahlen in Deutschland manipuliert wären, wird nicht einmal von den Faschos selbst in Betracht gezogen, erübrigt sich also!): wenige hundert Aktivisten, die ihre offensichtlich reichlich bemessene Freizeit (frustrierte Frührentner?) nutzen, um Tag und Nacht, sieben Tage die Woche unter jeweils Dutzenden von Pseudonymen das Netz mit ihrem Hassdreck vollkotzen!

  7. Atacama 14. März 2012 um 13:48 #

    „denn die Ehe ist primär zur Kinderzeugung dar, was auch heterosexuellen Menschen wieder klar gemacht werden sollte (auch darauf wies ich hin). “

    Eine Ehe ist das was die beiden Beteiligten daraus machen. nicht was ein Staat vorgibt.
    Aber sobald vor einer Trauung ein Fruchtbarkeitstest gemacht wird, impotente/unfruchtbare Männer und Frauen mit krankheitsbedingter Gebärmutterentfernung oder Eierstockentfernung die Ehe verwehrt (ggf annulliert bei späterem Auftreten der Krankheit) wird, so wie Frauen und Männern über 50 (soll ja auch vorkommen dass Menschen sich erst sehr spät verlieben) nicht mehr heiraten dürfen und jede Ehe die kinderlos ist, wo die Frau 45+ ist wird nachträglich annulliert, dann und nur dann wäre es keine Diskriminierung mehr. Weil dann alle gleichsam diskriminiert würden.

    „Vielmehr meinte ich damit, dass Homosexualität genauso mässigend ausgelebt werden soll, wie Heterosexualität – auch diese wird in der Öffentlichkeit nicht allen penetrant unter die Nase gerieben.“

    Doch, es vergeht kein Tag an dem ich nicht mehrere heterosexuelle eindeutig als Paar identifizierbare Menschen sehe.
    Das Problem ist nur, halten zwei Leute Händchen, interessiert es keinen, es wird nichtmal bemerkt. Tun es zwei Männer ist es „penetrant“, „provokativ“ und „Unter die Nase reibend“.

  8. pedro luis 14. März 2012 um 16:16 #

    Schwul & Männerrechtler = unbehaust & zwischen allen Stühlen.

  9. Mus Lim 14. März 2012 um 17:40 #

    @Adrian: „Homos sollten sich in der Öffentlichkeit dezenter verhalten. Ich verstehe zwar nicht, wie man sich noch dezenter verhalten kann, aber bitte.“
    Es sind ja oft die Berufsschwulen, die da unangenehm aus der Reihe tanzen. Beispielsweise der Berliner Bürgermeister. Ich kenne keinen „normalen“ Politiker, der sich öffentlich hinstellen und sagen „Ich bin hetero und das ist gut so“ würde.

  10. Jotuklan 14. März 2012 um 19:12 #

    @Gonzo

    „Schade das es so weit kommen muß.
    Die Spaltung einer Bewegung geht auch immer mit einer Schwächung einher.
    Im Endeffekt hat man auf beiden Seiten schlechte Karten.“

    Diese Spaltung würde ich garnichtmal so negativ sehen.

    Auch die politische Frauenbewegung hat mal aus einer gemäßigten Frauenrechtsbewegung und dem radikaleren Feminismus bestanden.

    Die Zusammenarbeit der Frauenrechtsbewegung mit dem Feminismus hatte sich als sehr fruchtbar erwiesen,
    die Feministinnen haben mit ihrer Radikalität die Öffentlichkeit erzeugt die die Frauenrechtlerinnen brauchten, um ihre Anliegen zu formulieren, und politisch durchzusetzen.

    Aber als die politischen Ziele der Frauenrechtsbewegung erreicht waren,
    haben sich die Damen gegenseitig auf die Schultern geklopft, und sind wieder nach hause gegangen.
    Die Frauenrechtsbewegung hat sich wieder aufgelöst, da alle konkreten Ziele erreicht waren.

    Im Gegensatz dazu der Feminismus,
    Feminismus hat keine konkreten Ziele, die somit auch nie erreicht werden können,
    und es wird nie den Punkt geben an dem sich die Feministinnen zu ihrem Sieg gratulieren können, und wieder nach hause gehen werden.

    Der Feminismus ist quasi der Atommüll, der beim Kampf der Frauenrechtsbewegung für Gleichberechtigung entstanden ist, und hier bis heute in der Gegend rumsteht und das Land vergiftet.

