Europa? Brauch ich nicht!

24 Aug

Die Granden der Europäischen Union haben ein entscheidendes Problem festgestellt: Die Menschen Europas lassen sich nicht für Europa – sprich: für die EU – begeistern. Was auch kein Wunder ist, denn wen interessiert schon die EU? Ein bürokratisch aufgeblähtes, undemokratisches Monster, das nur dazu dient, Geld von einer Ecke in die nächste zu verschieben, deren Mechanismen man nicht versteht, deren Politiker sich für nichts rechtfertigen müssen.

Die EU ist eine Arbeitsbeschaffungsmaßnahme für Beamte und abgehalfterte Politiker, die in ihrem eigenen Staat nicht mehr gebracht werden. Gibt es eigentlich irgendetwas positives an der EU?

Das gemeinsame Geld? Vielleicht, aber dazu bräuchte man nicht diese EU. Die offenen Grenzen? Natürlich, aber auch dazu bräuchte man nicht diese EU. Frieden, Freiheit, Wohlstand? Bestimmt, aber moment mal:  Hat es das vor der EU etwa nicht gegeben?

Die Euro-Rettung, so erklärt man uns, sei alternativlos. Was natürlich Blödsinn ist, denn Europa braucht den Euro nicht und selbst wenn, dann bräuchte es einen starken, stabilen Euro, mit Regeln, die eben diese Stärke und Stabilität garantieren und die nicht eifach so ausgehebelt werden, von eben jenen Politikern, die zu selbstgerecht sind, ihre eigene Regeln einzuhalten und zu dumm zu wissen, das man nicht dauerhaft mehr ausgeben kann, als man einnimmt.

Aus liberaler Sicht wäre allerdings noch besser, man schafft den Euro ganz ab, und führt einen Markt für unterschiedliche Währungen ein. Dies würde willkürliche Ab- und Aufwertungen der Währung verhindern und Politikern einen Gutteil der Gelegenheit nehmen, verantwortungslos Schulden zu machen und sich mittels Geld Wählerstimmen zu erkaufen.

Wenn also überhaupt EU, dann auf der Basis der Schweiz oder der USA: Föderalismus, Gemeinden und Staaten mit starkem Selbstbestimmungsrecht, Basisdemokratie und die EU lediglich als Schiedsrichter um grundlegende Regeln zu setzen, die für alle gelten müssen.

Irgendwelche B-Promis und Menschen von der Straße mögen mir mitteilen, dass sie Europa wollen. Mich beeindruckt das nicht die Spur. Denn ihre Begründungen finde ich albern und kindisch.

Du willst also Europa? Na schön. Ich nicht!

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2 Antworten to “Europa? Brauch ich nicht!”

  1. Genesis 26. August 2012 um 02:50 #

    In diesem Falle, lieber Adrian, bist du auch als „Saupreiß“ bei uns Bayern herzlich willkommen. Siehe auch hier: http://www.focus.de/politik/deutschland/focussiert-bayern-kann-es-auch-allein_aid_778646.html

  2. christian 26. August 2012 um 20:16 #

    >>Aus liberaler Sicht wäre allerdings noch besser, man schafft den Euro ganz ab, und führt einen Markt für unterschiedliche Währungen ein. Dies würde willkürliche Ab- und Aufwertungen der Währung verhindern<<

    Nö das ist objektiv falsch.
    Notenbanken souveränder Staaten können den Wert der Währung ihres Landes ganz willkürlich auf und abwerten siehe China.

    Alle europabefürworter reden von Europa als Idee.
    Alle gegner reden von einem Europa als Organisation (Moloch whatever)
    ich glaube da reden 2 Parteien aneinander vorbei.

    Und Bayern kann es nicht alleine;-)

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