Weisheit des Tages (17)

22 Aug

Das Eigene beginnt mit einem Nein.

Carolin Emcke: Wie wir begehren

Mit einer Verweigerung, dem Gefühl, etwas anderes zu wollen als das, was gewollt wird. Dieses Unbehagen an dem, was gefordert ist, kann verschwommen sein, eine Ahnung nur, es braucht noch nicht einmal eine Vorstellung von dem, was die Alternative wäre, es reicht zu wissen, was für einen selbst nicht in Frage kommt. Aber in diesem ersten Nein schält sich das Eigene heraus. In diesem Moment, in dem etwas nicht mehr als selbstverständlich empfunden wird, in dem eine Gewissheit plötzlich ungewiss, in dem das Fraglose plötzlich zweifelhaft wird, in dieser Bruchstelle entsteht das Ich.

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