    Innerhalb der politischen Frauenbewegung war es aber niemals nötig, das sich die Frauenrechtsbewegung vom Feminismus scharf abgrenzt,
    der Feminismus war von Anfang an links orientiert, was vor dem zweiten Weltkrieg eine legitime politische Richtung war, und nach dem WK.II geradezu Pflicht für jede Form von Bürgerbewegung.

    Das Problem der heutigen politischen Männerbewegung ist aber, das unser radikaler Ausleger nach Rechts ragt,
    und mit einer rechten Bürgerbewegung lässt sich hier in Deutschland nunmal kein Blumentopf gewinnen….

    Deshalb ist eine Spaltung der politischen Männerbewegung, in eine gemäßigte Männerrechtsbewegung, und einen radikalen Maskulismus, in meinen Augen unumgänglich.

    Bisher ist es ja so, das man sich in der jetzigen Gesamt-Männerbewegung eher gegenseitig auf die Füße tritt,
    die radikalen Ansichten (auf z.B. WGvdL) vergraulen gemäßigte Interessenten, machen Männerrechtsthemen in der Öffentlichkeit indiskutabel und selbst der gemäßigste Männerrechtler lässt sich, mit dem Verweis auf radikal-maskulistische Aussagen, problemlos diskreditieren.

    Die radikalen Maskulisten sind da auch nicht wirklich weiter gekommen,
    aus ihren Hassparolen und Verschwörungstheorien ist ein erstarrtes Weltbild gewachsen,
    und dieser im Grunde positiv zu bewertende (wenn auch etwas verbohrte) Aktionismus verpufft bei ihnen leider ungehört in phrasendrescherei und sinnlosem aufführen von Kampfposen.

    Ein Männerrechtler wäre selbst des Hasses verdächtig,
    würde er versuchten die Hintergründe maskulistischer Hass-Parolen für eine breite Öffentlichkeit nachvollziehbarer zu machen,
    deshalb findet sich in der Männerrechtsbewegung niemand bereit, hier zu erklären wie dieser Hass entstand, und warum es gerade Hier Sinn macht hinzuhören, und die Ängste ernst zu nehmen, die aus den Texten des radikalen Maskulismus sprechen.

    Eine Spaltung von gemäßigten Männerrechtlern und radikal Maskulisten würde beiden Gruppen mehr Handlungsfreiräume bieten, mehr Öffentlichkeit erzeugen, sie für Interessierte anschlussfähiger machen,
    und eine klare politische Polarisation in Links und Rechts erlauben.
    Dadurch wäre es auch möglich den Gedanken von der Gleichberechtigung des Mannes gleichzeitig in beide politische Lager hinein zutragen,
    und als gesamtgesellschaftlichen Konsens anbietbar zu zu machen.

    Eine Spaltung würde uns nicht schwächer machen, sondern stärker!

    (Kleinkarierte Diskussionen über die Sichtbarkeit von Homosexualität könnten wir dann ja natürlich immernoch führen…..) 😉

  11. Adrian 14. März 2012 um 23:47 #

    @ Mus Lim
    „Ich kenne keinen “normalen” Politiker, der sich öffentlich hinstellen und sagen “Ich bin hetero und das ist gut so” würde.“

    Damit beweist Du nur, dass Dein Reflexionsvermügen gleich null ist. Muss ich es Dir wirklich erklären? Was wäre denn passiert, hätte Wowereit es nicht gemacht? Richtig: Beim nächsten Interview hätte man ihn nach seiner Frau oder Freundin gefragt. Alle hätten angenommen, er wäre hetero.

    Manchmal komme ich echt aus dem Staunen nicht mehr heraus. Wie borniert kann man sein? Versuch Dir doch vorzustellen, wie es wäre homo zu sein. Und dann reflektiere die Reaktionen Deiner Umgebung, der Gesellschaft, Deiner Familie. Und dann wirst Du verstehen.

  12. Martin 15. März 2012 um 23:24 #

    wie Atacama gesagt hat:

    „Doch, es vergeht kein Tag an dem ich nicht mehrere heterosexuelle eindeutig als Paar identifizierbare Menschen sehe.
    Das Problem ist nur, halten zwei Leute Händchen, interessiert es keinen, es wird nichtmal bemerkt. Tun es zwei Männer ist es “penetrant”, “provokativ” und “Unter die Nase reibend”.

