Steuerklasse Homo-VI

28 Aug

Premier Thorning-Schmidt wehrt sich gegen Vorwürfe, ihr Mann sei homosexuell

titelt die WELT. „Was ist denn nun schon wieder los?“ fragt sich der an der sexuellen Orientierung von Politikern nur mäßig interessierte Leser.  Eine dänische Zeitung hatte bereits vor längerer Zeit der dänischen Regierungschefin Thorning-Schmidt mitgeteilt, man wisse, dass ihr Mann schwul sei.  Beleg dafür seien Finanzamt-Unterlagen (!), in denen, für den Steuerfall irrelevant (!), nahe gelegt wurde, der Ehemann der Politikerin sei schwul:

In einer Notiz, die von einer Mitarbeiterin des Finanzamts geschrieben wurde, stand, Thorning-Schmidts Mann sei laut Angaben ihres Steuerberaters „homo/bi-sexuell“. Dazu befragt, wurde die Premierministerin deutlich: „Zunächst einmal finde ich nicht, dass das eine Frage ist, die man beantworten sollte. Aber: Nein, er ist es nicht.“
Weshalb der Steuerberater überhaupt die sexuelle Orientierung von Stephen Kinnock thematisierte?
Womöglich wollte er mit Hinweis auf ein Verhältnis in der Schweiz unterstreichen, dass sein Klient engere Beziehungen zu dem Land als zum Hochsteuerland Dänemark habe und hoffte, das sei ein Argument mehr, dass er dort und nicht in Kopenhagen, wo seine Familie lebt, steuerpflichtig sei. Der Steuerberater selbst sagt laut Thorning-Schmidt, er sei missverstanden worden.
Die Angelegenheit wird nun auch das Parlament beschäftigen. So nimmt heute
eine Kommission die Arbeit auf, die untersuchen soll, wie diese vertrauliche [Fehler im Original, Anm. Damien] Dokumente über Thorning-Schmidt und ihren Mann ihren Weg zur Boulevardzeitung „B.T.“ gefunden haben. Im Verdacht stehen auch Spitzenpolitiker der ehemaligen Regierungskoalition – insbesondere der damalige Steuerminister und sein enger Mitarbeiter – , die den Sozialdemokraten womöglich im Wahlkampf schaden wollten.
Wieso „wehrt“ sich Thorning-Schmidt gegen die Behauptung, der Gatte sei schwul, wenn sie der Ansicht ist, das sei keine Frage, die man beantworten sollte? Wie verzweifelt muss ein Steuerberater sein, der sich von der Angabe der sexuellen Orientierung des Mandanten in der Steuererklärung eine bessere Besteuerung desselben erhofft? Gibt es im Zusammenhang mit dem Steuersystem nicht schon genug Fragen, die einen in den Wahnsinn treiben können?
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Eine Antwort to “Steuerklasse Homo-VI”

  1. Alreech 2. September 2012 um 15:19 #

    Dafür gibt es nur eine Lösung: Herr und Frau Thorning-Schmidt müssen umgehend ein Sex-Video aufnehmen und ins Internet stellen, das von den interessierten Journalisten, den Finanzbeamten und der Öffentlichkeit auf eventuelle homosexuelle Praktiken kritisch begutachtet wird.

    Alles Andere wäre dem Ernst der Lage nicht angemessen, oder ? 😉

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