Einheit in Verschiedenheit

21 Jun

Die eher konservativ geprägte Herrnhuter Brüdergemeine hat auf ihrer europäischen Synodaltagung ihrer Theologischen Kommission den Auftrag erteilt,

eine Möglichkeit zur Segnung gleichgeschlechtlicher Paare bis 2014 zu erarbeiten.

Zwar war man sich unter den Synodalen nicht einig über das Ziel, die

Ansichten reichten „von fröhlicher Zustimmung bis zu vehementer Ablehnung“, 

dadurch hat man aber offenbar gelernt, dass sich Konservative nicht nur in Afrika finden:

Es habe sich gezeigt, dass der Meinungsriss quer durch den europäischen Teil der weltweiten Freikirche geht. Bisher habe man gedacht, dass hauptsächlich die Ostafrikaner gegen mehr Rechte für gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaften seien.

Angesichts des neuen Leitbilds der Brüdergemeine, in dem man erklärt, Einheit in Verschiedenheit gestalten zu wollen, ist eine Segnung gleichgeschlechtlicher Paare nur konsequent. Denn was man bei den Herrnhutern im Zusammenhang der weltweiten Migration erklärt, gilt zweifelsohne auch für die Einheit in Verschiedenheit zwischen Homo- und Heterosexuellen:

In unserer Kirche sind Menschen verschiedener Kulturen, Sprachen und Traditionen zu Hause. Diese Vielfalt prägt unser kirchliches Leben, bereichert uns und fordert uns heraus. Wir öffnen uns für die Begegnung mit Menschen, die anders leben und glauben als wir.

Was sonst wäre der Auftrag von Nachfolgern des Meisters aus Nazareth?

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