    Genau das, Heterosexualität ist mitnichten in den privaten Bereich verbannt wie es von Homosexualität verlangt wird (was sowieso ein Witz ist weil man Homosexualität auf der Strasse doch sowieso nicht wahrnimmt). Heterosexualität wird einem doch alle Naselang präsentiert. Wenn man zwei Männer sieht die Händchen halten und dabei Abscheu empfindet kann ich das auch nicht ändern, aber das ändert nichts daran das die nur das tun was zig hetero Paare jeden Tag völlig unbefangen tun.

    Es ist eben nicht fair wenn man ein bestimmtes Verhalten bei einer Gruppe in Ordnung findet und das selbe Verhalten bei einer anderen Gruppe unterbunden sehen möchte.

    Bezüglich Ehe ist zum Babymachen da bin ich ganz anderer Meinung, die Ehe und Kinderkriegen haben doch heutzutage nichts miteinander zu tun, beides sind halt oftmals Folgen von Hetero Beziehungen.

    Bezüglich wissenschaftlichem Konsens zum Aufwachsen von Kindern ohne klassische Elternrollenverteilung bin ich nicht im Bilde, negatives habe ich aber nur unter Anrufung des gesunden Menschenverstandes gesehen (der bekanntlich nicht allzu gesund ist)

  13. Ralf 16. März 2012 um 18:19 #

    Seit ich lebe, bin ich Ziel einer Geschlechterpolitik, die nur darauf abzielt, mir Heterosexualität aufzuoktroyieren, und mir klarzumachen sucht, nur Heterosexualität „ist gut so“. Aber aus dieser Richtung können die „toleranten“ Rechten oder Leute wie MusLim nun mal nicht denken.

  14. Mus Lim 16. März 2012 um 20:54 #

    @Adrian: „Damit beweist Du nur, dass Dein Reflexionsvermügen gleich null ist.“
    Verzeihen Sie, dass ich auf diesem Niveu nicht mit Ihnen diskutieren möchte.

    Wer hasserfüllt wie hier im Blog geschehen, die gesprächsbereite Hand ausschlägt, muss sich nicht wundern, wenn er keine Freunde findet.

    Und eines ist klar, die nichtschwule Mehrheit nicht nicht akzeptieren, dass eine schwule Minderheit ihr die Lebensbedingungen diktiert. Sie werden als Sturm ernten, was Sie hier als Wind säen.

  15. Adrian 16. März 2012 um 23:48 #

    @ Mus Lim

    „Sie werden als Sturm ernten, was Sie hier als Wind säen.“

    Au weia. Jetzt bekomme ich Angst.

  16. Thommen-62 17. März 2012 um 11:43 #

    Es gibt übrigens auch eine „Müllhalde der FeministINNen“! Dass die Schwulen nie mit der Frauenbewegung diskutiert haben gehört auch auf die Müllhalde der Geschichte! Sie waren so feig wie die Männerrechtler, die nichts mit Schwulen am Hut haben wollten.

    So konnte ein Sexismus gegenüber Männern entstehen, der furchtbare Blüten treibt! Die Täter und Opferinnen wurden schön verteilt – nach Schwanzlänge und Kinderzahl oder so…

    Kann heute eine Frau etwas mit Ladyboys oder Schwanzmädchen anfangen? Na eben! Können Schwule was mit „Pädophilie“ anfangen? 😛

  17. Atacama 17. März 2012 um 16:36 #

    „Und eines ist klar, die nichtschwule Mehrheit nicht nicht akzeptieren, dass eine schwule Minderheit ihr die Lebensbedingungen diktiert. Sie werden als Sturm ernten, was Sie hier als Wind säen.“

    Inwieweit diktiert die schwule Minderheit denn die Lebensbedingungen?

  18. Mus Lim 17. März 2012 um 20:59 #

    Klein-Schwuli plärrt: „Wieso?“
    Dabei ist bereits alles beantwortet, man kann es überall lesen, wenn man es denn überhaupt wahrnehmen will. Nur ein Beispiel:

    http://berlinerumschau.com/news.php?id=46897&title=Gro%DFbritannien+streicht+%22Mann+und+Frau%22+aus+offiziellen+Dokumenten&storyid=1001331906185

    Großbritannien streicht „Mann und Frau“ aus offiziellen Dokumenten, Berliner Umschau vom 16. März 2012. In der Schweiz und in Deutschland läuft das auch an.

  19. Gobelin 17. März 2012 um 22:36 #

    @ Mus Lim

    Inwieweit prägen bzw. beschränken Bezeichnungen in behördlichen Dokumenten (Bürokratie) etc. denn die konkreten Lebensbedingungen heterosexueller Paare oder Eltern?

