Afrikanischer Feminismus

20 Mrz

Der Friedensnobelpreis ist der wahrscheinlich überflüssigste Preis den es gibt, wurde er doch schon vielen Menschen zugesprochen, die ihn keineswegs verdient haben. So etwa Jassir Arafat, dem antisemitischen Terrorfürsten der Palästinenser, oder Barack Obama für sein Verdienst, nicht George W. Bush zu sein. Oder aber Ellen Johnson-Sirleaf, Präsidentin des afrikanischen Landes mit dem irreführenden Namen Liberia.

Johnson-Sirleaf hat sich den Friedensnobelpreis in der Tat redlich verdient: Sie ist eine Frau, eine Schwarze und Oberhaupt eines obskuren afrikanischen Landes, drei Qualifikationen also, die es unausweichlich machten, sie irgendwann einmal mit dem Wohlfühlpreis der westlichen progressiven Linken zu ehren, was dann auch im Jahr 2011 erfolgt ist.

Dass der Preis dieser Frau nicht zusteht, weil Sie im Kern ein Gedankengut hegt, welches mit Frieden, Freiheit und Menschenrechten nichts zu tun hat, darauf wurde die Welt erst später aufmerksam, zumal es sich bei der Gruppe, der Johnson-Sirleaf keinerlei Rechte zuspricht, eh nur um Quälgeister handelt:

Gegenüber der britischen Zeitung [The Guardian] verteidigt die Präsidentin rigoros die Gesetze ihres Landes, wonach homosexueller Verkehr strafbar ist. […]

Dem „Guardian“ zufolge kann „freiwillige Sodomie“ in Liberia mit bis zu einem Jahr Gefängnis bestraft werden, und zwei Gesetzesinitiativen zielen darauf ab, die Strafen drastisch zu verschärfen. Eine der Unterstützerinnen der Vorhaben ist Oppositionspolitikerin Jewel Taylor, Ehefrau von Ex-Diktator Charles Taylor, der sich vor Gericht wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit verantworten muss. Jewel Taylor zufolge sollen homosexuelle Akte mit Haftstrafen von bis zu zehn Jahren geahndet werden können. „Wir stärken nur das bestehende Gesetz“, sagte sie der BBC.

Zumindest in der Frage der Schwulenrechte scheinen Taylor und Johnson-Sirleaf nicht allzu weit auseinander zu liegen. Auf die Frage des „Guardian“, ob sie homosexuelle Akte entkriminalisieren wolle, sagt die Präsidentin, sie habe dazu klar Position bezogen: „Wir werden kein derartiges Gesetz unterzeichnen.“ Und auf Nachfrage der Journalistin: Sie werde kein Gesetz unterzeichnen, das mit diesem Gebiet zu tun habe. „Wir mögen uns so, wie wir sind.“

Die Feministin entpuppt sich also mitnichten als progressives Leuchtfeuer der individuellen Freiheit, sondern als autoritäre Diktatorin, der es Spaß macht, den persönlichste Aspekt des Lebens eines Menschen zu kriminalisieren.

Es ist traurig, dass solche Menschen auch im 21. Jahrhundert Preise bekommen, und auch noch von westlichen Repräsentanten wie Tony Blair hofiert werden, die es dann nicht mal schaffen, ein deutliches Wort der Kritik verlauten zu lassen; die angesichts des Themas kleinlaut rumdrucksen, anstatt diese Frau als das zu bezeichnen was sie ist: eine Schande für die Menschheit.

3 Antworten zu “Afrikanischer Feminismus”

  1. pedro luis 20. März 2012 um 16:14 #

    Nur afrikanischer?

  2. morus 20. März 2012 um 18:11 #

    @Adrian
    Heute sind wir uns mal einig…
    Gruss

  3. Yadgar 20. März 2012 um 21:07 #

    Frauen sind als Politiker nicht zwangsweise liberal oder im guten Sinne progressiv – denk doch nur mal an Margaret Thatcher! Mit Feminismus hat das allerdings eher wenig zu tun…

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