  20. Atacama 18. März 2012 um 00:21 #

    „Klein-Schwuli plärrt: “Wieso?”“

    Falls du mich meinst; ich bin eine Frau.
    Und nur so als Tip: In Konversationen ist es hilfreich, seine Diskussionspartner nicht gleich zum Einstieg mit infantilen Wortneuschöpfungen zu betiteln, das erzeugt unter Umständen nämlich von vornherein eine feindselige Grundstimmung beim Adressaten.

    „Dabei ist bereits alles beantwortet, man kann es überall lesen, wenn man es denn überhaupt wahrnehmen will.“

    Nein, ich nehme es nicht wahr, weil es mich nicht interessiert und es mein Leben nicht beeinflußt. Ich werde auch weiterhin die Worte benutzen die ich benutzen will.
    Diese neuen angedachten Bezeichnungen zu benutzen ist doch keine Pflicht.

    Darüberhinaus würde das ausschliesslich offizielle Dokumente betreffen und das ist auch nicht so unlogisch. Stell dir vor, zwei Lesben ziehen mit gemeinsamem Sorgerecht Kinder groß und sie sollen irgendwas ausfüllen und da steht dann

    „Name des Vaters:___________ Name der Mutter:___________“

    Da werden gleichgeschlechtliche Paare nunmal vor ein Problem gestellt. Also ändert man es in

    „Name(n) des/der Erziehungsberechtigten___________________“ und hat seine Ruhe. Damit sind dann sogar Großeltern, Geschwister, Pateneltern o.ä abgedeckt wenn die das Sorgerecht haben.

    Es geht nicht darum, irgendwem per Gesetz oder sonstwie zu verbieten, „Das hier ist meine Ehefrau“ zu sagen.

    Im Übrigen weiss ich nicht wieso es schon wieder um „die Schwulen“ geht. Von den sonstigen geäußerten Forderungen riecht das für mich eher nach Lesben/Feministen/Frauenrechte usw. Und die treiben sich in LGBT Bereichen ja auch rum.

    Glaubst du wirklich, dass schwule Männer sich kollektiv darüber den Kopf zuerbrechen wie Frauen in Frankreich genannt werden?

    Und selbst WENN es (auch) Schwule sind die das fordern: Kriegt doch endlich mal in eure Schädel, dass Homosexuelle keine politische Gruppe oder ein kulturelles Phänomen sind. Nur weil einige davon für solche Sachen sind, heisst das nicht dass man alle dafür zur Verantwortung ziehen kann.
    Aber du bist sofort bereit, einen auf dramatisch zu machen und „die“ (also alle) Schwulen „Sturm ernten“ zu lassen. Komm mal runter.

    Nehmen wir z.B mal deinen Nickname, da ist es genauso. Wenn sich irgendwo ein Jihadist in die Luft sprent, wird gleich halbwegs von jedem türkischen Dönerbudenbesitzer erwartet, dass er sich ganz deutlich und strikt von diesen Untaten distanziert – weil er ja Moslem ist. So als ob die alleinige Gruppenzugehörigkeit einen mitverantwortlich machen würde oder dazu führt, dass man grundsätzlich alles was andere Gruppenmitglieder tun gutheisst.
    Aber du hast natürlich irgendwo Recht, ich habe keine schwule Gegendemo gegen diese geplante Neuformulierung gesehen, also müssen die wohl alle dafür sein.

    Kapierst du nicht wie gelinde gesagt dämlich das ist? Auf der anderen Seite regst du dich bestimmt auf, dass Männer von manchen Feministinnen pauschal als vergewaltigende Triebtäter auf zwei Beinen dargestellt werden („Väter sind Täter“ you know?), aber du bist sofort bereit, deinerseits diese Pauschalverurteilung einer anderen Gruppe zukommen zu lassen. Sogar mit hochtrabender Straf- und Racheankündigung.

    Und eine Antwort auf Gobelins Frage würde mich auch interessieren.

  21. Martin 18. März 2012 um 16:13 #

    …“Und eines ist klar, die nichtschwule Mehrheit nicht nicht akzeptieren, dass eine schwule Minderheit ihr die Lebensbedingungen diktiert…“

    …wo genau werden Heteros denn die Lebensbedingungen von Schwulen diktiert? Wenn ich mich in meinem Alltag umsehe muss ich zu dem Schluss kommen das ich, wenn ich nicht WÜSSTE das es homosexuelle Menschen gibt, nie erfahren würde das es homosexuelle Menschen gibt.

    Und das ist an sich schon traurig genug weil es halt meiner Meinung nach bedeutet das viele Schwule und Lesben sich aus gutem Grund nicht trauen z.B. im öffentlichen Händchen zu halten.

    Keinem Hetero wird irgendwas in Beziehung auf Homosexualität aufgezwungen, bei Menschen die trotzdem darüber jammern kann ich mir eigentlich nur vorstellen das die in Ihrer Sexualität so ungeheuer unsicher sind das der bloße Gedanke an Homosexualität für Störungen sorgt.

    Dieses ganze Geschrei ist so dermaßen erbärmlich und Lächerlich und ja, wiederlich.

    Maddoxx hat einen netten Artikel verfasst: „End discrimination against straight people.“

    Kann ich nur empfehlen

  22. Mus Lim 19. März 2012 um 05:22 #

    @Atacama:
    Achso, Sie meinen „Müllhalde“ war keine „Wortneuschöpfung“ und deswegen auch nicht feindselig?!??

    „Falls du mich meinst; ich bin eine Frau.“
    So? Man sage mir, das sei ein Schwulenforum.

    Wie dem auch sei, nach den Entgleisungen und schwulen Hassausbrüchen hier im Blog hat sich mein Gesprächsbedarf mit Schwulen für längere Zeit erledigt.

    Die Wortschöpfung „stinkende Müllhalde“ ist da noch nicht einmal mitgerechnet.

  23. Atacama 19. März 2012 um 16:07 #

    „So? Man sage mir, das sei ein Schwulenforum.“

    Du bist doch auch hier.

    „Wie dem auch sei, nach den Entgleisungen und schwulen Hassausbrüchen hier im Blog hat sich mein Gesprächsbedarf mit Schwulen für längere Zeit erledigt.“

    Siehst du? Da ist es schon wieder. Pauschalisierung und Kollektiv“strafe“. Wenn dich ärgert was hier gesagt wurde, dann strafe diejenigen die es gesagt haben mit Aufmerksamkeitsentzug, nicht aber alle Homosexuellen.
    Mir passt auch einiges nicht was man z.B „Söhne von Perseus“ so liest und das ohne eine Emanze zu sein oder Männer nicht zu mögen. Letztens hatte ich sogar eine Diskussion mit einem Bloghüter (wobei ich noch immer fast glaube, dass das eine merkwürdige Art von Satire ist) der Vergewaltigung als Straftatbestand abschaffen will, weil es ja nur Sex sei. Aber nur wegen dem Typen hat sich doch nicht mein Gesprächsbedarf mit Männern generell für längere Zeit erledigt.

    Und wenn du das was Adrian hier zitiert hat wirklich gesagt hat, dann solltest du dich nicht über Hassausbrüche beschweren. Austeilen und Einstecken. Zumal die hiesigen Hassausbrüche immerhin keine blutigen Gewaltphantasien beinhalten.
    Allein die selbstempfundene „Hoheit“ mit der man über das was Homosexuelle dürfen (sollen) bestimmen will, ist doch schon Grund genug, aggro zu werden.
    Das werdet ihr doch auch wenn mal wieder Alice Schwarzer anfängt, ihre Thesen zum Besten zu geben oder nicht?

    Ich habe grade mal über den Thread drübergelesen der Steind es Anstoßes ist:
    Wie soll man denn bitte keinen Hassausbruch kriegen wenn man solche Sachen über sich liest von Leuten die einen überhaupt nicht kennen?

    „Schwule und Lesben sind nützlich wie Pickel am Arsch. Siehe Schwesterwelle, Pobereit, Umvolker Beck, (sowie das Polit-Lesbengesockse) …. Das sind sozusagen die Zugpferde von Gesellschaftszersetzung und somit Massenversklavung der Bevölkerung.“

    „Die Jungs von Kreuz.net haben übrigens – als eine der Wenigen – noch den Mut, gegen den Mainstream tatsachengerecht zu schreiben, dass homo-Perversität nicht angeboren ist.“

    „Ich lasse mich jedenfalls nicht mit Propagandanummern angeblicher „10% Schwuler“ verarschen, die in Wahrheit nur 0.01 % oder noch viel weniger sind. Und damit Irrelevant.“

    „Menschen, die Kinderfrühverschwulung und -versexung, Homoehe und -adaption, Auflösung von Geschlechterrollen, Gleichstellung und Männerbeauftragte wollen, können sich Männerrechtler nennen. Das ändert nichts daran, dass solche Leute – und es handelt sich nun einmal um LINKSliberale Einstellungen – auf der anderen Seite stehen und FEINDE sind.“

    Es gab auch ein paar mehr oder weniger neutrale oder zumindest ansatzweise höfliche Postings aber nun ja….

    Würde man das über dich schreiben, nehmen wir an du würdest auf Männer stehen, würdest du dann ernsthaft sagen: „Oh ja, ihr habt so Recht, oh hochwürdige Heteros. Ich stehe auf Männer und deshalb habe ich ganz ganz viel mit Kindesfrühversexung und -verschwulung (was auch immer das sein soll) und Auflösung von Geschlechterrollen und mit dem demografischen Wandel zu tun und deshalb bin ich von Haus aus ein Familien- und Gesellschaftszerstörer, ein Mensch zweiter Klasse der schon per se weniger wert ist als jeder Hetero. Deshalb bin ich schon dankbar, dass man mir nicht mehr sofort eine Schaufel über den Schädel zieht. Von daher stört es mich rein garnicht, so behandelt zu werden. Ihr seht und hört nichts von mir, ich will ja niemanden stören. Wenn ich so „leben“ kann, bin ich schon zufrieden.“

    Nein, du würdest dich mit Sicherheit wehren. Und wenn deine bisherigen Postings Rückschlüsse auf dein Naturell zulassen, dann vielleicht sogar mit ähnlich drastischer Wortwahl wie du es hier getan hast.

    Man man, das ist echt eine Sache die viele Leute nicht können: Sich in eine andere Person hineinversetzen.

  24. Seitenblick 20. März 2012 um 22:17 #

    Wenn ich von manifold hier lese
    >eine eingetragene Partnerschaft mit ähnlicher Rechtsfunktion sollte da genügen – denn die Ehe ist primär zur Kinderzeugung dar

    Hm. Müsste seine Gruppierung dann nicht eigentlich dafür eintreten, dass es diesen Rechtsstatus Ehe erst dann gibt, wenn es ein Kind gibt, um dass sich zwei Personen gemeinsam kümmern? (Das müsste kein gemeinsames biologisches Kind sein. Es könnte auch ein adoptiertes sein oder eines, das biologisch von einem von beiden stammt.)

    Einfach nur zwei Heteros mit sonderbaren Vorstellungen sein, würde dann nicht mehr für „Ehe“ genügen. Nö, meldet euch wieder, wenn da noch ein Kind im Spiel ist.
    Das gäbe vielleicht mehr Steuergerechtigkeit, mehr Privatleben (interessiert bei der Partnerschaft ohne Kind keinen mehr, ob hetero oder sonst was), weniger Paragrafen?

    Konsequent gesehen – müsste manifolds Gruppierung also eigentlich ein Vorreiter für die Abschaffung derzeitigen Ehe sein? Und warum tun sie’s nicht?
    Ich wäre jedenfalls dafür. Das wäre mal eine Anpassung an veränderte Lebenssituationen.

  25. Yadgar 29. März 2012 um 16:20 #

    @Mus Lim:
    „Ich kenne keinen “normalen” Politiker, der sich öffentlich hinstellen und sagen “Ich bin hetero und das ist gut so” würde.“

    Vielleicht, weil kein Hetero mit normal entwickeltem Selbstwertgefühl das nötig hat? Weil die Vorstellung, Heteros würden von Schwulen unterdrückt oder zumindest in ihrer Identität beeinträchtigt, einfach nur albern ist und von psychischen Defiziten zeugt? Und Leute mit derartigen Minderwertigkeitskomplexen im Regelfall keine Karriere in der Politik machen?

  26. Yadgar 29. März 2012 um 16:35 #

    @Atacama:
    „Schwule und Lesben sind nützlich wie Pickel am Arsch. Siehe Schwesterwelle, Pobereit, Umvolker Beck, (sowie das Polit-Lesbengesockse) …. Das sind sozusagen die Zugpferde von Gesellschaftszersetzung und somit Massenversklavung der Bevölkerung.”

    “Die Jungs von Kreuz.net haben übrigens – als eine der Wenigen – noch den Mut, gegen den Mainstream tatsachengerecht zu schreiben, dass homo-Perversität nicht angeboren ist.”

    Die Stichworte „Umvolker“, „Gesellschaftszersetzung“ und „Massenversklavung“ bringen es auf den Punkt: paranoide Nazischeiße, mit christlichem Weihrauch (kreuz.net) parfümiert!

    Ekelerregend!!!

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